Das kann teuer werden

An dieser Blitzer-Kreuzung in Heilbronn wird demnächst scharf geschossen

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Sowohl in Richtung Stadt als auch in Richtung Theresienwiese werden an der Süd/Rosenbergstraße Geschwindigkeit und Rotlichtverstöße ermittelt. 
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Um gegen Raser und Rotlichtsünder vorzugehen, werden die Starenkästen in der Heilbronner Südstraße jetzt einsatzbereit gemacht. 

  • Schwerpunkt für Tempoverstöße in Heilbronn wird bald überwacht.
  • Blitzer verzeichnen mehr als 18.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen.
  • Heilbronn sagt Rasern den Kampf an. 

Sie sind schnell, laut und rücksichtslos. Die Raser, die nächtens in Heilbronn aufs Gas treten, illegale Rennen fahren und die Motoren aufheulen lassen. Die allgemeingültigen Regeln der Straßenverkehrsordnung werden dabei gerne außer Acht gelassen, Tempolimits und rote Ampeln geflissentlich übersehen. 

Gerade auf breiten, geraden Straßen, auf denen zwei Autos nebeneinander passen,siegt der Gasfuß häufig über den Verstand und das Unrechtsempfinden. Genau dieser Zielgruppe hat die Stadt Heilbronn den Kampf angesagt - und will die Überwachung ausweiten.

Blitzer-Kreuzung in Heilbronn: Vorbereitungen fast beendet

Nicht nur mit mobilen Messstationen, sondern auch stationären. Bereits vor mehreren Wochen wurden an der Kreuzung Südstraße/Rosenbergstraße in Heilbronn die Hardware,zwei sogenannte Starenkästen, installiert. Vorerst noch ohne Blitz und inaktiv, doch demnächst heißt es Vorsicht walten zu lassen.

Vergangene Woche wurde es auf Höhe des Rosenberghochhauses eng, der Verkehr auf eine Spur gelenkt. Denn in den Asphalt nach der Haltelinie wurden die Kontaktschleifen eingearbeitet, die demnächst zum Tragen kommen. Und das nicht nur bei Rotlichtverstößen. Auch in der Gegenrichtung erfolgte die Vorbereitung auf den "scharfen" Einsatz.

Die Kontaktschleifen sind eingearbeitet, demnächst erfolgt die Aktivierung der Starenkästen. 

Heilbronner Blitzer an Kreuzung Südstraße/Rosenbergstraße sind multifunktional

Dabei registrieren die beiden Starenkästen nicht nur Fahrzeuge, die die Gelbphase der Ampel eigenmächtig verlängert haben, sondern ermitteln gleichzeitig die - oftmals erhöhte - Geschwindigkeit. Und dann kann es richtig teuer werden. Der Bußgeldkatalog unterscheidet bei Rotlichtverstößen in zwei Kategorien. Rotphase kürzer und länger als eine Sekunde

Wer über eine Ampel flitzt, die kürzer als eine Sekunde Rot zeigt, muss 90 Euro zahlen und erhält einen Punkt in Flensburg. Kommt es  zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs werden 200 Euro fällig, zwei Punkte und zusätzlich ein Monat Fahrverbot. Wenn es zum Unfall kommt, dann kostet es 240 Euro, on top gibt's zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. 

Fotos der Anlage werden richtig teuer - und das ist auch gut so. 

Heilbronn sagt Rasern den Kampf an

Wer dabei erwischt wird, dass er ein das Rotlicht missachtet, obwohl es bereits länger als eine Sekunde zum Halten auffordert, der zahlt 200 Euro, erhält immer zwei Punkte und muss den Führerschein für einen Monat abgeben. Kommt es zusätzlich zu einer Gefährdung,  dann erhöht sich die Strafe auf 320 Euro und bei einem Unfall auf 360 Euro. Dass die Kontrollen notwendig sind, zeigt ein Blick in die Statistik. Die stationären Blitzer der Stadt Heilbronn erfassten im Jahr 2018 insgesamt 18.216 Verstöße, bei mobilen Kontrollen wurden 38.738 Temposünder erfasst. Immer wieder kommt es in der Region deshalb zu schlimmen Unfällen.

2380 Fahrer fuhren dabei mindestens 21 Kilometer pro Stunde zu schnell, was mit einem Punkt in der Flensburger Datei geahndet wird. 282 waren innerorts mindestens 31, außerorts 41 Kilometer pro Stunde zu schnell. Die Quittung hierfür:  Fahrverbote von einem bis drei Monate. "Zu schnelles Fahren ist Hauptursache schwerer Unfälle, deshalb werden wir die Kontrollen konsequent fortsetzen", sagt Heilbronns Bürgermeisterin Agnes Christner.

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