Sportkurse im Fitnessstudio

Trotz Lockdown ins Fitnessstudio? Eine Ausnahme macht Training möglich

Versteckte Kosten bei Fitnessstudios
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Fitnessstudios haben eigentlich während des Lockdowns geschlossen - doch seit Kurzem können sie für bestimmte Personen wieder aufschließen. (Symbolbild)
  • Christina Rosenberger
    vonChristina Rosenberger
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Sport im Fitnessstudio trotz Lockdown? Das geht, zumindest für manche! Denn über eine bestimmte Regel-Ausnahme kann man wieder Kurse besuchen.

Der Corona-Lockdown belastet viele Deutsche extrem. Man kommt nicht mehr raus, es gibt Ausgangsbeschränkungen, Gruppensport ist verboten und auch die meisten Fitnessstudios sind geschlossen. Doch ein Studio aus Obersulm hat jetzt eine Lösung gefunden, um seinen Kunden doch - trotz Lockdowns - ein Trainingsangebot machen zu können.

Gerade im Hinblick auf das Homeoffice-Gebot in Baden-Württemberg und oft suboptimale Arbeitsplätze bieten Fitnessstudios wie das Studio53 in Obersulm jetzt verstärkt Rehasport an. Das Motto „Rehasport stärkt Körper, Geist & Immunsystem“. Nach monatelanger Schließung der Einrichtung eine wahnsinnige Erleichterung für die Betreiber. „Worte können nicht beschreiben, wie dankbar wir sind, unserer Berufung wieder - im realen Leben - nachkommen zu dürfen“, schreibt das Studio53 auf seiner Facebookseite.

Fitnessstudio trotz Lockdown? Regel-Ausnahmen macht Training für manche möglich

Denn bis vor Kurzem mussten Fitnessstudios sich wegen der aktuellen Corona-Verordnung mit Online-Angeboten irgendwie über Wasser halten. Viele haben Telegymnastik und aufgezeichnete Fitness-Kurse angeboten, um ihren zahlenden Kunden wenigstens ein kleines Angebot machen zu können. Nur sehr wenige, wie der „Remote Club“ in Sontheim, haben derzeit tatsächlich geöffnet und können einzelne Personen für gebuchte „Slots“ zum Training einlassen. Allerdings ohne Trainer vor Ort. Durch den Rehasport dagegen dürfen die Studios endlich wieder Menschen vor Ort empfangen und persönlich betreuen.

Wer kann das Angebot „Rehasport im Fitnessstudio“ nutzen?

Nutzen kann das Angebot ein recht breites Spektrum an Personengruppen. Denn es gibt einige Erkrankungen, die eine Teilnahme am Rehasport rechtfertigen. Dazu gehören unter anderem Wirbelsäulen- und Haltungsschäden, Gelenkschäden oder Osteoporose, aber auch Herz-/ Kreislauferkrankungen, Atemwegsbeschwerden, Asthma, Allergien oder Diabetes. Man kann schlicht sagen, Rehasport soll als Gesundheitskurs für alle fungieren, die unter körperlichen Beschwerden leiden.

Und der Rehasport soll nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch Kraft und Ausdauer, Koordination und Flexibilität verbessern. Das Studio53 zum Beispiel sieht Rehasport auch als „Hilfe zur Selbsthilfe“. Die Verantwortlichkeit für die eigene Gesundheit soll gestärkt werden - ob für Muskelaufbau, Gewichtsabnahme oder Schmerzreduktion.

Wie kann ich selbst Rehasport bekommen?

Wer das Gefühl hat, dringend Rehasport zu benötigen, um sich gesundheitlich besser zu fühlen, der sollte zunächst zu seinem Hausarzt gehen. Der kann dann einschätzen, ob man tatsächlich Rehasport braucht und diesen dann ganz einfach verordnen. Die ausgestellte „Rehasport-Verordnung“ muss schließlich bloß noch von der Krankenkasse genehmigt werden. Dazu muss man das Schreiben vom Arzt entweder persönlich bei der Kasse vorlegen oder per Post an die zuständige Abteilung schicken.

Sobald die Genehmigung durch ist, braucht man nur noch ein Fitnessstudio, das Rehasport anbietet und schon kann das Training endlich wieder losgehen - natürlich immer unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregelungen. Denn der Rehasport findet meist mit Trainern in kleinen Gruppen von bis zu 15 Personen statt. Und das Beste: Rehasport ist nicht nur in Zeiten des Lockdowns erlaubt, sondern die Krankenkasse übernimmt auch die Kosten.

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