Am Freitag könnte die Regel beschlossen werden

Ausgangssperre sogar tagsüber? Das droht Heilbronn ab der kommenden Woche!

  • Tobias Becker
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Es gilt Alarmstufe Rot! Im Stadtkreis Heilbronn gelten deshalb seit Kurzem neue harte Regeln für die Bürger. Jetzt ist auch der Landkreis Corona-Hotspot. Ab dem 11. Dezember werden auch hier die Maßnahmen verschärft - und es drohen weitere, harte Einschränkungen!

Update, 10. Dezember: Sind die Türchen am Adventskalender bald die einzigen Türen, die in Heilbronn noch öffnen dürfen? Nachdem nun auch der Landkreis von härteren Corona-Maßnahmen betroffen ist, könnte der Stadtkreis noch einen drauflegen. Denn: Es droht der nächste Regel-Hammer! Der wird wohl am Freitag beschlossen und soll ab kommender Woche in Regionen mit mehr als 300 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche zuschlagen.

Heißt: In den Regionen Baden-Württembergs, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 300 liegt, wird es dann auch tagsüber eine Ausgangssperre geben. Das Verlassen der Wohnung wird dann auch tagsüber nur noch aus triftigen Gründen erlaubt sein. Das teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Donnerstag der dpa mit. Allerdings soll es zahlreiche Ausnahmen geben: etwa Arbeit, Arztbesuch, Einkauf.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach zudem davon, um einen harten Lockdown nicht herumzukommen. Als Zeitpunkt nannte er „spätestens nach Weihnachten“ und „mindestens bis zum 10. Januar“. Zuvor sollen am Freitag schon „weitere Maßnahmen, die die Kontakte weiter beschränken“ beraten und wahrscheinlich beschlossen werden.

Heilbronn: Diese Hammer-Regeln gelten im Corona-Hotspot! Jetzt auch Landkreis betroffen

Update vom 10. Dezember: Jetzt ist es auch im Landkreis Heilbronn so weit! Drei Tage in Folge lag dort die Sieben-Tage-Inzidenz über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, zuletzt lag sie bei 215,1 (Stand 9. Dezember). Damit gilt auch der Landkreis Heilbronn – genau wie der Stadtkreis Heilbronn (298,6) – als Corona-Hotspot! Die Folge: Das Landratsamt verschärft auch im Landkreis die Corona-Regeln entsprechend der Hotspot-Strategie des Landes Baden-Württemberg – unter anderem durch nächtliche Ausgangsbeschränkungen.

Ab Freitag, dem 11. Dezember gelten nun auch im Landkreis neue Corona-Maßnahmen. Die Allgemeinverfügungen im Stadt- und Landkreis Heilbronn bleiben vorerst bis zum 20. Dezember in Kraft. Die neuen Regeln, die im Stadtkreis Heilbronn bereits seit dem 8. Dezember gelten und die ab dem 11. Dezember im Landkreis gelten werden, sehen wie folgt aus:

  • Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr – Ausnahmen gibt es nur aus triftigen Gründen (Beruf, Arzttermin)
  • Veranstaltungen sind untersagt – wenige Ausnahmefälle wie zur Religionsausübung (Gottesdienste, Bestattungen, Totengebete unter Hygieneauflagen) oder für Gerichtstermine. Für Versammlungen nach werden im Einzelfall Auflagen erlassen. 
  • Kontaktbeschränkungen: Öffentlich und privat dürfen sich nur noch Personen aus zwei Haushalten treffen, maximal aber fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht dazu. Die Beschränkung gilt in Hotspots auch für Verwandte in gerader Linie, Ehegatten, Lebenspartner oder Lebensgefährten in nicht ehelicher Lebensgemeinschaft, die nicht Teil dieser Haushalte sind. 
  • Die Maskenpflicht gilt:
    - in den Fußgängerzonen der Heilbronner Innenstadt zwischen 7 und 20 Uhr
    - in Grundschulen und Kitas für das Personal
    - im Umkreis von 50 Metern um Schulen und Kitas im öffentlichen Raum von Montag bis Freitag zwischen 7 und 9 Uhr sowie zwischen 12 und 17 Uhr
    - auf Recyclinghöfen
    - auf Baustellen im Freien, soweit der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann
  • Friseursalons, Barbershops und Sonnenstudios müssen schließen.
  • Im Einzelhandel sind besondere Verkaufsaktionen mit Eventcharakter verboten, zum Beispiel verkaufsoffene Sonntage, Schlussverkäufe oder Night-Shopping
  • Sport- und Schwimmunterricht findet nicht mehr statt. Öffentliche und private Sportstätten und Bäder werden für den Studienbetrieb sowie für Freizeit- und Individualsport komplett geschlossen.
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dürfen nur noch nach negativem Corona-Test oder mit FFP2-Atemschutzmaske besucht werden.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte am Dienstag auch angekündigt, noch strengere Maßnahmen für Extrem-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 300 zu beschließen. Die neuen Regeln sollen bereits in der kommenden Woche in Kraft treten. Bislang hatte das lediglich den Stadtkreis Pforzheim betroffen, doch jetzt kratzt auch der Stadtkreis Heilbronn an der 300er-Marke.

Heilbronn: Hammer-Maßnahmen im Hotspot! Diese Corona-Regeln gelten jetzt

Update vom 7. Dezember: Wegen der dramatischen Corona-Infektionslage in Heilbronn zieht die Stadt jetzt Konsequenzen! Dazu erlässt die Stadt eine Allgemeinverfügung mit harten Maßnahmen. Die neuen Regeln gelten ab Dienstag, dem 8. Dezember. „Es sind leider keine guten Nachrichten“, erklärte Oberbürgermeister Harry Mergel. Die Hoffnung, dass die Zahl der Neuinfektionen sinkt, habe sich nicht erfüllt. Am Sonntag verzeichnete Heilbronn einen neuen Höchststand mit 93 Neu-Infizierten innerhalb eines Tages. Auch bei der Sieben-Tage-Inzidenz musste am Montag ein Rekord vermeldet werden: Sie lag bei 286,0!

Die Allgemeinverfügung der Stadt Heilbronn mit den verschärften Corona-Regeln gilt vorerst bis zum 20. Dezember – es sei denn die 7-Tage-Inzidenz liegt fünf Tage in Folge unter dem Wert von 200 pro 100.000 Einwohnern.

Die weiteren Maßnahmen seien notwendig, erklärter der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel am Montag: „Wir tun das, um besonders gefährdete Gruppen unserer Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die medizinische Versorgung in den Kliniken auch künftig sicherzustellen.“ Das Stadtoberhaupt appellierte an die Bürger, zuhause zu bleiben und Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Coronavirus: Knallhart-Regeln für Heilbronn! Ausgangssperre und Maskenpflicht ab Dienstag!

Update, 06. Dezember: Ho ho ho - der Nikolaus hat für Heilbronn eine Rute parat! Die Stadt hat nun die neuen Maßnahmen und Regeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus bekannt gegeben. Es sind Knallhart-Regeln! Der Grund: Der Stadtkreis Heilbronn liegt seit Wochen über der 7-Tage-Inzidenz von 200, die als Grenze zu schärferen Maßnahmen gilt, und war phasenweise sogar „Spitzenreiter“ in Baden-Württemberg.

Nu gilt ab Dienstag im Corona-Hotspot Heilbronn eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Die entsprechende Allgemeinverfügung wird von der Stadt wohl am Montag verkündet. Gelten soll die Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr. Heißt: Das Verlassen des Hauses in dieser Zeit ist nur noch mit „triftigem Grund“ möglich.

Ab er damit noch nicht genug! In Heilbronn soll auch die Maskenpflicht erweitert werden. Ein Grund - neben dem Inzidenz-Wert - sind auch die vielen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in dem Stadtkreis. Am Sonntag sind mit 93 Neuinfektionen der bisherige tägliche Höchststand erreicht worden. Übrigens: Die Ausgangsbeschränkung galt am Wochenende bereit für Mannheim und Pforzheim.

Ausgangssperre und Hotspot-Hammer-Regeln: Das droht Heilbronn!

Meldung vom 02. Dezember: Heilbronn - Bald ist das Jahr 2020 zu Ende. Ein Jahr, wie es sich keiner vorher hätte ausmalen können. Die erste Corona-Welle im Frühjahr hatte das Leben der Menschen in Baden-Württemberg und auf der ganzen Welt auf den Kopf gestellt. Die zweite Welle, die noch immer andauert, trifft noch härter. Trotz verschärfter Regeln in Baden-Württemberg gehen die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus kaum zurück. Manche Kreise sind besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Einer dieser Hotspots ist der Stadtkreis Heilbronn.

Seit dem 5. November, also seit knapp vier Wochen, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz im Stadtkreis Heilbronn fast ununterbrochen über 200. Ein Höhepunkt im Corona-Hotspot wurde bislang am 22. November erreicht – damals lag der Wert bei 260,7! Das Ziel ist laut der Landesregierung von Baden-Württemberg, dauerhaft unter 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner zu gelangen. Dann sei die Kontaktverfolgung gewährleistet und Lockerungen seien möglich. Zuletzt wurden die Corona-Regeln aufgrund der dramatischen Entwicklung aber verschärft. Überraschend verlängerten Bund und Länder den Teil-Lockdown zuletzt bis zum 10. Januar.

Heilbronn seit Wochen fast durchgehend Corona-Hotspot – welche Regeln jetzt drohen

Besonders in den Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200 Neuinfektionen pro 100.00 Einwohnern sollen jetzt noch härtere Corona-Regeln gelten, das hatten Bund und Länder beim Corona-Gipfel vereinbart. Das könnte auch Heilbronn betreffen. Nach tagelangen Debatten hat sich die Landesregierung jetzt auf eine harte Maßnahme geeinigt. In den Corona-Hotspots dürfen die Bürger nachts nur noch mit triftigen Gründen das Haus verlassen. Solche Gründe können beispielsweise der Job oder medizinische Notfälle sein. Die neuen Regen sollen nächste Woche in Kraft treten, berichtet die dpa. Die Details der nächtlichen Ausgangsbeschränkungen will das Sozialministerium in einem Erlass regeln.

Die Stadt Heilbronn nimmt noch keine Stellung zur Verhängung von nächtlichen Ausgangsbeschränkungen. Noch fehle der Erlass des Sozialministeriums, teilte eine Pressesprecherin laut dem SWR mit. Man wolle nicht spekulieren und die Bürger so verunsichern. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche in Heilbronn knapp unter der 200er-Grenze. Der Wert lag nach Angaben des Landesgesundheitsamts am Donnerstag, 3. Dezember, bei 197,5.

Baden-Württemberg plant weitere Maßnahmen für Corona-Hotspots wie Heilbronn

Das Gesundheitsministerium von Baden-Württemberg hatte für die Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern bereits einen Entwurf für einen entsprechenden Erlass erarbeitet. Unabhängig von den Ausgangsbeschränkungen hätte das Ministerium demnach gerne weitere Regeln. Ob diese möglichen Maßnahmen konkret so umgesetzt werden oder noch Änderungen vollzogen werden, ist noch nicht klar. Geplante Inhalte des Erlasses, der „sehr zeitnah“ an die Kommunen gehen soll: 

  • Im öffentlichen und privaten Raum soll sich nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen dürfen. Kinder bis einschließlich 14 Jahren sind hiervon ausgenommen.
  • Grundsätzliches Veranstaltungsverbot (mit Ausnahmen bei religiösen Veranstaltungen und Gerichtsterminen)
  • Schließung von Friseursalons und Sonnenstudios
  • Medizinische Behandlungen bleiben möglich
  • Besuch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nur nach vorherigem Antigentest oder mit FFP2-Maske
  • Verbote von besonderen Verkaufsaktionen im Einzelhandel (z.B. Schlussverkauf)

Corona-Hotspots mit harten Maßnahmen – erste Städte beschließen selbst neue Regeln

Das Land stellte zudem möglicherweise stärker entzerrte Unterrichtszeiten zur Debatte. So sollen überfüllte Schulbusse vermieden werden. Dazu wollen Verkehrsministerium und Kultusministerium mit den kommunalen Landesverbänden und dem Verbands Württembergischer Omnibusunternehmen bei einem runden Tisch klären, wie Unterricht besser gestaffelt und Buskapazitäten erhöht werden können. Das Land fördert bereits seit Schuljahresbeginn zusätzliche Schulbusse, um die Ansteckungsgefahr auf dem Schulweg zu verringern. Diese Förderung soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

Corona-Hotspot Mannheim hatte bereits vor Bekanntgabe der Regeln des Landes Baden-Württemberg selbst strengere Maßnahmen beschlossen. Hier gelten bereits am Freitag, 4. Dezember, nächtliche Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr – vorerst bis zum 14. Dezember. Pflegeheime darf man nur noch mit FFP2-Masken betreten und zuvor soll ein Corona-Schnelltest durchgeführt werden. Sportstätten werden geschlossen, nicht religiöse Veranstaltungen verboten. Auch der Kreis Tuttlingen plant verschärfte Maßnahmen. Öffentlich und privat darf sich dort ab Samstag nur noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Im Schwarzwald-Baar-Kreis soll es vorerst keine Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie geben.

Rubriklistenbild: © Marc Thorwartl/echo24.de

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