Zu Besuch bei den Geparden Jamboo und Bungee

Echt tierisch! Geparden wohnen in Heilbronner Hotel

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Jamboo macht es sich auf der Couch bequem.
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Die Raubkatzen Jamboo (8) und Bungee (14) leben mitten im Heilbronner Osten. 

Afrika liegt in Heilbronn – naja, fast. Bei einem Besuch im Hotel Park Villa im Heilbronner Osten könnte man das jedenfalls meinen. Denn dort leben die Geparden Jamboo und Bungee. Außerdem sind dort auch zwei Schneeeulen und die griechische Landschildkröte Schildi zuhause. 

So leben die Raubkatzen in Heilbronn

Besitzer und Hotelier Hans-Peter-Gaupp ist seit vielen Jahren von großen Raubkatzen fasziniert. Und obwohl er schon seit 50 Jahren Geparden hält, ist die Begeisterung immer noch zu hören, wenn er von seinen Tieren spricht. Er erklärt: "Es heißt, dass die Tiere in Gefangenschaft zehn bis 15 Jahre alt werden, aber ich denke, das kann man so nicht sagen. Unser Bungee ist schon 14 und absolut fit. Ich hatte schon einen Geparden, der ist bei mir 17 Jahre alt geworden." 

Im großen Gehege um das Hotel leben seit 34 Jahren immer zwischen einem um drei Geparden. Besucher kommen aus ganz Deutschland, um die Tiere zu sehen. "Es haben sogar schon Gäste vor Freude geweint", erzählt Gaupp und ist ganz offensichtlich stolz, seinen Gästen solch ein Erlebnis zu ermöglichen. "Wenn die Menschen ganz nah und völlig ohne Gitter neben einer solchen Katze stehen, dann können viele ihr Glück kaum fassen."

Auch im Fernsehen war Gaupp mit einem seiner Tiere schon. Und natürlich gab es auch kritische Fragen zur Haltung. "Selbstverständlich braucht man eine Sondergenehmigung, um Geparden zu halten. Da wird genau geprüft, ob man die Vorschriften einhält." 

Seine besonderen Vierbeiner bekommt Gaupp von Privatpersonen oder aus Zoos. "Leider ist es selten, dass man die Tiere ganz jung bekommt, denn in den Zoos gibt es kaum noch Nachwuchs - und wenn doch, wollen die Zoos diesen natürlich bei sich behalten." Wenn Gaupp ein Tier von klein auf bei sich hat, entwickelt sich ein noch größeres Vertrauen sowie ein noch zwangloserer Umgang mit ihnen. Bei Jamboo ist er noch immer ein bisschen vorsichtig. Er verrät: "Es kann schon sein, dass er mal zwickt, wenn ihm etwas nicht passt. Bei meiner Frau passiert das nie. In die ist er ganz vernarrt und schmust mit ihr. So eine Bindung hatte meine Frau noch zu keinem Gerparden."

Welche Raubkatzen faszinieren Sie?

Jamboo lebt erst seit zwei Jahren in Heilbronn. Seinem Mitbewohner Bungee begegnet er nur am Zaun, der ihre Gehege voneinander trennt. "Theoretisch könnte man sie wohl zusammenlassen", sagt Gaupp. "„Aber zwischen den Gitterstäben gab es noch Reibereien, da lasse ich sie lieber getrennt." Aber klettern Katzen nicht locker über einen Zaun? Gaupp: "Geparden nicht. Sie haben als einzige Großkatzen Pfoten wie Hunde, damit können sie nicht klettern." 

Wenn im Hotel wenig Betrieb ist, darf Jamboo auch mal ins Wohnzimmer der Gaupps. Die Terrassentür geht auf und anmutig kommt die Katze herein. Von den Menschen auf der Couch scheint sie kaum Notiz zu nehmen. Das Fleisch auf dem Fußboden entdeckt Jamboo dagegen sofort und macht sich mit hörbarem Brummen darüber her. Zwei Kilo Fleisch verdrückt ein Gepard am Tag – Pute, Hähnchen oder Rind. 

Besondere Pflege brauchen die Geparden nicht. Genau wie Stubentiger müssen sie gegen Flöhe und Zecken geschützt werden und alle drei Monate entwurmt werden. "Es ist genau das gleiche Mittel wie bei kleineren Katzen, das ihnen in den Nacken getupft wird, allerdings ist es höher dosiert." 

Danach streift er einmal durchs Zimmer und lässt sich dann gegenüber von Hans-Peter Gaupp und seiner Frau auf einer Couch nieder. Er schnurrt laut und vor lauter Entspannung fallen ihm die Augen zu. "Siesta eines Geparden", flüstert Gaupp und strahlt. Auch nach vielen Jahren erfreut er sich täglich an seinen Tieren.

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