Neue Erkenntnisse der Polizei

Heilbronn: 22-Jähriger ertrinkt im Karlssee – war es ein Unfall?

Rettungswagen im Einsatz
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Ein 22-Jähriger ertrank am Freitagabend auf tragische Weise im Karlssee auf dem ehemaligen BUGA-Gelände. (Symbolbild)
  • Lisa Klein
    VonLisa Klein
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Ein 22-Jähriger ist am Freitagabend auf tragische Weise im Karlssee auf dem ehemaligen BUGA-Gelände in Heilbronn ertrunken. Er war mit zwei Freunden unterwegs.

Update, 22. Juni: Im Fall des ertrunkenen 22-Jährigen im Karlssee auf dem ehemaligen BUGA-Gelände in Heilbronn hat die Polizei nun eine Vermutung, wie es zu dem tragischen Unglück kommen konnte. Auf Anfrage von echo24.de* bestätigte Polizeisprecher Carsten Diemer, dass es keinerlei Hinweise auf Fremdeinwirkungen gibt. Der junge Mann war am Freitagabend in den seichten Uferbereich des Karlssees gewatet und dann nach etwa drei Metern untergegangen.

Heilbronn: 22-Jähriger auf dem ehemaligen BUGA-Gelände ertrunken - neue Erkenntnisse

Da der Karlssee an dieser Stelle plötzlich steil abfällt, gehen die Ermittler davon aus, dass der verunglückte Mann ein Nichtschwimmer war und von der plötzlichen Tiefe des Gewässers überrascht wurde. Von eventuellen Vorerkrankungen geht die Polizei nicht aus. Den Vorfall bezeichnet Diemer als „Unglücksfall“.

Dennoch bittet die Polizei künftig jeden Passanten darum, aufmerksam und schnell zu reagieren, wenn ein Mensch in eine Notlage gerät. Hintergrund ist, dass bei dem tödlichen Unfall am Karlssee am Freitagabend trotz Rufen der Begleiter des Verunglückten lediglich ein 15-Jähriger zur Hilfe eilte. Stattdessen scharten sich zahlreiche Schaulustige um den Unglücksort, als die Einsatzkräfte bereits vor Ort waren.

Heilbronn: 22-Jähriger stirbt bei Badeunfall auf dem ehemaligen BUGA-Gelände

Erstmeldung, 18. Juni: Am Freitagabend endete ein Bad im Karlssee auf tragische Weise. Ein 22-Jähriger ertrank, wie die Polizei berichtet. Ersten Ermittlungen zufolge saßen zunächst drei Personen am dortigen Steg mit den Füßen im Wasser. Zeugenaussagen zufolge watete der junge Mann im Anschluss in den im Uferbereich etwa 80 Zentimeter tiefen See. An der nach etwa drei Meter folgenden steil abfallenden Kante ging er unter. Trotz Hilferufe der verbleibenden Bekannten eilte lediglich ein 15-jähriger Zeuge zur Hilfe.

Der 15-Jährige begab sich, wie auch zwei kurz danach eingetroffene Streifenwagenbesatzungen, in den See zur Suche nach der Person. Aufgrund der Trübung des Wassers konnte die Person jedoch nur unter Zuhilfenahme einer eingesetzten Drohne der Feuerwehr lokalisiert und von Tauchern der Feuerwehr geborgen werden.

Die Person musste noch vor Ort reanimiert werden, verstarb jedoch kurze Zeit später im Krankenhaus. Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen, einem Boot und 18 Mann inklusive Taucher vor Ort sowie Rettungswagen und Notarzt. Die Rettungsmaßnahmen wurden traurigerweise von zahlreichen Schaulustigen rund um den See beobachtet, wie die Polizei mitteilt. Zur Behinderung der Einsatzmaßnahmen kam es glücklicherweise nicht.

Zahlreiche Badeunfälle in Baden-Württemberg

Erst gestern kam es zu einem Badeunfall in Mannheim, bei welchem ein sechsjähriges Kind gerade so durch einen aufmerksamen Mann noch vor dem Ertrinken gerettet werden konnte. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) macht momentan in einem Schock-Video auf das Thema Ertrinken aufmerksam. Gegenüber *echo24.de erklärt Michael McQuirt von der DLRG Neckarsulm, warum vor allem für Kinder Wasser schnell zu einer tödlichen Gefahr werden kann. Das Problem: Die meisten ertrinken lautlos, weshalb oftmals zu spät rettende Maßnahmen eingeleitet werden. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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