Gerichtsprozess in Heilbronn

Heilbronner Gammel-Gastronom gibt Ekel-Essen zu

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Symbolbild.
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Vor Gericht wird Schmuddel-Wirt Senel B. zu einer Geldstrafe in Höhe von 70 Tagessätzen zu je 15 Euro verurteilt.

Der Richter machte kurzen Prozess, als heute im Heilbronner Amtsgericht das Urteil für Schmuddel-Wirt Senel B. fiel: Der Angeklagte muss blechen!

Seriös und im weißen Hemd saß er da. Doch rein war seine Weste definitiv nicht: B. gestand dem Gericht, dass er tatsächlich vergammelte Lebensmittel in seiner Küche gelagert hatte. Er betonte allerdings, die Nahrungsmittel wären niemals für die Gäste verarbeitet worden. ''Ich habe einen sehr hohen Anspruch an mich selbst", versicherte B. dem Richter.

Er lege Wert darauf, dass seine Gerichte nur aus den besten Zutaten gekocht werden würden. Allerdings räumte er im selben Atemzug ein, dass sich durchaus schlechte und abgelaufene Lebensmittel, wie Champignons, Creme Fraiche oder auch Fleisch in seiner Küche befanden. 

Dieses Geständnis veranlasste den Richter dazu, die beiden geladenen Zeugen zu entlassen, um direkt ein Strafurteil zu fällen. Der Grund: Alleine das Lagern von verdorbenem Essen ist in der Gastronomie ein absolutes "No-Go".

Aufgrund seines sehr einsichtigen Verhaltens verordnete der Richter eine Geldstrafe in Höhe von 70 Tagessätzen zu je 15 Euro. Glück im Unglück für den Angeklagten - es hätte auch eine Freiheitsstrafe sein können. DENN: Der Angeklagte ist kein Unbekannter. Bereits vor 16 Jahren gab es einen ähnlichen Vorwurf wegen Gammel-Fleisches im Döner gegen ihn.

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