Gefahr für Mensch und Tier

„Giftanschlag“ in Eppingen: Bürgermeister schockiert über Verhalten

Ein Hund schnüffelt auf dem Boden einer Wiese entlang.
+
Hundehalter sollten in Eppingen derzeit besonders vorsichtig sein.
  • Anna-Maureen Bremer
    VonAnna-Maureen Bremer
    schließen

In Eppingen ist das Leben von Mensch und Tier durch Giftköder gefährdet worden. Oberbürgermeister Klaus Holaschke wendet sich an die Bürger.

Eppingens Oberbürgermeister äußert sich schockiert über den jüngsten Ereignissen in der Fachwerkstadt. Auf der städtischen Internetseite wird erklärt: „Im Gewann Langenberg entlang der Wiesenstraße wurden sowohl auf städtischen Grünflachen als auch auf privaten Grundstücken präparierte Giftköder vorgefunden. In Bällchenform wurde hier Fleisch mit Glasscherben und vermutlich Giftsubstanzen vermischt und ausgelegt.“

Eppingen: Bürgermeister nach „Giftanschlag“ schockiert – Appell an Bürger

Bewohnern waren die Präparate aufgefallen. Sie hatten umgehend die Polizei verständigt und andere Anwohner - insbesondere Hundebesitzer - informiert. Welche Giftstoffe zum Einsatz gekommen waren, ist dem Internet-Statement nach noch nicht geklärt. Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, werden gebeten, sich umgehend zu melden beim Polizeirevier Eppingen unter Telefonnummer 07262/60950.

Immer wieder versetzen Tierhasser Halter in Aufregung. Bereits 2016 hatte eine Frau eine mit Nägeln präparierte Frikadelle in ihrem Garten gefunden. In Eppingen-Mühlbach wird im Juni 2020 eine Katze in verwahrlostem Zustand entdeckt. Erst die nähere Untersuchung durch einen Tierarzt fördert das ganze Maß der Tierquälerei zutage

Eppingen, die stolze Fachwerkstadt, kämpft mit der Auslegung von Giftködern.

In Eppingen werden Kinder und Tiere durch Köder gefährdet – Bürgermeister mit klaren Worten

„Egal ob in diesem Gebiet, einem anderen Teil der Kernstadt oder in den Eppinger Ortsteilen: hier leben nicht nur (Haus-)Tiere, sondern auch kleine Kinder, die solche Köder unwissend in spielerischer Manier aufnehmen könnten und so ihr Leben riskieren würden“, schreibt Holaschke weiter. Er redet seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ins Gewissen und stellt klar: „Das bewusste Auslegen von schädlichen Giftködern ist kein Kavaliersdelikt und kann das Leben von Menschen und Tieren gleichermaßen gefährden.“

Er bittet ferner darum, Ausschau zu halten und aufmerksam ob solcher Funde im eignen Garten oder in Grünstreifen zu bleiben. Auch in Heilbronn hatte es kürzlich seltsame Fälle von Köder-Auslegungen gegeben. Hier hinterließ ein Unbekannter über Wochen skurrile Nachrichten und Leckerlis an Schnüren entlang einer beliebten Gassi-Strecke.

Giftköder sind auch in Köln keine Einzelfälle. Schnell können sie zur tödlichen Gefahr für Hunde werden. Zuletzt soll Rattengift am Aachener Weiher ausgelegt* worden sein. *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren