Klimawandel begünstigt Verbreitung

Gefährlicher Krankheitsüberträger: Ausbreitung der asiatischen Tigermücke

In Baden-Württemberg breitet sich die Asiatische Tigermücke aus.
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In Baden-Württemberg breitet sich die Asiatische Tigermücke aus.
  • VonJuliane Reyle
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Die Stechmückenzeit beginnt und der Klimawandel begünstigt die Verbreitung eines gefährlichen Insekts in Baden-Württemberg: die asiatische Tigermücke.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, berichtet über den Beginn der Stechmückensaison und teilt die Verbreitung der gefährlichen, asiatischen Tigermücke mit. Was die Tigermücke so gefährlich macht, ihre Ausbreitung begünstigt und was dagegen getan werden kann, klärt echo24.de auf.

Überträger von tropischen Krankheitserregern in Baden-Württemberg vertreten

Die asiatische Tigermücke, auch Tigermoskito genannt, ist hauptsächlich für die Übertragung von neuen, gefährlichen Krankheiten bekannt. Ursprünglich war das Insekt in den süd- und südostasiatischen Tropen sowie Subtropen beheimatet, doch inzwischen ist es durch Flug- und Schiffsverkehr eingeführt und auch Baden-Württembergs Gegenden vertreten.

Sommerliche Temperaturen begünstigen die Verbreitung der Tigermoskitos, die zum Beispiel den Zika-Virus, den Chikungunya-Virus oder dem Dengue-Virus und viele mehr übertragen können. Ein eigenes Gift, wie es der schwarz-blaue Ölkäfer hat, haben die asiatischen Tigermücken jedoch nicht.

Klimawandel begünstigt Verbreitung der asiatischen Tigermücke

Die asiatische Tigermücke bevorzugt höhere Temperaturen. Der Klimawandel sorgt vielerorts für grundsätzlich steigende Temperaturen, sodass besonders die sowieso schon wärmeren Gegenden in Baden-Württemberg nun noch häufiger von der asiatischen Tigermücke aufgesucht werden bzw. dort ihre Vermehrung begünstigt wird. Außerdem lassen milde Wintertemperaturen eine Überwinterung des gefährlichen Insekts zu.

Asiatische Tigermücken nun auch in der Stadt gesichtet

Im Gegensatz zu den Fischadlern, die in der Rheinebene nisten, sind die asiatischen Tigermücken inzwischen auch fernab vom Ufer der Rheinebene zu finden. Laut dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg wurden die fliegenden Insekten „in den letzten Jahren auch in Stuttgart, in der Stadt Heilbronn, in den Landkreisen Heilbronn, Esslingen, Ludwigsburg sowie im Rems-Murr-Kreis nachgewiesen“.

Gestochen worden? - was dann zu tun ist

Nach einem Tigermückenstich gilt es erst einmal die Ruhe zu bewahren, den Stich nicht zu kratzen, sondern die Einstichstelle und das eigene Befinden ein paar Tage zu beobachten, wie dw.com berichtet. Bildet sich ein Kranz um den Stich oder wird Fieber entwickelt, so deutet das eventuell auf eine Infektion oder allergische Reaktion hin. Doch nicht jede Tigermücke muss zwingend infiziert sein. Tigermücken sind erst nach einer Blutmahlzeit, von einer infizierten Person, ansteckend.

Jeder kann helfen: Eindämmen der Tigermoskito – Verbreitung

Die Verbreitung der Mücken etwas beeinflussen, das ist schon im eigenen Garten oder dem Balkon möglich. Neben dem Entfernen von Mückenlarven gilt es Wasserstellen zu vermeiden. Denn die Mücken nutzen jegliche Wasseransammlung zur Brutablage. Etwaige Wasseransammlungen können Gießkannen, offene Regentonnen, vollgelaufene Übertöpfe und andere Stellen im Garten sein, die verhindert werden können.

Immer mehr fremde Insekten breiten sich in Deutschland und sogar Baden-Württemberg aus. Besonders Spinnen wie die Tarantel sind gefürchtet. Doch inzwischen wird auch über Spinnen, die in Ohren krabbeln und tödliche Bisse verteilen, spekuliert. Mindestens ebenso giftig kann Fisch sein, in manchen Urlaubsregionen breitet sich giftiger Fisch aus.