Jedes Szenario hat eine spannende Geschichte

Cube Escape in Heilbronn: Neuer Raum sorgt schon jetzt für Spannung

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Hinter den Rätseln und Szenarien bei Cube Escape in Heilbronn stecken die Cousins Sebastian (links) und Simon Perger.
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Mit Logik und Teamwork gilt es, Mörder zu überlisten und aus geschlossenen Zimmern zu fliehen.

Am Anfang stehen schweißnasse Hände - und die völlige Ungewissheit, was einen in den nächsten 60 Minuten erwartet. Klar ist nur: Man betritt jetzt den Ort eines schauerlichen Verbrechens. Einbrecher haben eine Familie überfallen und ein Massaker angerichtet. Leichenteile liegen in den Räumen, Hilferufe sind mit Blut an die Wand geschmiert. Die einzige Lichtquelle am Tatort: ein Kamerablitz, der die Finsternis für Sekundenbruchteile erhellt. Die Ecken sind verwinkelt. Und niemand weiß, ob der Mörder noch irgendwo lauert.

Entkommen in 60 Minuten

"Das Szenario 'Die Heimsuchung' ist unser Gruselraum", erzählt Simon Perger. Zusammen mit seinem Cousin Sebastian Perger leitet der 29-jährige Heilbronner die Firma Cube Escape. Zuerst hatten die beiden Tüftler nur zwei Rätselräume in der Heilbronner Allee, seit November gibt es in einem 240-Quadratmeter-Apartment im Heilbronner Zukunftsparkt vier weitere Abenteuer zu bestehen.

Bildershow: Die Rätsel-Räume bei Cube Escape

Jedem der Räume liegt eine Geschichte zu Grunde. Und dann haben die Teilnehmer-Gruppen 60 Minuten Zeit, durch logisches Denken oder systematisches Herumprobieren alle Rätsel zu lösen, um wieder aus dem Raum zu entkommen und - wie in "Die Heimsuchung" - den Mörder zu überlisten. Im "Reaktorunfall" müssen die Rätselnden eine Katastrophe verhindern. Aber es geht auch weniger dramatisch: Im "Raum der Wünsche" gilt es, alle magischen Gegenstände aus den Geheimräumen zu errätseln.

Licht ins Geheimnis

Sebastian Perger erklärt: "Alle unsere Rätsel basieren auf Logik und in keinem Fall auf bloßem Glück oder Zufall." Zum Beispiel gilt es, mit im Raum versteckten Kombinationen Zahlenschlösser zu öffnen oder mit Taschenlampen Schattenwürfe zu erzeugen, die buchstäblich ein ganz neues Licht ins Geheimnis bringen.

"Die Ideen für die Rätsel kommen uns ständig im Alltag", sagt Simon Perger. Wir sehen isolierte Gegenstände - und dann kommen uns Einfälle, wie wir sie miteinander in eine funktionierende Verbindung setzen können."

Überwachung 

Und wenn die Teilnehmer nicht auf die Lösung kommen? "Die Räume sind von uns komplett überwacht. Über Bildschirme geben wir dann Tipps, ohne jedoch die Lösung komplett zu verraten", berichtet der 28-jährige Sebastian Perger. Die ersten Rätsel stellen sich aber die beiden Betreiber, wenn sie ihre Ideen aussortieren und sich fragen: "Passt die Idee ins Szenario? Können die Teilnehmer die jeweiligen Aufgaben unter Stress lösen? Und wie setzt man das handwerklich um?"

Mit ihrem nächsten Projekt wollen die beiden Cousins dem Namen Cube Escapealle Ehre machen. "Im Cube-Raum müssen die Besucher an einem riesigen, modularen Würfel möglichst viele Rätsel innerhalb einer Stunde lösen. Wir wollten einfach das Prinzip, nach einer Stunde den Raum verlassen zu müssen, auf den Kopf stellen." Noch tüfteln die Cousins an dem Projekt und bauen an dem Würfel, aber im Laufe dieses Jahres soll der Raum noch an den Start gehen. Dannt ist es entscheidend, viele Rätsel gelöst, und nicht, bestimmte Aufgaben nicht gelöst zu haben. Am Ende steht aber in beiden Fällen die Gewissheit, im Team spannende Aufgaben gelöst zu haben. Trotz anfangs feuchter Hände.

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