Handy-Nacken, Phacne und Co. 

Experten aus der Region warnen: So schädlich ist das Handy wirklich für die Gesundheit 

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Der Blick zum heißgeliebten Handy. Die Nutzer beten das Handy regelrecht an. 
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Handy-Nutzung kann schlimme Folgen für die Gesundheit haben. Worauf jeder achten sollte, erklären Experten aus der Region.

Mittlerweile gehört das Bild von herunterhängenden Köpfen zum Heilbronner Stadtbild dazu. Grund: Der Blick zum heißgeliebten Handy. Man könnte meinen, die Nutzer beten das Handy an. Die Handy-Gottheit hat jedoch nicht nur Gutes zu bieten. Wie alle Gottheiten verlangt auch das Handy ein Opfer. Und in dem Fall zahlt man mit der Gesundheit. 

Experten aus Heilbronn und Region erklären: Darum kann das Handy schädlich für die Gesundheit sein

Schon mal was von Handy-Nacken gehört? Nein? Hier kommt die Aufklärung: "Wird die Halswirbelsäule nach vorne geneigt, wirkt auf diese nicht mehr allein das Gewicht des Kopfes", erklärt Dr. René Schilling, Pressesprecher der AOK Heilbronn-Franken auf Nachfrage von echo24.de. 

Denn: Bei einer Neigung von 45 Grad, wie sie beim Blick aufs Smartphone oder Tablet oft üblich ist, lasten rund 20 Kilo Gewicht auf der Halswirbelsäule. Die Folge: Schmerzhafte Muskelverspannungen, Verhärtungen und Blockaden in der Halswirbelsäule. 

"Die medizinische Fachwelt beschäftigt sich schon seit 2018 ernsthaft mit dem Thema", sagt Prof. Michael Haake, Klinikdirektor Klinikum am Plattenwald, Bad Friedrichshall, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie.

Handy-Nutzung: Schlimme Folgen auch für die Optik

Als "Phacne" wird auch die sogenannte "Phone Acne" bezeichnet. Der Ursprung des Problems: Das Handy ist immer und überall dabei. Ob beim Essen, Sport oder in der Straßenbahn. Kein Wunder also, dass das Handy nur so vor Schmutz, Bakterien und Keimen strotzt. Beim Telefonieren drückt man dann die Bakterien-Schleuder an die Wange. Folge: Hautreizungen, Ausschläge und Pickel.

Aber nicht nur ein Streuselkuchen-Gesicht gehört zu den Folgen von übermäßigem Handy-Gebrauch, sondern auchFalten und Krähenfüße. Denn: Ein letzter Blick in die E-Mails oder noch mal schnell den Facebook-Status vor dem Schlafen updaten, verursacht Mimik-Falten. Der Grund: Durch das Scrollen durch unzählige Feeds in der Dunkelheit kneift man die Augen stark zusammen. 

Gesundheitsgefahr Handy: Diese Tipps helfen, um gesund zu bleiben

○ Um Nackenbeschwerden vorzubeugen, wird regelmäßige Bewegung empfohlen. Wirksam ist eine Kombination aus Ausdauersport, Kräftigungsübungen der Rumpfmuskulatur und Dehnungsübungen, erklärt Schilling.
○ Um keine zweite Pubertät mit unreiner Haut erleben zu müssen, sollte man sein Handydisplay in regelmäßigen Abständen desinfizieren.
○ Um unnötige Falten und Krähenfüße zu vermeiden, sollte man das Handy auch einfach mal zur Seite legen.

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