Ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem

Bullenhitze lässt den Wasserverbrauch auf der BUGA in die Höhe schnellen

+
Ein Teil der BUGA-Bepflanzungen wird noch von Hand bewässert.
  • schließen

Die extremen Temperaturen wirken sich auf die BUGA aus. Täglich werden bis zu 210.000 Liter Wasser benötigt. Die dreifache Menge eines Durchschnitt-Tages.

"Wetterextreme sind nicht ideal." Suse Bucher-Pinell, Pressesprecherin der BUGA 2019 in Heilbronn, spricht es ohne Umschweife aus. Vor Kurzem erst schmälerten Sturmböen und sintflutartige Regenschauer den Besucheransturm auf die Bundesgartenschau. Jetzt, nur wenige Tage später, leidet die Käthchenstadt unter der Sahara-Hitze.

Mit weitreichenden Folgen. Denn damit die BUGA schön grün bleibt, wird Wasser benötigt. Viel Wasser. Bereits an Tagen mit "normalen" Temperaturen ist der Verbrauch mit 70 Kubikmetern Wasser mit dem eines kleinen Ortes zu vergleichen. An Hitzetagen - beispielsweise am Mittwoch - steigt der nahezu um das Dreifache. Bucher-Pinell: "Unsere Experten rechnen mit bis zu 210 Kubikmetern."

Kein Tropfen geht verloren: Das Wasser, das über die Wassertreppe abfließt, wird gesammelt und in den See zurückgepumpt.

Buga 2019: Ausgefeiltes Bewässerungssystem 

Damit alle Pflanzen und Grünflächen mit dem lebensnotwendigen Nass versorgt werden, gibt es ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem. Bucher-Pinell: "Wir haben eine Kombination aus computergesteuerten Beregnungsanlagen, beispielsweise auf der Sommerinsel und im Hafenpark, natürliche Bewässerung durch Regenfälle, dann unterstützt uns die Feuerwehr, die am Neckarufer Wohlgelegen gießt, das Betriebsamt der Stadt Heilbronn hilft uns zudem mit drei Gießfahrzeugen, und dann gibt es noch die unterirdische Wasserzuleitung."

Aus dem Karlssee und dem Floßhafen wird die BUGA bewässert.

An Letztgenannte sind nahezu alle dauerhaft gepflanzten Bäume angeschlossen. Die Leitungen transportieren das Wasser direkt ans Wurzelwerk der Bäume. Bei der Wahl der gepflanzten Bäume wurde auf den Klimawandel reagiert: "Wir benötigten Bäume, die heiße Sommer und kalte Winter aushalten", erklärt Bucher-Pinell.

Von hier bezieht die BUGA ihr Wasser

Beim Wasser ist die BUGA nahezu Selbstversorger. Das zum Bewässern benötigte Nass kommt aus dem Karlssee und Floßhafen, die auf dem Gelände angelegt wurden. Wenn jetzt eine Dürreperiode kommt, die den Wasserstand dieses in sich geschlossenen Seen-Systems zu stark fallen lässt, dann kommt der Neckar zum Einsatz.

Die Besucher erfreuen sich an den kühlenden Wasserplätzen.

"Wir können von dort Wasser in die Seen pumpen. Natürlich wird das Neckarwasser vorher nach modernsten und ökologischen Gesichtspunkten gefiltert", sagt Bucher-Pinell. Umgekehrt verhält es sich, sollte der Wasserspiegel drohen, über die Ufer zu treten. Somit können die zahlreichen Besucher aus der ganzen Welt ganz sicher bis zum 6. Oktober eine blühende und farbenfrohe BUGA genießen.

Bilder: Best of BUGA 2019

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare