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Grausame Gräser: Die große Gefahr der Grannen

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Die Gefahr lauert im Feld.
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Wenn Fiffy und Bello mal wieder im Feld herumtollen, sollten Hundehalter ganz genau hinschauen, welche Pflanzen dort blühen.

Er tollt fröhlich im Feld herum, springt wie ein kleines Reh durch die hohen Gräser der Böckinger Hundewiese - und zack, Cookie schüttelt sich heftig. Der kleine Terrier-Mix senkt dabei ständig seinen Kopf und fährt gehetzt mit der Pfote in sein Schlappohr. Der Besuch beim Tierarzt bringt's ans Tageslicht: Der kleine Hund hat tief im Gehörgang ein Stück Granne stecken! Dieses kleine Stückchen reicht aus, um sich gefährlich tief in den Gehörgang zu bohren. Was schlimm genug klingt, war eigentlich noch Glück im Unglück.

Bei Hündin Minnie hätte der Grannen-Fund sogar tödlich enden können. Frauchen Ines Gruber erklärt: "Ich habe gesehen, dass sie etwas in der Leiste stecken hatte. Ich bin vorsichtshalber mit ihr in die Tierklinik gefahren - und da kam heraus, dass noch zwei weitere Grannen ins Innere des Körpers gewandert waren, die sich durchaus bis hoch ins Herz hätten bohren können."

Sieht ungefährlich aus, die "feinen Härchen" können für den Hund aber ganz schön gefährlich werden.

Diese "Wanderlust" sei genau das, was die borstigen Gräser so gefährlich mache, sagt Silke Anders vom Tierschutzverein Heilbronn und Umgebung. "Diese Grannen dringen nicht nur in den Körper ein, sondern sie wandern auch regelrecht im Körper herum und verharren dann irgendwo."

Habt ihr schon böse Erfahrungen mit Grannen gemacht?

Besonders gern landen diese Teufelsgräser in Ohr und Nase der Tiere, sodass Herrchen und Frauchen auf Symptome wie ständiges Kopfschütteln, Kopfsenken und penetrantes Niesen achten sollten. Dass sich solch ein spitzes Pflanzen-Ende von der Nase sogar bis ins Gehirn schrauben könne, sei laut Anders möglich. Für den betroffenen Vierbeiner wäre das wohl in jedem Fall tödlich.

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