Auf einem Feld in Heilbronn 

Fehlende Erntehelfer wegen Corona-Krise: So löst Bauer aus Heilbronn das Problem

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Wegen der Coronavirus-Krise bekommen die Landwirte in Heilbronn diese Saison kaum Erntehelfer. Deshalb setzt nun ein Bauer aus Heilbronn auf ein Technikwunder.

  • Das Coronavirus hält Heilbronn und ganz Baden-Württemberg weiter in Atem - doch die aktuellen Zahlen machen etwas Hoffnung
  • Durch die neue Corona-Verordnung dürfen immer mehr Geschäfte öffnen. 
  • Doch auf den Feldern in Heilbronn und der Region tut sich bisweilen nicht viel - außer einem Roboter sind keine Helfer zu sehen. 

Wegen des Coronavirus ist es für die Landwirte schwer Saisonarbeiter zu bekommen. Doch was passiert dann mit der Ernte? Dank einer technischen Erfindung hat ein Bauer aus Heilbronn keinen Bedarf an Saisonarbeitern. 

Heilbronn: Feldroboter als Ersatz für Erntehelfer

Auf einem Feld in Heilbronn kann man derzeit zwar keine Erntehelfer sehen, dafür aber einen Roboter. Das Bild von einem einsamen Roboter auf einem Feld erinnert etwas an die Mondlandung. Doch er erfüllt eine ganz andere Aufgabe - und zwar handelt es sich bei dem Roboter um einen Feldhelfer namens "Farmdroid". Dieser Roboter übernimmt das Säen von Zuckerrüben auf einem Feld in Heilbronn. 

Viele Landwirte aus Heilbronn und  der Region fürchteten wegen der Corona-Krise um ihre Ernte - echo24.de berichtete bereits. Deshalb hatte die Landesregierung Anfang April entschieden trotz des Coronavirus 40.000 Erntehelfer aus Osteuropa einfliegen zu lassen - unter strengen Auflagen. Und trotz der strengen Auflagen kam zu einem tragischen Todesfall. In Baden-Württemberg wurde ein Erntehelfer tot in seiner Unterkunft gefunden, ein Covid-19-Test fiel positiv aus.

Heilbronn: Feldroboter sät Zuckerrüben 

Ist ein Feldroboter nun die Lösung für die Landwirte in Heilbronn und der Region während der Coronavirus-Krise? Der Rotober setzt sechs Zuckerrüber-Samen pro Sekunde und hält dabei einen Abstand von 18 Zentimetern, wie die Heilbronner Stimme berichtet. Allerdings kostet der Erntehelfer satte 70.000 Euro. 

Der Roboter scheint jedoch gute Arbeit zu leisten. Denn er muss ganze 13 Hektar Land bestellen. Außerdem benötigt der autonome Feldhelfer keine Pausen und auch kein Treibstoff - denn er läuft mit Solarstrom. 

Ein Landwirt aus Heilbronn mit seinem Feldroboter "Farmdroid".


Der Heilbronner Landwirt äußert sich der Heilbronner Stimme gegenüber: "Der Roboter ersetzt die Arbeit von zehn Saisonarbeitskräften. Wir würden dieses Jahr sowieso keine Helfer bekommen."

Heilbronn: Feldroboter ein Allround-Talent

Und der Feldroboter kann noch einiges mehr als nur Zuckerrüber säen. Der "Farmdroid" wird die ganze Saison im Einsatz sein. Denn der Roboter eignet sich außerdem alsUnkrautstecher. Mit einer kleinen Hacke sticht er die unerwünschten Gräser und Stecklinge vom Feld. Dazu würden im Normalfall auch Saisonarbeiter zum Einsatz kommen. 

Rubriklistenbild: © Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

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