Einfach mal machen!

Enkeltrick-Betrug: Dieser einfache Rat der Polizei kann eure Omas und Opas schützen

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Symbolbild.
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Immer wieder richtet die Polizei einen Appell an die Angehörigen von potenziellen Betrugsopfern. Ihn umzusetzen und die Großeltern so zu schützen, ist denkbar einfach.

"Hallo Oma, rate mal, wer ich bin" - dieser einfache Satz kann fatale Folgen haben. Immer dann, wenn nicht die echten Enkel am Telefon, sondern Betrüger am Werk sind. Die Polizei warnt immer wieder vor dem sogenannten Enkeltrick. Und trotzdem fallen Senioren am laufenden Band auf die dreisten Betrüger rein. Aus Liebe zu ihren vermeintlichen Enkeln - und aus Unwissenheit. Dabei könnte ein so einfacher Rat der Polizei weiterhelfen.

"Da ich in letzter Zeit ständig von diesen Enkeltrick-Betrügern berichte, dachte ich, ich frag mal nach, ob du das kennst" - viel mehr hab ich meiner Oma erst einmal gar nicht gesagt, um den Tipp anzuwenden. Es ist ein ständiger Appell der Polizei, dass Angehörige mit den Senioren der Familie über das Thema Telefonbetrug reden. Und ihn zu befolgen, kann die Großeltern vor schwerem Schaden bewahren. Zuletzt hatte eine 77-Jährige beispielsweise 40.000 Euro verloren.

Enkeltrick-Betrug: Viele Großeltern machen den selben Denkfehler

"Das persönliche Gespräch ist sehr viel einnehmender, als ein Bericht in der Zeitung. Auch der ist sehr wichtig. Aber viele denken dann: 'Das würde mir nie passieren.'", erklärt die Heilbronner Polizeisprecherin Corinna Heppe auf meine Anfrage, ob ich bei meiner Oma nun alles richtig gemacht hätte.

Und tatsächlich: Meine Oma antwortete zunächst wie wohl viele: "Auf so etwas falle ich nicht rein." Zugegeben, meine Oma ist topfit. Sie hat ein Smartphone, schreibt regelmäßig WhatsApp und sie dreht vorsichtshalber den Reißverschluss ihrer Handtasche beim Shoppen nach innen.

Enkeltrick: Betrüger können "jeden um den Finger wickeln"

Doch die Betrüger haben ihre ganz eigene Maschen, selbst taffe Senioren zu verunsichern. Heppe: "Sie ziehen ihre Opfer in einen regelrechten Sog rein. Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht erlebt hat, aber die Betrüger sind leider so professionell, dass sie jeden um den Finger wickeln."

Zumindest, dann, wenn derjenige die Signale nicht erkennt und einen Ausweg weiß. Das ist auch meiner Oma jetzt bewusst: "Man soll niemals nie sagen, aber ich würde dann meine Enkel zurückrufen."

Einfacher Rat der Polizei: So schützt ihr eure Großeltern vor Enkeltrick-Betrügern

Genau das empfiehlt auch die Polizei. "Großeltern sollten Rücksprache mit Angehörigen halten. Und nennt jemand seinen Namen nicht und will, dass der Angerufene rät, legt derjenige am besten sofort auf", erklärt Heppe. Habe man bereits vorher über ein solches Szenario gesprochen, mache es dann im Fall des Falles hoffentlich "Klick" bei potenziellen Betrugsopfern.

Wer den einfachen Rat der Polizei befolgt, entwickelt also am besten ein Verhaltensideal, das Großeltern im Zweifelsfall anwenden können. Selbst wenn ein Enkeltrick-Betrug dann erfolgreich abgewendet werden konnte, wie zuletzt im Landkreis Heilbronn, sollte aber in jedem Fall die Polizei eingeschaltet werden. DIESEN Fehler sollten Opfer dabei jedenfalls nicht machen. Im besten Fall gilt einfach der Trick meiner Oma: "Wenn ihr Geld wollt, müsst ihr wohl persönlich kommen."

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