Jede Menge Party-Potenzial

Digidong: Tanzmusik mit Suchtfaktor

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Das Digidong-Team (von links): Engin Cap, Metin Seker, Martin Stephan und Kajan Kumarathas (vorne).
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Die Musik ist wie ein Best-of aus Dance, Hip-Hop, Dancehall und Reggaeton.

Dieser Moment, wenn der Club rammelvoll, die Stimmung auf dem Siedepunkt ist - und dir bei der öffentlichen Premiere deines Songs klar wird: "Eskaliert das Partyvolk auf unsere Musik - oder fegen die Klänge die Tanzfläche leer?" Die ersten Worte ballern aus den Boxen: "Digidigidong" und "Shake your Body" - und die Menge rastet komplett aus vor Freude. Glück gehabt - bei einer Musik mit diesem Party-Potenzial aber auch kein Wunder.

Digidong: Tanzmusik mit Suchtfaktor

Rückblende, wenige Stunden vorher: Das Musiker- und Produzenten-Kollektiv Digidong, bestehend aus den Heilbronnern Engin Cap, Metin Seker und Kajan Kumarathas sowie Martin Stephan aus Weinstadt, dreht im Club La Boom in Leingarten das Video zum Song "Shake your Body". Die Jungs rappen und singen, hübsche Frauen bewegen sich zum Beat. Engin Cap erklärt: "Während unserer Szenen hat der DJ für den Abend aufgebaut. Er war von unserem Song sofort begeistert - und hat die Nummer gleich abends zur Prime-Time in sein Set genommen."

Das Besondere an dem Drei-Minüter "Shake your Body": Die Nummer geht sofort nach vorne und lässt niemanden stillstehen. Dabei passiert beattechnisch eine ganze Menge: Es gibt permanente Breaks und Tempowechsel - und dennoch entwickelt die Nummer einen extremen Sog. Dazu ist Caps Stimme gleich mehrere Oktaven tiefer gelegt. Cap: "Unsere Musik vereint Hip-Hop, Dancehall, Reggaeton und ein bisschen Freestyle. Da geht's beim Beatbauen schon mal komplex zu. Aber dennoch sind unsere Songs eingängig und clubtauglich."

Welche Musikrichtung sagt euch am ehesten zu?

Dass es die Gruppe Digidong überhaupt gibt, ist Zufall. Cap erklärt: "Ich hab' im vergangenen Sommer in meinem Studio in Heilbronn-Böckingen mit Beats experimentiert und Fantasieworte draufgesungen." Heraus kam der Elektro-Song "Tiki Tak". Der 45-Jährige stellt die Nummer ins Internet - und dort geht sie durch die Decke. Cap: "Auf der Seite track4.de war der Song im Bereich Dance schnell das am meisten heruntergeladene Lied und landete auf Platz eins."

Bislang haben Digidong etwa zehn Songs fertiggestellt. Cap entwirft die Grundarrangements und den Gesang, Seker und Stephan polieren die Nummern klangtechnisch auf und remixen die Lieder, Kumarathas kümmert sich ums Marketing. "So sieht bei uns die grobe Aufgabenverteilung aus, aber grundsätzlich hat jeder auf die Musik Einfluss", erklärt Seker. Einmal in der Woche treffen sich Digidong und diskutieren die neuen Nummern. Spätestens im kommenden Sommer soll das erste Album fertig sein.

Und das wird auch Stücke beinhalten, die in den Latinobereich und ins Rockige abdriften, aber immer den Tanznerv treffen. Die Bässe pumpen, die Melodien bleiben sofort hängen. Nummern also wie gemacht für ein Live-Konzert im Strandclub, oder? Kumarathas: "Natürlich wollen wir mit den Nummern auch auf die Bühne - eine eigene Digidong-Party wäre ein Traum."

Und wenn man sich das Outfit des Vierers mit Sonnenbrillen und Hüten im Blues-Brothers-Stil anschaut, wird klar: Der nächste Sommer wird nicht nur groovig, sondern auch elegant und voller rhythmisch wackelnder Körper. Statisch bleiben nur die Melodien der Songs. Denn die setzen sich beim Hörer fest und lassen ihn so schnell nicht mehr los.

Information

Mehr zu Digidong gibt es hier.

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