Da wird die Pulle zur Klangschatulle

Verrückt: Womit diese Band die Bühne rockt, glaubt ihr nie! 

+
Müssen trinken, um zu musizieren: GlasBlasSing aus Berlin.
  • schließen

Am 13. Februar gibt's eine süffige Kostprobe im Heilbronner Theater.

Reinpusten, dagegentrommeln, draufschlagen, mit dem Daumen an der Öffnung ploppen oder mit ein paar Hilfsmittel kurzerhand einen Bass daraus bauen. Flaschen sind nicht nur Aufbewahrungsbehälter für leckere Erfrischungen, sondern auch perfekte Musikinstrumente. Und wo für Karl-Konsens-Konsument der Genuss aufhört, fängt er bei GlasBlasSing gerade erst an. Auch Heilbronn kann sich bald davon überzeugen!

GlasBlasSing: Musik mit Flaschen bald auch in Heilbronn

"Wenn ich in lustiger Runde dastehe und an einer Flasche Bier nippe, fragt mich immer gleich einer: 'Ah, stimmst du gerade wieder dein Instrument?'", erzählt Jan Lubert und lacht. Zusammen mit seinen drei Bandkollegen macht der Berliner schon seit 2003 Musik auf jeder Art von Flaschen. Cover-Songs von Megahits, die man sofort erkennt - und die doch ganz anders klingen als das Original. Und natürlich auch eigene Nummern über das Leben eines Flaschen-Musikers.

"Keine Macht den Dosen": GlasBlasSing machen Musik mit Flaschen.

Alles fing mit einem Spaß an, den jeder schon mal gemacht hat. Lubert: "In der Kneipe haben wir in Flaschen reingepustet. Und am nächsten Tag haben wir angefangen, die Idee auszubauen." Bis heute entstehen immer wieder neue Instrumente. "Das ist ein permanentes Ausprobieren. Aber: Wir müssen trinken. Sonst können wir nicht musizieren."

Mit der Füllhöhe in der Flasche verändert sich die Tonhöhe. "Es ist egal, welche Flüssigkeit im Gefäß ist. Aber auf der Bühne ist in jedem Gefäß Wasser. Wäre Bier in der Flasche - das wäre einfach zu verlockend", sagt Lubert. Und dann wäre die Tonhöhe und der ganze musikalische Vortrag daneben - wie ein ausgekipptes Pils.

Zu schade zum Recyclen: GlasBlasSing nutzen Flaschen als Musikinstrumente.

Vor dem Auftritt stimmen die vier Musiker von GlasBlasSing ihre Instrumente mit einer Klavier-App. Und dann geht's mit 100 Flaschen auf die Bühne. Lubert erklärt: "Mein Lieblingsinstrument ist die 0,33-Liter-Bierflasche. Die ist wunderbar handlich. Und außerdem bestens geeignet, um mit den Daumen zu ploppen, was nur Jan Lubert und sein Bruder Endie können. Die anderen beiden in der Band haben zu große Finger.

GlasBlasSing: Keine Macht den Dosen

Bitte ein Hit heißt es dann auch am 13. Februar im Heilbronner Komödienhaus, wenn GlasBlasSing mit allerlei Leergut zum "Flaschmob" aufspielen. Und das wird ein einmaliger und lustiger Abend, verspricht Lubert: "Wir haben Hits wie 'Happy' von Pharrell Williams oder auch 'Seven Nation Army' im Gepäck. Und dazwischen machen wir noch allerlei Blödsinn." Kann eine Truppe, die natürlich auch mit geleerten Schnapsflachen auf der Bühne steht, überhaupt noch einigermaßen treffsicher musizieren? Lubert sagt: "Defintiv! Für das Hochprozentige haben wir immer Fachpersonal dabei." Na dann: "Keine Macht den Dosen."

Information

Der Auftritt von GlasBlasSing im Komödienhaus in Heilbronn beginnt am Mittwoch, 13. Februar, um 20 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare