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Neuer Blitzer in Heilbronner Südstraße spielt verrückt: So reagiert das Netz

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Sowohl in Richtung Stadt als auch in Richtung Theresienwiese werden an der Süd/Rosenbergstraße Geschwindigkeit und Rotlichtverstöße ermittelt. 
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Der neue Blitzer in der Heilbronner Südstraße sollte gegen Raser und Rotlichtsünder vorgehen. Doch das teure Gerät scheint ein Eigenleben entwickelt zu haben.

  • Eine neue Kontrollstation für Geschwindigkeit und zur Einhaltung der Rotlicht-Signale wurde in der Südstraße in Betrieb genommen.
  • Kontrolliert wird an der Einmündung Rosenbergstraße in beide Fahrtrichtungen der Südstraße.
  • Doch scheinbar ist das Gerät defekt und blitzt auch "unschuldige Fahrzeuge".

Neuer Blitzer in Heilbronn führt Eigenlegen und blitzt auch bei Grün - Facebook-User reagieren

Update vom 22. Februar: In der Südstraße Heilbronn kontrolliert ein neuer Blitzer seit dem 14. Februar sowohl die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer als auch die Einhaltung der Rotlicht-Signale. Eigentlich - denn: das 75.000 Euro teure Gerät scheint verrückt zu spielen und blitzt auch bei Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit und bei grüner Ampelschaltung.

Das bestätigte am Freitag, 21. Februar, auch ein Sprecher der Stadt Heilbronn auf echo24.de-Anfrage. Dort sei das Problem bereits bekannt und man arbeite an einer Lösung. Klar ist: Wer keine Ordnungswidrigkeit begangen hat, aber trotzdem geblitzt wurde, muss sich keine Sorgen um mögliche Strafzettel machen.

Meinungen zu fehlerhaftem Blitzer in Heilbronn gehen auseinander - Thema bewegt auf Facebook

Ein neuer, teurer Blitzer für Heilbronn also, der (noch) nicht so arbeitet wie er es sollte - ein Thema, das die echo24.de-Community auf Facebook beschäftigt. Und zu ganz unterschiedlichen Reaktionen führt! So kommentiert ein User: "Die wichtigste Frage ist aber: Werden die geschossenen Bilder trotzdem an den Besitzer rausgeschickt? Hätte gerne ein paar gute neue Fotos für Instagram...falls ja fahre ich dort morgen Mal ein paar Mal durch." 

Doch längst nicht alle Facebook-User können für den fehlerhaft arbeitenden Blitzer in der Heilbronner Südstraße Humor aufbringen. So schreibt eine Leserin: "Dieses scheiss Teil ist so unnötig!!" - und lässt ihrer Wut freien Lauf. Klar ist auf jeden Fall: Der neue Blitzer hat bereits jetzt einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt. Wie lange die Störung noch dauert, ist jedoch leider nicht bekannt.

Heilbronn: Neuer Blitzer in der Südstraße fehlerhaft

Update vom 21. Februar: Am 14. Februar wurden in der Südstraße in Heilbronn ein neuer Blitzer in Betrieb genommen. Neben Geschwindigkeit kontrollieren der Raser-Schreck auch die Einhaltung der Rotlicht-Signale. Doch scheinbar hat das 75.000-Euro-Gerät ein Eigenleben entwickelt. Denn einige Heilbronner berichten, dass sietrotz Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit bei grüner Ampelschaltung geblitzt wurden.

Sören Huck ist einer von Ihnen. Was da am gestrigen Tag passiert ist, kann er noch immer nicht fassen. Gegen 21.45 war er von der Arbeit in Heilbronn nach Obersulm unterwegs. Schon an der Ampel bemerkte Huck, wie zwei Fahrzeuge vor ihm grundlos geblitzt wurden. Dann erwischte es auch ihn. 

Heilbronn: Verrückter Blitzer in der Südstraße

Huck: "Mein erster Gedanke war: Was ist jetzt los?" Wie die Fahrzeuge vor ihm hält auch er an und kommt mit den anderen Blitzer-Opfern ins Gespräch. Man habe Name, Adresse und Telefonnummern ausgetauscht, um ihm Ernstfall Zeugen zu haben, erklärt Huck gegenüber echo24.de. Zu groß war die Sorge bei einem älteren Ehepaar, dass es widerrechtlich zu einem Fahrverbot kommen könnte.

Was passiert jetzt? Muss ich mit einer Geldstrafe oder einem Fahrverbot rechnen? Diese Frage stellen sich nun viele Betroffene. Auch Huck hat beim Ordnungsamt in Heilbronn angerufen. "Der blitzt halt bei Grün und ist noch in der Testphase" - das war laut Huck die Antwort vom Ordnungsamt. Auchecho24.de hat bei der Stadt Heilbronn nachgefragt.

Blitzer an Heilbronn Südstraße spielt verrückt - Stadt arbeitet an Lösung

Das Problem ist dort bekannt. "Zurzeit arbeitet man schon an einer Lösung", erklärt Pressesprecher Christian Britzke. Genauere Angaben könne man aber noch nicht machen. Sicher ist aber: Diejenigen die keine Ordnungswidrigkeit begangen haben, müssen keine Konsequenzen fürchten. Das wurde echo24.de telefonisch bestätigt. Heißt: keine Bußgelder oder Fahrverbote für Unschuldige. 

Britzke:"Das ist aber kein Frei-Fahrschein für Verkehrssünder". Wer also an der Ecke Südstraße/Rosenbergstraße eine Ordnungswidrigkeit begeht, muss selbstverständlich mit Konsequenzen rechnen. Jeder Fall soll individuell nachgeprüft werden. Wie lange die Störung noch andauert, ist der Redaktion nicht bekannt.

Heilbronn: Neue Blitzer in der Südstraße sind ab sofort in Betrieb

Update vom 14. Februar: Ab sofort werden in der Südstraße stationär Bilder geschossen. Denn seit Neuestem ist dort der Raser-Schreck an der Einmündung Rosenbergstraße in Betrieb. Kontrolliert wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit und die Einhaltung der Rotsignale an der Ampelanlage. Bereits im vergangenen Herbst wurden die neuen Blitzer angeschafft und installiert - Kostenpunkt: 75.000 Euro.

Hintergrund waren Beschwerden und Hinweise der Anwohner. Zudem hat das Ordnungsamt im Rahmen der Geschwindigkeitsüberwachung zweispuriger Hauptverkehrsstraßen verstärkt Geschwindigkeits- und Rotlichtkontrollen angekündigt.

Bürgermeisterin Agnes Christner: "In der neuen Kontrollstation sowie in dem seit Juli 2019 eingesetzten Enforcement-Trailer sehe ich einen weiteren wichtigenBeitrag zur konsequenten Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Stadt Heilbronn". Heißt: Künftig müssen Heilbronner Autofahrer auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde beachten - ansonsten wird's teuer.

Heilbronn: Neue Blitzer werden bald in Betrieb genommen

Erstmeldung vom 27. Januar: Sie sind schnell, laut und rücksichtslos. Die Raser, die nächtens in Heilbronn aufs Gas treten, illegale Rennen fahren und die Motoren aufheulen lassen. Die allgemeingültigen Regeln der Straßenverkehrsordnung werden dabei gerne außer Acht gelassen, Tempolimits und rote Ampeln geflissentlich übersehen. 

Gerade auf breiten, geraden Straßen, auf denen zwei Autos nebeneinander passen,siegt der Gasfuß häufig über den Verstand und das Unrechtsempfinden. Genau dieser Zielgruppe hat die Stadt Heilbronn den Kampf angesagt - und will die Überwachung ausweiten.

Blitzer-Kreuzung in Heilbronn: Vorbereitungen fast beendet

Nicht nur mit mobilen Messstationen, sondern auch stationären. Bereits vor mehreren Wochen wurden an der Kreuzung Südstraße/Rosenbergstraße in Heilbronn die Hardware,zwei sogenannte Starenkästen, installiert. Vorerst noch ohne Blitz und inaktiv, doch demnächst heißt es Vorsicht walten zu lassen.

Vergangene Woche wurde es auf Höhe des Rosenberghochhauses eng, der Verkehr auf eine Spur gelenkt. Denn in den Asphalt nach der Haltelinie wurden die Kontaktschleifen eingearbeitet, die demnächst zum Tragen kommen. Und das nicht nur bei Rotlichtverstößen. Auch in der Gegenrichtung erfolgte die Vorbereitung auf den "scharfen" Einsatz.

Die Kontaktschleifen sind eingearbeitet, demnächst erfolgt die Aktivierung der Starenkästen. 

Heilbronner Blitzer an Kreuzung Südstraße/Rosenbergstraße sind multifunktional

Dabei registrieren die beiden Starenkästen nicht nur Fahrzeuge, die die Gelbphase der Ampel eigenmächtig verlängert haben, sondern ermitteln gleichzeitig die - oftmals erhöhte - Geschwindigkeit. Und dann kann es richtig teuer werden. Der Bußgeldkatalog unterscheidet bei Rotlichtverstößen in zwei Kategorien. Rotphase kürzer und länger als eine Sekunde

Wer über eine Ampel flitzt, die kürzer als eine Sekunde Rot zeigt, muss 90 Euro zahlen und erhält einen Punkt in Flensburg. Kommt es  zu einer Gefährdung des Straßenverkehrs werden 200 Euro fällig, zwei Punkte und zusätzlich ein Monat Fahrverbot. Wenn es zum Unfall kommt, dann kostet es 240 Euro, on top gibt's zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. 

Heilbronn sagt Rasern den Kampf an

Wer dabei erwischt wird, dass er ein das Rotlicht missachtet, obwohl es bereits länger als eine Sekunde zum Halten auffordert, der zahlt 200 Euro, erhält immer zwei Punkte und muss den Führerschein für einen Monat abgeben. Kommt es zusätzlich zu einer Gefährdung,  dann erhöht sich die Strafe auf 320 Euro und bei einem Unfall auf 360 Euro. Dass die Kontrollen notwendig sind, zeigt ein Blick in die Statistik. Die stationären Blitzer der Stadt Heilbronn erfassten im Jahr 2018 insgesamt 18.216 Verstöße, bei mobilen Kontrollen wurden 38.738 Temposünder erfasst. Immer wieder kommt es in der Region deshalb zu schlimmen Unfällen.

2380 Fahrer fuhren dabei mindestens 21 Kilometer pro Stunde zu schnell, was mit einem Punkt in der Flensburger Datei geahndet wird. 282 waren innerorts mindestens 31, außerorts 41 Kilometer pro Stunde zu schnell. Die Quittung hierfür:  Fahrverbote von einem bis drei Monate. "Zu schnelles Fahren ist Hauptursache schwerer Unfälle, deshalb werden wir die Kontrollen konsequent fortsetzen", sagt Heilbronns Bürgermeisterin Agnes Christner.

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