Besucher-Ansturm auf die Ehmetsklinge

Neues Badesee-Konzept für die Ehmetsklinge in Zaberfeld – was sich ändert

Badesee Plüderhausen
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Viele Menschen suchen im Sommer Abkühlung in Badeseen der Region – die Ehmetsklinge kämpft regelmäßig mit einem riesigen Besucher-Ansturm. (Symbolbild)
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    VonLisa Klein
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Die Zaberfelder Ehmetsklinge hat immer wieder mit einem Besucher-Ansturm zu kämpfen. Nun soll ein Badesee-Konzept bei der Regulierung helfen.

Die Gemeinde Zaberfeld hat ein Managementkonzept für die Ehmetsklinge erarbeitet. Der Grund: Der Badesee hatte in diesem Sommer nicht nur einmal an heißen Tagen mit einem kaum steuerbaren Besucherandrang zu kämpfen, trotz Corona. Kein Wunder: Schließlich gibt es nicht gerade eine große Auswahl an Badeseen in der Region Heilbronn – noch dazu ist in diesem Sommer der Breitenauersee gesperrt.

Um den Besucherandrang an dem Badesee in Zaberfeld in den Griff zu bekommen, hat die Zaberfelder Bürgermeisterin Diana Kunz gemeinsam mit dem Gemeinderat und der Polizei die Verordnung für die Ehmetsklinge bereits überarbeitet. Zuvor wurde ein Ampel-System entwickelt, welches anzeigt, wie voll es an der Ehmetsklinge ist und eine Sperrung des Badesees verhindern soll.

Besucher-Ansturm in Zaberfeld: Neues Badesee-Konzept für die Ehmetsklinge

Um das Managementkonzept weiter zu schärfen und um die Sicht der Bürgerinnen und Bürger einfließen zu lassen, hat Verwaltungschefin Diana Kunz eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. „Mit der ersten Sitzung bin ich sehr zufrieden, wir hatten einen konstruktiven Austausch“, sagt Bürgermeisterin Kunz.

Die Gruppe sei sich zwar einig gewesen, dass es sinnvoll und erstrebenswert ist, das Gelände abzusperren und den Zugang zu kontrollieren. Allerdings scheitere dieser Wunsch in der Realität an finanziellen Gründen und an den fehlenden personellen Ressourcen. Zudem würden sich daraus auch rechtliche Anforderungen ergeben wie eine Badeaufsicht, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinde Zaberfeld.

Neben Zaberfelder Bürgern, dem Leiter des Polizeireviers Lauffen und dem stellvertretenden Leiter des Polizeipostens Güglingen engagieren sich auch Vertreter des DLRG, eines privaten Sicherheitsdienstes, vier Gemeinderäte, Verwaltungsmitarbeiter und Bürgermeisterin Kunz in der Gruppe. „Die Besetzung zeigt, welch große Unterstützung wir in dieser Angelegenheit erfahren“, erklärt Diana Kunz.

Neues Badesee-Konzept für die Ehmetsklinge: Vieles ist nicht umsetzbar

Die Arbeitsgruppe kam zu dem Ergebnis, dass das Managementkonzept eine gute Grundlage für den Betrieb des Badesees ist, dass weitere größere Maßnahmen aktuell aber nicht möglich sind. Die beschlossenen Verbesserungen werden den Sommer über umgesetzt. Zu beobachten ist auch, wie sich ab Mitte August die Parkplatzgebühren auswirken.

Zwei Bürgerinnen sprachen nächtliche Ruhestörungen durch Jugendliche und laute Musik an. Die Polizei sicherte zu, im Rahmen des Möglichen zu kontrollieren und wenn nötig Kollegen des Polizeipräsidiums Heilbronn und der umliegenden Reviere anzufordern. Ende September trifft sich die Gruppe erneut.

Ehmetsklinge: Regelung der Anzahl an See-Besuchern über die Parkplätze

Das Managementkonzept bündelt sämtliche Regelungen für die als Badesee genutzte Hochwasserschutzanlage. Demnach darf die öffentliche Badestelle nur vom nord-westlichen Uferbereich aus betreten werden, dort liegt auch die einzige zulässige Liegewiese. Klar vorgeben ist, zu welchen Zeiten der Badesee genutzt werden darf (nur zwischen 6 und 22 Uhr) und was dort zulässig ist.

Grundsätzlich begrenzt die Gemeinde Zaberfeld die Besucherzahl über die Belegung der Parkplätze und betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, um aktuell über die Situation am See aufzuklären. Regelungen zu Verkehr und Parkierung sollen Anlieger bestmöglich schützen. Sind die Parkplätze voll, sperren Polizei und die Gemeinde die Zufahrten zum See.

Der Gemeinde Zaberfeld entstehen durch den Betrieb des Hochwasserrückhaltebeckens hohe Kosten, heißt es in dem Managementkonzept. Deshalb erhebt die Gemeinde von 8 bis 20 Uhr Parkplatzgebühren: Eine Stunde ein Euro, bis zu drei Stunden zwei Euro, Tageskarte fünf, Saisonkarte 90 Euro. Für die Wohnmobilstellplätze auf der Südseite des Sees sind Tagestickets vorgesehen, die für Wohnmobile 24 Stunden gelten.

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