Elektroauto brennt aus

Nächster Elektroauto-Brand: Audi e-tron GT nur noch Schrott 

Der Audi e-Tron GT spiegelt sich im Boden.
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In München ist ein Audi e-tron GT ausgebrannt.
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Immer öfters gibt es Meldungen von brennenden Elektroautos. Jetzt hat es in München einen Audi e-tron GT erwischt.

Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für ein Elektroauto und auch Hersteller wie Audi wollen künftig keine Verbrenner mehr bauen. Doch mit den steigenden Zulassungszahlen mehren sich auch die Meldungen über brennende Stromer. In München erwischte es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch der vergangenen Woche einen Audi e-tron GT.

„Gegen 02:15 Uhr erhielt die Polizei die Mitteilung von einem Zeugen, dass in der Lilienstraße ein Audi, welcher an einer E-Ladesäule auflud, in Brand geraten war“, erklärte die Polizei auf Anfrage des Focus. Wie die „Bild“ berichtete, war der Ladevorgang des Audi e-tron GT nur wenige Minuten zuvor - um 02:11 Uhr - abgeschlossen, als die Feuerwehr eintraf, stand das Elektroauto bereits vollkommen in Flammen. Ein BMW, der vor dem brennenden Auto geparkt war, wurde ebenso beschädigt wie die Ladesäule.

Audi e-tron GT brennt aus: Lassen sich Elektroautos nicht löschen?

„Mittwochnacht um 3.40 klingelte es Sturm. Die Polizei war an der Tür und sagte mir, dass mit meinem Auto etwas passiert ist. Ich dachte erst, jemand ist dagegen gefahren. Als ich dann auf der Straße stand, sah ich den komplett abgebrannten Audi“, erklärte der Besitzer des e-tron GT der „Bild“.

Die Feuerwehr trennte den Audi e-tron GT von der Ladestation und löschte ihn zügig mit einem Schnellangriff. Anders als oftmals angenommen, können Elektroautos sehr wohl gelöscht werden. Statt Löschschau setzt die Feuerwehr auf Wasser, um die Batterien zu kühlen. Zudem ist auch die Gefahr, dass ein Stromer in Brand gerät, nicht größer als bei einem herkömmlichen Verbrennen, das haben ADAC-Crashtests ergeben.

„Wenn ein E-Auto-Akku brennt, dann ist durchaus mit enormer Brandleistung zu rechnen – die ist bei einem Akku nicht geringer als bei einem aufgerissenen Tank“, sagt Karl-Heinz-Knorr, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbands, dem ADAC. Warum der Audi e-tron GT in Brand geriet, ist jedoch noch unklar. Möglicherweise gab es einen Defekt am Auto, der Batterie oder der Ladesäule, wie Focus berichtet, ist aber auch Brandstiftung nicht auszuschließen. Der Sachschaden wird auf über 100.000 Euro geschätzt.

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