Nach Fahrt von Harburg nach Heilbronn

Heilbronn: Lokführer schläft betrunken in Güterzug ein - schockierender Promille-Wert

  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Ein Lokführer ist in Heilbronn in seinem Güterzug eingeschlafen. Jetzt ermittelt die Bundespolizei.

  • In Heilbronn wurde ein Lokführer in seinem Güterzug schlafend aufgefunden.
  • Ein Kollege fand den Mann bei einem Betriebshalt.
  • Die Polizei führte einen Alkoholtest durch.

Heilbronn - Das Alkohol am Steuer verboten ist, bekommen Fahranfänger schon in der Fahrschule beigebracht. Dennoch erwischt die Polizei regelmäßig Autofahrer, die den zulässigen Grenzwert von 0,5 Promille überschreiten. Doch wie ein Fall aus Heilbronn jetzt zeigt, nimmt es auch so mancher Lokführer nicht so genau mit dem Alkoholverbot.

In der Nacht auf den 26. August wurde ein 39-Jähriger am Rangierbahnhof in Heilbronn betrunken und schlafend im Führerstandes seines Güterzuges aufgefunden. Zuvor war der Mann am Dienstagabend von Harburg nach Heilbronn gefahren. Dort sah der Fahrplan des Güterzuges einen Betriebshalt am Rangierbahnhof vor, während dem der 39-jährige Lokführer von einem Kollegen scheinbar leblos im Führerstand der Lok aufgefunden wurde.

Heilbronn: Lebloser Lokführer - Kollege alarmiert Rettungskräfte

Daraufhin alarmierte der Bahnmitarbeiter laut echo24.de* sofort die Rettungskräfte. Diese stellten fest, dass bei dem Lokführer keineswegs ein medizinischer Notfall vorlag. Entsprechend wurde eine Streife des Bundespolizeireviers in Heilbronn hinzugezogen, die den Führerstand des Güterzugs genauer untersuchte.

Dabei fanden die Beamten der Bundespolizei eine halb gefüllte Flasche mit hochprozentigem Alkohol. „Wir gehen davon aus, dass er bereits während der Fahrt alkoholisiert war“, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei der dpa. Ein bei dem 39-jährigen Lokführer durchgeführter Atem-Alkoholtest ergab einen Wert von 2,6 Promille.

Bei einem Alkoholtest wurden bei dem Lokführer 2,6 Promille festgestellt. (Symbolbild).

Heilbronn: Polizei führt Alkoholtest durch - Lokführer stark betrunken

Der Lokführer in Heilbronn ist aber nicht der erste, der mit hohen Alkoholpegeln bei den Beamten für Kopfschütteln sorgte. Bereits 2018 war ein Mann im Rhein-Neckar-Kreis zu betrunken, um einen Alkoholtest durchzuführen. In einem anderen Fall war eine 61-Jährige mit 2,9 Promille unterwegs, geriet in den Gegenverkehr und baute dabei einen Unfall mit einem Jeep. Mit etwas weniger Promille war ein 48-Jähriger in Heilbronn unterwegs, allerdings reichten dessen 1,4 Promille, um die Polizei stundenlang zu beschäftigen.

Die Bundespolizei geht im Fall des Lokführers davon aus, dass der Mann bereits vor der Fahrt angetrunken war. Eingeschlafen ist der Mann laut dem aktuellen Ermittlungsstand vermutlich aber erst, als der Zug bereits stand. Die Beamten beschlagnahmten noch vor Ort die Fahrzeugschlüssel des 39-jährigen Lokführers und nahmen diesen anschließend in Verwahrung.

Außerdem wurde eine Blutprobe genommen. Zudem hat die Bundespolizei die Ermittlungen wegen der Gefährdung des Bahnverkehrs gegen den Mann aus Berlin aufgenommen. Ob Güterzug auf seiner Fahrt nach Heilbronn jemand anderes gefährdet hat, ist noch nicht bekannt. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Armin Weigel/dpa

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