Einfach mal das Gehirn einschalten

Verkehrssünden! Diese 5 Regeln beherrschen bei uns die wenigsten

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Eine Regel kann sogar Leben retten - und sollte deshalb unbedingt beachtet werden.

Heilbronn, Baustellen, Chaos: Das nervt die Region schon seit längerer Zeit. Schlimmer wird die chaotische Straßensituation, wenn Autofahrer die einfachsten Regeln nicht beherrschen - und damit für NOCH mehr Probleme sorgen. Diese fünf nervigen Situationen kennt einfach jeder!

Situation Nummer 1:

Das gute, alte Reißverschlussverfahren: Scheinbar hat's immer noch nicht jeder verstanden. Wird es nicht korrekt eingehalten, ist Stau quasi vorprogrammiert. Zwar ist es entspannter, sich 300 Meter vorher einzufädeln, aber letztendlich bringt es doch keinem etwas - außer lange Staus und obendrein verärgerte Fahrer. In Heilbronn ist damit grundsätzlich auf der Neckartalstraße in Richtung Neckarsulm und auf der Karl-Wüst-Straße zu rechnen.

Situation Nummer 2:

Die zweite Situation ist mindestens genau so nervig: Da will man sich dann schon korrekt einfädeln - aber die ganzen Egoisten lassen einen einfach nicht die Spur wechseln! Dabei sind doch genau die dazu verpflichtet, für je ein Auto Platz zu machen. Seien es die Drängler oder die Egoisten - das Reißverschlussverfahren ist ein einziges Drama:

Situation Nummer 3:

Kreisverkehre sind nicht jedermanns Sache. Bei einigen Fahrern muss man sich aber tatsächlich die Frage stellen, ob diese ihren Führerschein im Lotto gewonnen haben. Woher soll der hinter euch denn wissen, an welchen der vier verschiedenen Ausfahrten ihr abfahren wollt, wenn ihr nicht blinkt?

Wie war das nochmal mit dem Kreisverkehr? Richtig: geblinkt wird bei der Ausfahrt aus dem Rund.

Sicherlich könnten viele Unfälle vermieden werden, wenn jeder Autofahrer sein Gehirn, oder notfalls eben seinen Blinker benutzen würde. Das bestätigt Rainer Köller, Pressesprecher vom Polizeipräsidium in Heilbronn: "Wenn man falsch blinkt, kommt es zu Auffahrunfällen. Und wenn die Fahrer gar nicht blinken, kann es zu Problemen und Unfällen mit Fußgängern kommen."

Hier gilt: Geblinkt wird grundsätzlich beim AUSFAHREN aus dem Kreisverkehr.

Welche Autofahrer gehen euch am meisten auf den Zeiger?

Situation Nummer 4:

Noch schnell über die grüne Ampel an der Kreuzung rasen, obwohl Stau in Sicht ist? Ein absolutes No-Go. Klar: Grün heißt fahren, aber in einem solchen Fall steht das Auto höchstens fünf Meter später sowieso. Köller: "Das bringt überhaupt nichts - wenn man in die Kreuzung reinfährt, behindert man den Verkehr von allen Seiten und der Stau verschlimmert sich." Deshalb lieber die Nerven schonen: In Heilbronn die Kreuzungen zwischen der Karl-Wüst-Straße und der Austraße, sowie zwischen der Füger- und Edisonstraße vermeiden.

Und in jedem Fall: Ein- und Ausfahrten sowie Mündungen und Kreuzungen freihalten.

Situation Nummer 5:

Das ist nicht nur nervig, sondern auch wirklich gefährlich. Nicht nur für einen selbst, auch für jemanden, der ein paar Meter weiter vielleicht um sein Leben ringen muss: nicht vorhandene Rettungsgassen. Leider haben viele das Prinzip immer noch nicht verstanden, oder halten die Regelung einfach nicht ein.

Köller erklärt: "Die Rettungsgasse muss freigehalten werden. Nicht nur wenn man weiter vorne etwas sieht, sondern grundsätzlich bei Stausituationen. Die Einsatzkräfte müssen durchkommen, unter Umständen geht es schließlich um ein Menschenleben." Außerdem stehe man sich eh nur selbst im Weg, denn wenn die Gasse blockiert wird, brauchen auch die Einsatzkräfte länger - und man selbst somit auch.

Deshalb besser so:

Im Zweifelsfall also lieber die Nerven behalten und die Regeln befolgen. Das kann schließlich Leben retten. Auch, wenn dann vielleicht trotzdem nicht alles flüssig läuft. Köller: "Es ist einfach ein Phänomen. Nicht alles, was passiert, kann darauf geschoben werden, dass die Betroffenen nicht Auto fahren können."

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