Belästigung nicht ernst genommen?

Polizei reagiert: Krasser Post läuft aus dem Ruder

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Symbolbild.
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Haben die Beamten eine Belästigung nicht ernst genommen? Im Netz wird heftig diskutiert.

Eine junge Frau fühlt sich zuerst bedroht und dann gänzlich hilflos - denn die Polizei soll ihr angeblich nicht in angemessener Weise zur Seite gestanden haben. Als sie ihrem Ärger in der Facebook-Gruppe "Du bist aus Heilbronn, wenn..." Luft macht erhitzen sich die Gemüter. Über 300 Kommentare gibt es inzwischen - und die sind alles andere als harmlos.

Was war passiert? Laut dem Post der jungen Frau war diese unterwegs aus Richtung Böckingen. "Ich merke, mir läuft einer hinterher." Der Unbekannte soll sie dann auf Höhe des Weihnachtscircus' gefragt haben, ob sie Sex mit ihm wolle.

Doch auch nach klarer Verneinung habe der Mann sie weiterhin verfolgt. Als sie auf eine Polizeistreife traf, habe sie die Situation erklärt. Die Antwort: "Solange er mich nicht anfasst", könnten die Beamten nichts machen.

Was haltet ihr von dieser Diskussion?

Nach dieser Schilderung bilden sich in dem Sozialen Netzwerk zwei Fronten. Die einen zweifeln die Geschichte an. Die anderen beschimpfen die Arbeit der Polizei. Der "Freund und Helfer" würde nur selten helfen, bevor es zu spät sei. Eine der Forderungen: "Es wird Zeit für Selbstjustiz."

Neben sachlichen Äußerungen zum Thema läuft der Post aber aus dem Ruder. "Des hilft", schreibt ein User, postet ein Foto von Waffen dazu. Rechtsradikale Äußerungen finden sich ebenso wie schlimme Beleidigungen in der Gruppe wieder. "Kriminalstatistiken werden verschwiegen", behauptet ein anderer Nutzer.

Ein Punkt an dem die Polizei offenbar Klarheit schaffen musste. Die Geschichte der Frau sei zutreffend. Beim Aufeinandertreffen mit der Streife habe es "Missverständnisse" gegeben. Es sei weder der Verfolger noch eine Anzeigeabsicht der Frau erkennbar gewesen. Aber: "Die Frau hat sich aus unserer Sicht absolut richtig verhalten. Wir werden diesen Vorfall zum Anlass nehmen, unsere Beamten weiter zu sensibilisieren."

Auch die Helfende Hand nutzte den Post, um noch einmal auf die Safepoints in der Innenstadt aufmerksam zu machen, an die sich jeder im Notfall wenden könne. Doch auch das dürfte eines nicht ändern: Die Belästigung, die die junge Frau offenbar erfahren hat, ist grausam. Die massenhaften, teils widerlichen, unsachlichen Kommentare machen das auf keinen Fall besser.

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