Hackerangriff

So brachte ein Heibronner die Ermittler auf die richtige Spur im Daten-Skandal

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Der Heilbronner Jan Schürlein brachte den entscheidenden Hinweis.

Die Aufregung nach der Hausdurchsuchung beim 19-jährigen Jan Schürlein war zunächst groß. Ist der Heilbronner etwa der gesuchte Hacker nach dem größten Datenskandal Deutschlands? Schnell kam die Aufklärung: Schürlein wurde vom Bundeskriminalamt als Zeuge vernommen. Mehr noch: er gab den Ermittlern sogar den entscheidenden Hinweis, um wenig später den wahren Täter zu schnappen.

Hausdurchsuchung bringt Ermittler auf die richtige Spur

So habe Schürlein dem BKA erzählt, dass der von ihnen gesuchte Hacker bereits polizeibekannt sei, sie im Oktober 2016 schon einmal bei dem Schüler aus dem hessischen Homberg zu einer Hausdurchsuchung waren. Diese Information brachte die Ermittler auf die richtige Spur zu "Orbit", wie Schürlein in einem Interview mit dem ARD-Politikmagazin "Kontraste" berichtet. Sicherheitskreise haben diese Darstellung bestätigt.

"0rbit" spähte seine Opfer auch in realer Welt aus

Über den geständigen Johannes S. erzählt Schürlein zudem, dass er "auf jeden Fall ein bisschen rechtsorientiert" sei. Er habe vor allem ein Problem mit Flüchtlingen und der Flüchtlingspolitik gehabt. Dazu habe S. seine Opfer auch in der realen Welt ausgespäht, suchte den Schilderungen Schürleins nach unter anderem die Wohnadresse von Satiriker Jan Böhmermann in Köln auf sowie einiger YouTube-Stars.

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