Baden-Württemberg im Fokus

Unterwegs mit Bus und Bahn: So schneidet Heilbronn im landesweiten Vergleich ab

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Der HNV landet bei einer Studie eher im Mittelfeld.
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Mit Bus und Bahn zur Arbeit oder zur Schule – das ist bequem und auch besser für die Umwelt. Aber ist es auch gut für den Geldbeutel? Eine Studie sieht Heilbronn hier eher im Mittelfeld.

Morgens in die Bahn einsteigen und zur Arbeit fahren, dabei ein Buch oder die Zeitung lesen, während die Kollegen im Stau stehen. Dazu ist diese Art der Fortbewegung deutlich umweltfreundlicher als der Griff zum Autoschlüssel. Öffentliche Verkehrsmittel haben viele Pluspunkte. Allerdings sind die auch nicht immer ganz günstig – leider auch nicht in Heilbronn.

Vergleich der Ticketpreise: Was kostet ein Kilometer im Gesamtnetz des HNV?

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat die Ticketangebote und Preise aller 22 Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg verglichen – und der HNV schneidet hier im Mittelfeld ab. Zu Grunde gelegt wurden Tagestickets für eine Person und Gruppenkarten für bis zu fünf Personen.

Wer im Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr alleine unterwegs ist und sich eine Karte für das Gesamtnetz kauft, zahlt 13 Euro. Das gesamte Netz des Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehrs (HNV) umfasst 25,1 Kilometer. Damit zahlt man als Einzelperson 0,52 Euro pro Kilometer. Zum Vergleich: Im Verbund Rhein-Neckar (VRN) kostet ein Kilometer 0,31 Euro, ebenso in Stuttgart (Metropolticket). Richtig teuer ist dagegen der Verkehrs-Verbund Rottweil, wo auf den Kilometer heruntergerechnet 0,92 Euro bezahlt werden müssen.

Heilbronn im Vergleich der Ticketpreise auf Mittelfeldplatz

Auch bei Gruppentickets ist der HNV im Mittelfeld zu finden, wie der SWR berichtet. Die Tageskarte im Gesamtnetz kostet 19,80, was 0,79 Euro pro Kilometer macht. Spitzenreiter auch hier: der VRN gemeinsam mit Ulm (Ding), wo 0,55 Euro pro Kilometer bezahlt werden.

Allerdings muss ja nicht jeder das Gesamtnetz nutzen und bezahlen – auch nicht als Tagesticket. Bei jedem Verkehrsbund gibt es verschiedene Ticketarten, die den Preis deutlich senken. Das kann allerdings auch für Verwirrung bei Wenig-Fahrern sorgen. Der VCD fordert deshalb einheitlichere und weniger unterschiedliche Tickets. Ein erster Schritt ist hier das Baden-Württemberg-Ticket, mit dem seit Ende 2018 zu recht günstigen Preisen verbundsübergreifend gereist werden kann. 

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