Kontaktnachverfolgung von Infizierten

Bundeswehr in Heilbronn: Warum Soldaten im Landratsamt zu sehen sind

  • Jason Blaschke
    vonJason Blaschke
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Soldaten der Bundeswehr unterstützen das Landratsamt Heilbronn im Kampf gegen das Coronavirus. So sollen sie dem Gesundheitsamt helfen.

Immer mehr Coronavirus-Neuinfektionen in Baden-Württemberg stellen die Behörden vor große Herausforderungen. Auch in Heilbronn liegt die Sieben-Tages-Inzidenz aktuell nur knapp unter der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Für eine mögliche Corona-Warnstufe in Heilbronn gibt es bereits Vorkehrungen. echo24.de berichtet aktuell darüber. Durch steigende Fallzahlen wird folglich aber auch die Kontaktnachverfolgung allmählich zur Mammutaufgabe.

Heilbronn: Bundeswehr soll das Gesundheitsamt im Landratsamt unterstützen

Anders als zu Lockdown-Zeiten haben die Coronavirus-Infizierten mehr Kontakte in der Öffentlichkeit. Somit müssen die Gesundheitsämter auch mehr Kontaktpersonen nachverfolgen. In Heilbronn und anderen Regionen kommen viele Ämter daher an die Grenze des Machbaren. In Heilbronn sollen deshalb Bundeswehr-Soldaten das Gesundheitsamt im Landkreis unterstützen. Gestern haben die sechs Soldaten ihre Arbeit in Heilbronn begonnen.

Die Soldaten der Bundeswehr kommen aus der Nibelungenkaserne in Walldürn im Neckar-Odenwald-Kreis. Innenminister Thomas Strobl hat die im Landratsamt Heilbronn stationierten Soldaten gestern besucht. Die Lage sei sehr ernst, daher freue er sich über die Unterstützung der Bundeswehr. Zwar hat es über die Sommermonate insgesamt weniger Corona-Infizierte gegeben, aktuell nimmt die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland aber wieder stark zu.

Heilbronn: Bundeswehr-Soldaten sollen bei der Kontaktnachverfolgung helfen

In Heilbronn erklärt Strobl: „Das Coronavirus ist da, die Krise noch längst nicht vorbei. Und das Virus hat nichts von seiner Gefährlichkeit eingebüßt.“ Umso dankbarer ist der Innenminister für die Hilfe der Bundeswehr-Soldaten. Er habe in letzter Zeit einiges über Berlins Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gelesen. Dort wolle man die Hilfe der Bundeswehr im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie nicht haben. Die dortigen Behörden lehnen die Hilfe der Soldaten ab.

Strobl ist froh, dass es in Baden-Württemberg nicht so sei. Hier seien die Soldaten als Helfer in der Corona-Krise willkommen. Der Innenminister von Baden-Württemberg hat gestern nochmal auf die rasant steigenden Coronavirus-Infektionen im Land hingewiesen. Strobl: „Jede und jeder kann und muss seinen Teil dazu beitragen, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.“ Die Landesregierung unternehme alle Anstrengungen, damit die Menschen bestmöglich geschützt werden.

Rubriklistenbild: © Leif Piechowski

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