Sehr gute Wasserqualität in Baden-Württembergs Seen

Ab ins Wasser! Das sind die schönsten Badeseen im Raum Heilbronn

  • Lisa Klein
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Die Wasserqualität der Badeseen im Südwesten ist laut eines Berichts größtenteils sehr gut. Der Breitenauersee wurde abgelassen — welche Seen gibt es noch im Raum Heilbronn?

Die Temperaturen steigen, der Himmel ist beinahe wolkenfrei und die Sonne strahlt den ganzen Tag — so langsam ist der Sommer in Deutschland endlich angekommen. Dazu sinken die Inzidenzen in Baden-Württemberg weiterhin, wodurch der Besuch von Freibädern und das Schwimmen in Badeseen unter Corona-Auflagen in den meisten Land- und Stadtkreisen inzwischen wieder erlaubt ist. Doch wie sauber sind eigentlich deutsche Badeseen?

Wer sich in Baden-Württemberg eine Abkühlung in einem Badesee verschaffen möchte, braucht sich über die Wasserqualität in der Regel keine Gedanken zu machen. Im Badegewässer-Bericht, den die Europäische Umweltagentur (EEA) am Dienstag in Kopenhagen veröffentlichte, hat kein einziges der untersuchten Gewässer im Südwesten mangelhafte Qualität.

Die schönsten Badeseen rund um Heilbronn: Hier gibt‘s Abkühlung an heißen Tagen

Von den insgesamt 316 in der Badesaison 2020 regelmäßig kontrollierten Badestellen im Land seien 301 Badestellen — also 94 Prozent — zum Baden „sehr gut“ geeignet, erläuterte das Gesundheitsministerium in Stuttgart. Für einige Badestellen fehlen aber Angaben oder es wurden nicht ausreichend Proben genommen, wie aus einer Übersicht der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) hervorgeht, die Grundlage für die Auswertung ist.

Fast alle 2020 untersuchten Badestellen haben den Angaben zufolge eine ausgezeichnete Wasserqualität, manche nur eine „gute“, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Lediglich als „ausreichend“ wurde die Qualität an sechs Gewässern eingestuft: der Baggersee in Weingarten (Landkreis Karlsruhe), der Badesee Schutterwald (Ortenaukreis), der Sunthauser See in Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis), die Lauchert in Burladingen (Zollernalbkreis), der Rösslerweiher in Schlier (Landkreis Ravensburg) und der Badesee Goldscheuer in Kehl (Ortenaukreis). Letzterer hatte 2019 noch als einzige der untersuchten Badestellen in Baden-Württemberg eine mangelhafte Bewertung erhalten.

Baden-Württemberg: Wasserqualität der Badeseen im Südwesten größtenteils „sehr gut“

Eine Badestelle sei zeitweilig wegen hygienischer Belastungen aufgrund von zahlreichen Wasservögeln mit mangelhaft bewertet worden, teilte das Ministerium weiter mit. „Diese Badestelle bleibt in der Badesaison 2021 geschlossen.“ Auch Wolkenbrüche beispielsweise könnten dazu führen, dass Keime oder Schadstoffe in Gewässer gelangen. Daher empfiehlt das Ministerium auch die an Badeseen aufgestellten Hinweise und Badewarnungen zu beachten.

Vom Baden in Flüssen rät das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg hingegen weiterhin ab. Diese seien — abgesehen von wenigen ausgewiesenen Badestellen — aus verschiedenen Gründen nicht zum Baden geeignet. Sie würden daher auch nicht auf Verunreinigungen kontrolliert.

Aus den ausgewiesenen Badestellen hingegen entnehmen die Gesundheitsämter den Angaben zufolge während der Badesaison — in der Regel vom 1. Juni bis zum 15. September — mindestens einmal im Monat Wasserproben. Diese würden im Labor untersucht. Alljährlich veröffentlicht die EEA eine Übersicht, wie es um die Wasserqualität in Seen, Flüssen und Küstengewässern bestellt ist.

Sehr gute Wasserqualität im Südwesten: Diese Badeseen gibt es im Raum Heilbronn

In dem Breitenauersee bei Obersulm kann in diesem Sommer nicht geplanscht werden, allerdings nicht aufgrund von mangelhafter Wasserqualität, sondern aufgrund von fehlendem Wasser: Der Badesee wurde aufgrund von Sicherheitsprüfungen vorübergehend abgelassen. Doch es gibt noch weitere Badeseen in der Region, in denen sich während des Sommers eine Abkühlung verschafft werden kann:

  • Starkholzbacher See (Beilstein)
  • Buchhorner See (Pfedelbach)
  • Mühlbach See (Eppingen-Mühlbach)
  • Elsenzer See (Eppingen-Elsenz)
  • Ehmetsklinge (Zaberfeld)
  • Katzenbachsee (Zaberfeld)
  • Hirschfeldsee (Oedheim)

Laut der aktuellen Corona-Verordnung dürfen in Baden-Württemberg Freibäder öffnen und Badeseen besucht werden, sobald die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 ist und die Bundesnotbremse aufgehoben wird. Im Landkreis Heilbronn ist die Notbremse bereits seit dem 23. Mai aufgehoben, im Stadtkreis Heilbronn ist es am Donnerstag, dem 3. Juni, so weit. Die Freibäder in Heilbronn — Neckarhalde und Kirchhausen — öffnen beide am Freitag, dem 4. Juni.

Der Amtschef des Gesundheitsministeriums, Uwe Lahl, wies darauf hin, dass trotz vergleichsweise entspannter Corona-Lage noch kein Anlass zur Entwarnung bestehe. „Abstands- und Hygieneregeln müssen weiterhin konsequent eingehalten werden.“ Ein Sprecher des Ministeriums kündigte darüber hinaus an, bei sinkender Inzidenz solle es mit der diese Woche anstehenden Überarbeitung der Corona-Verordnung des Landes auch Erleichterungen für den Zugang zu Freibädern geben.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt/dpa

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