Schlimmer als Corona

So schlimm ist die Grippewelle in Baden-Württemberg

+
Die Grippeqwelle hat Baden-Württemberg fest im Griff.
  • schließen
  • Simon Mones
    Simon Mones
    schließen
  • Jason Blaschke
    Jason Blaschke
    schließen

Auch in diesem Jahr hat der Grippe-Virus Baden-Württemberg fest im Griff. Mittlerweile hat sich die Zahl der Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. 

◦ Die Grippewelle hat die Region Heilbronn fest im Griff.
◦ Die Zahl der Erkrankten ist fast doppelt so hoch als im Vorjahr.
◦ Alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg sind betroffen.

Heilbronn: Zahl der Grippefälle in der Region fast verdoppelt

Update vom 18. Februar: Wer anfängt, die Hausapotheke mit Paracetamol und Co. aufzustocken, bei dem stehen Schnupfen, Husten oder Fieber oft schon vor der Tür. Und was mit tränenden Augen und Gliederschmerzen beginnt, kann schnell zu einem ernsten Grippefall werden. Davon zeugt auch die Zahl der registrierten Grippefälle in Heilbronn und Baden-Württemberg, die sich im Vergleich zum Vorjahr schon fast verdoppelt hat. 11.000 registrierte Fälle wurden dem Landesgesundheitsamt (LGA) bis Montag im ganzen Bundesland gemeldet. Das sindfast doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wo nur knapp 6.200 Fälle registriert wurden.

Heilbronn: Grippewelle in der Region erreicht neuen Höhepunkt

Und steil bergauf geht die Grippe-Berg- und Talfahrt weiter. Waren vor zwei Wochen den Behörden noch 6.430 Fälle bekannt, sind es mit den jetzigen 11.000 ganze 4.570 mehr, berichtet die dpa.

26 Menschen sind mittlerweile im Südwesten nachweisbar an der Influenza-Grippe gestorben - zwei mehr als noch im Vorjahr. Regierungspräsidium Stuttgart: "Die Dunkelziffer der Erkrankungen und Sterbefälle liegt deutlich höher". Einen potenziellen Schutz können Hausmittel wie Hustensirup und Nasenduschen bieten, auch viel trinken und die richtigen Hygiene-Maßnahmen können eine Grippe vorbeugen. 100-prozentigen Schutz gibt es nicht - auch nicht durch eine Impfung - das Risiko sich anzustecken kann aber minimiert werden.

Heilbronn und Region: Alle Stadt- und Landkreise sind von der Influenza-Grippe betroffen

Unberührte Flecken? Fehlanzeige. Laut LGA sind mittlerweile alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg betroffen. Besonders auffallend: Der Anstieg in folgenden Landesteilen im Vergleich zum Vorjahr:

  • Kreis Biberach: von 73 auf 297 Fälle
  • Kreis Heidenheim: von 84 auf 208 Fälle
  • Neckar-Odenwald-Kreis: von 26 auf 101 Fälle
  • Kreis Sigmaringen: von 19 auf 78 Fälle
  • Ostalbkreis: 75 auf 414 Fälle

Alle diagnostizierten Grippefälle müssen dem Landesgesundheitsamt gemeldet werden, sofern das Virus im Blut nachgewiesen wurde. Wie lange die Infektion andauert kann, hängt von den jeweiligen Grippeviren ab. Grundsätzlich gilt bei Fieber und starken Erkältungssymptomen: Bettruhe und viel Flüssigkeit. Traditionell beginnt die Grippesaison im Oktober underreicht in den Monaten Februar und März ihren Höhepunkt.

Heilbronn und Region: Influenza-Grippe aggressiver als Coronavirus

Die wenigsten wissen:Influenza stellt im Moment eine weitaus größere Gefahr dar, als das eher harmlos verlaufende Coronavirus, das die Menschen in Heilbronn und Baden-Württemberg zunehmend verunsichert. Der baden-württembergische Sozialminister Manne Lucha (Grüne) erklärt: "Influenza ist wesentlich aggressiver, und die Ansteckungsgefahr beim Nichtimpfschutz ist wesentlich größer". Gegen Corona gibt es derzeit keinen Impfstoff, gegen Influenza existiert schon einer. Und auch jetzt ist es für eine Schutz-Impfung noch nicht zu spät. Die Kosten dafür werden von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Ein Pikser, der Leben retten kann. Etwa25.100 Menschen sind laut Robert-Koch-Institut bundesweit während der besonders starken Grippewelle 2017/2018 an Influenza gestorben. Empfehlenswert für jeden ist eine Impfung gegen die Influenza-Grippe also auf jeden Fall. Empfohlen wird die Immunisierung besonders älteren und chronisch kranken Menschen, deren Immunsystem in der Regel vergleichsweise schwächer ausgeprägt ist, als bei gesunden Patienten. 

Baden-Württemberg: aktuell über 2.000 Grippe Erkrankungen in der Region Heilbronn 

Update vom 24. Januar: Die Grippe-Welle hat den Südwesten und somit auch die Region um Heilbronn wieder fest im Griff. Am Donnerstag teilten Gesundheitsministerium und Regierungspräsidium Stuttgart mit, dass aktuell 2.113 Grippe-Erkrankungen bekannt sind. 

Das sind fast doppelt so viele Grippefälle als in der Vorsaison im Südwesten. Die Zahl der Betroffenen lag da bei "nur" 1.099. Sechs Menschen sind in Baden-Württemberg bislang an der Grippe verstorben.

Heilbronn und Region: Unterschiedliche Entwicklungen der Grippe-Zahlen

Auch in Heilbronn und der Region ist die Anzahl der Grippe-Kranken im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. In Heilbronn, sowie den Landkreisen Heilbronn, Schwäbisch Hall und Main-Tauber wurden laut SWR seit  Jahresbeginn etwa 160 Grippe-Fälle registriert.

Eine Ausnahme bildet lediglich der Hohenlohekreis. Hier gibt es mit lediglich sechs Erkrankten genau so viele Fälle wie im Jahr 2019. Gesundheitsminister Manne Lucha rät laut SWR weiterhin dazu sich gegen die Grippe impfen zu lassen. 

Weitere Gesundheitsgefahren in der Region

Wegen Salmonellen rief ein Hohenloher Nudelhersteller verschiedene Sorten zurück. Kunden erhalten den Kaufpreis auch ohne Kassenbon. Von einem Verzehr der Nudelwaren ist abzusehen. Außerdem riefen im Stadt- und Landkreis Heilbronn mehrere Bäckereien Brot zurück. Der Grund: Es könnte metallische Fremdkörper darin enthalten sein.

Der Coronavirus, der in Wuhan in China ausbrach, hält die Welt nun seit Wochen in Atem. Mehr als 70.000 Menschen sind bisher erkrankt. Die deutsche Bevölkerung ist verunsichert. Ein Experte verrät, ob es Grund zur Panik gibt.

Heilbronn und Region: Jetzt schon mehr Grippefälle als im Vorjahr

Update vom 20. Dezember: Hohes Fieber, Kopfschmerzen und Hustenreiz - die Grippewelle hat die Region Heilbronn-Franken erreicht. Und schon jetzt sind deutlich mehr Fälle bekannt als im Vorjahreszeitraum, berichtet swr.de. Laut dem Landesgesundheitsamt liegt die Zahl bei 225 Influenzameldungen seit Anfang der Grippesaison im Oktober. Bisher gibt es 21 gemeldete Grippefälle in der Region, im vergangenen Jahr waren es gerade einmal vier. 

17 Fälle sind im Heilbronner Landkreis bekannt. Im Kreis Schwäbisch Hall liegt die Zahl der Grippe-Erkrankten bei drei und im Hohenlohekreis hat es bislang wohl noch keinen erwischt. Im Main-Tauber-Kreis gibt es eine Meldung.  Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke, die noch keine Grippe-Impfung erhalten haben, das jetzt noch nachzuholen. Im Februar und März soll es zum Höhepunkt der Grippewelle kommen.

Erkältung, Grippe und Co.: Wenn es in Heilbronn schnieft und hustet

Wie lange ist man mit einer Grippe eigentlich ansteckend? Wer zu früh wieder auf die Arbeit geht, gefährdet nicht nur sich selbst. Am besten ist es natürlich, wenn man erst gar nicht krank wird. Gegen Erkältungen sollen viele Hausmittelchen helfen: Wer jeden Tag diesen Drink zu sich nimmt, beugt Erkältungen und Grippe vor.

Heilbronn: Ärzte schreiben wegen Erkältung krank

Erstmeldung vom 21. November: Es geht wieder los, der Virus schlägt zu. Die halbe Region scheint erkältet, überall husten und schniefen die Menschen. Seit Wochen haben die Ärzte Patienten im Wartezimmer, die eine Krankschreibung brauchen – wegen einer Erkältung. Auch Mark Glasauer, Hausarzt, Facharzt für Innere Medizin und Notfallmediziner aus Heilbronn, bestätigt den Trend: "Die Erkältungswelle ist vor rund vier Wochen in unserer Praxis eingetroffe", erklärt der Mediziner mit Gemeinschaftspraxis in Heilbronn-Kirchhausen. Am Tag kommen zurzeit zehn bis 20 Patienten in die Praxis wegen der üblichen Erkältungssymptome, die meisten brauchen eine Krankmeldung.

Erkältung in Heilbronn: Über 150 Viren als Auslöser für grippale Infekte

Es ist nicht die erste Infektionswelle im Südwesten in diesem Jahr. Aber hat die jetzige Welle bereits einen Höhepunkt erreicht? Glasauer findet, das sei nur schwer zu beantworten: "Oft plätschert das so vor sich hin bis ins neue Jahr." Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, ist eine Infektion durch einen Virus, die die oberen Atemwege betrifft

Der Arzt erklärt: "Es gibt über 150 verschiedene Viren, die Infekte der oberen Atemwege verursachen können." Eine Erkältung ist zwar unangenehm, aber weitaus ernster ist eine echte Grippe, verursacht durch einen Influenza-Virus. Aus Erfahrung sagt Mark Glasauer: "Die echte Grippe trifft immer so im Februar/März in unserer Region ein."

Erkältung in Heilbronn: Anzeichen einer echten Grippe

Ein echter Grippe-Virus macht dem Patientenschwer zu schaffen. Zeichen einer echten Grippe sind ein plötzlicher Krankheitsbeginn, Fieber von über 40 Grad, zum Teil auch mit Schüttelfrost. Die Patienten haben nicht einfach nur eine Erkältung, sondern sie fühlen sich richtig krank, mit Kopf- und Gliederschmerzen, oft haben sie einen trockenen Reizhusten ohne Auswurf, tränende Augen, einen trockenen Hals. Weitere Symptome: geschwollene Schleimhaut der Nase, kein Appetit. Müdigkeit, Erschöpfung, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Mit Viren ist nicht zu spaßen. Manche sind extrem selten, andere können lebensbedrohliche Folgen haben. Auch wenn einige Viren für Menschen ungefährlich sind, können sie für Tiere tödlich sein. 

Erkältung in Heilbronn: Tipps für Patienten

Als Arzt rät Mark Glasauer Menschen mit einem grippalen Infekt, einige Tage zuhause zu bleiben und das Ganze in Ruhe auszukurieren – mit genügend Flüssigkeitszufuhr, zum Beispiel Tee mit Honig, bei Fieber und Kopfschmerzen mit entsprechenden Schmerztabletten. So kann verhindert werden, dass aus einer durch einen Virus ausgelösten Erkältung eine Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung wird. Und außerdem steckt man niemanden an. Nicht schaden können auch die Hausmitteltipps von Omi. 

Lieber keine Erkältung: So geht's

Die Tipps vom Arzt, damit es gar nicht erst zu einer Erkältung kommt: Regelmäßig am Tag die Hände waschen, zum Beispiel wenn man von Schule oder Arbeit nach Hause kommt. Dann hat ein Virus geringere Chancen. Auch Stoßlüften in geschlossenen Räumen hilft. Gut sind auch Spaziergänge an der frischen Luft – ruhig ein bis zwei Mal täglich. Mark Glasauer berichtet: "Hundehalter und Zeitungszusteller kommen sehr selten wegen einer Erkältung zu uns."

Das könnte Sie auch interessieren