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Region: Stärkste Grippewelle nach sieben Jahren!

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Mit einer Grippe ist nicht zu Scherzen - im schlimmsten Fall endet sie mit dem Grippetod. Doch jetzt muss auch die Region sich davor schützen!

Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Fieber: Oh nein - eine Grippe! Oder doch ein grippaler Infekt? Oftmals wird eine Influenza (eine Grippe) mit einer Erkältung verwechselt. Dabei ist mit Ersterem nun wirklich nicht zu scherzen. Jetzt muss auch die Region auf sich aufpassen, denn auch Heilbronn und die Region bleiben sicher nicht verschont.

Dr. Peter Liebert, stellvertretender Leiter des städtischen Gesundheitsamts Heilbronn, befürchtet genau das: "Die Zahlen in Baden-Württemberg sehen ganz danach aus, als käme eine noch stärkere Grippewelle auf uns zu." So stark, wie in den letzten sieben Jahren nicht mehr.

Laut des Landesgesundheitsamts hat die Grippewelle in dieser Saison für extrem viele Krankheitsfälle gesorgt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Zahl der Krankheitsfälle um 1471 Personen gestiegen - davon waren elf Prozent sogar geimpft und wurden trotzdem krank.

Lohnt es sich also überhaupt, sich impfen zu lassen? "Ja", sagt Dr. Liebert: "Eine Impfung geht gegen drei bis vier ganz bestimmte Subtypen einer Influenza vor. Die BHO überlegt dann, welche Typen am wahrscheinlichsten auftreten werden." Es sei zudem gut, sich so schnell wie möglich impfen zu lassen - denn die Spritze zeige erst nach etwa zwei Wochen eine Wirkung. Liebert: "Es macht Sinn - besonders für alte Menschen und Schwangere."

Damit die schmerzvollen Symptome einer Grippe gar nicht erst auftreten, könne jeder sich im Vorfeld schützen. "Eine Influenza verläuft grundsätzlich schlimmer als ein grippaler Infekt. Es ist wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen - beim Händeschütteln werden viele Krankheitserreger übertragen. Wer sich hinterher in die Schleimhäute fasst, geht ein hohes Ansteckungsrisiko ein." Außerdem empfiehlt er, gelegentlich auch mal auf das Händeschütteln zu verzichten.

Hat die Grippewelle euch bereits erwischt?

Vor allem, wenn die Grippe jemanden bereits erwischt hat, sollte von dieser Person Abstand gehalten werden. "Ein besonders hohes Risiko besteht bei einem Abstand, der geringer ist als einen Meter. Umso mehr Abstand gehalten wird, desto geringer ist eben auch das Risiko", erklärt der stellvertretende Leiter.

Und was, wenn die Grippe doch einen selbst erwischt? Es ist natürlich sehr wichtig, sich zu schonen und einen Arzt aufzusuchen. Außerdem empfiehlt Liebert: "Es muss ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen werden - das gilt speziell für ältere Personen." Zudem können einige Medikamente, wie zum Beispiel Neuraminidase-Hemmer, die Grippesymptome mildern.

Von Laura Ziegler

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