Kontakte für Spende genutzt

Schutzbrillen-Mangel in Corona-Zeiten: Unternehmer aus Heilbronn setzt tolles Zeichen

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Coronavirus: Ärzten und Pflegepersonal mangelt es an Schutzbrillen. Ein Unternehmer aus Heilbronn nutzt seine Kontakte für große ASB-Spende.

  • Angesichts der Coronavirus-Pandemie fehlt es in Baden-Württemberg an Schutzausrüstung für Ärzte und Pfleger.
  • Ein Unternehmer aus Heilbronn setzt alles in Bewegung, um ein bisschen zu helfen.
  • 2.000 Schutzbrillen hat nun der ASB Baden-Württemberg von ihm erhalten.

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Baden-Württemberg steigt täglich. Mittlerweile haben sich mindestens 12.257 Menschen mit Covid-19 angesteckt, 163 sind an den Folgen der Erkrankung gestorben (Stand: 30. März). Ärzte und Pflegepersonal sind im Dauereinsatz für betroffene Patienten - und laufen dabei Gefahr, sich selbst mit dem Coronavirus zu infizieren.

Zwingend notwendig für Ärzte und Pflegekräfte, um einer Ansteckung vorzubeugen: Schutzkleidung, Schutzbrillen und Atemschutzmasken. Vor allem bei letzteren liegt aber das Problem. DENN: Es herrscht Schutzbrillen- und Atemschutzmasken-Mangel in ganz Deutschland.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Spenden von Schutzkleidung werden benötigt

Die Automobilkonzerne Daimler und VW haben zwar mehr als 200.000 Atemschutzmasken aus eigenen Lagern gespendet. Doch der Bedarf ist damit natürlich nicht gedeckt. In den Kliniken und Praxen mangelt es weiterhin an den lebenswichtigen Utensilien für Ärzte und Pflegekräfte. Zumal Atemschutzmasken und Schutzbrillen sowohl in Apotheken als auch in Baumärkten seit Wochen ausverkauft sind.

Der Hohenlohekreis hat jetzt 10.000 gespendete Atemschutzmasken an das Hohenloher Krankenhaus und die niedergelassenen Ärzte ausgeliefert. Auch Altenheime und ambulante Pflegedienste wurden bedacht. Doch das reicht bei weitem nicht. DESHALB: Wer Masken, Schutzkleidung oder Handschuhe spenden möchte, wird gebeten, sich beim Gesundheitsamt zu melden.

Coronavirus: Unternehmer aus Heilbronn besorgt 2.000 Schutzbrillen für den ASV

Ein Unternehmer aus Heilbronn ist jetzt diesen Beispielen gefolgt - und hat damit einen weiteren Beitrag zur gemeinschaftlichen Solidarität geleistet. Stefan Pfeil, Chef der Pfeil Pro Invest GmbH, spendete 2.000 Schutzbrillen an den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Baden-Württemberg. Damit der diese wiederum an Mitarbeiter von Pflegeheimen und im Sanitätsdienst verteilen kann.

Mit diesem Brief bedankt sich der ASB Baden-Württemberg bei Unternehmer Stefan Pfeil aus Heilbronn.

Eines ist Stefan Pfeil aus Heilbronn bei dieser ASB-Spende besonders wichtig, wie er gegenüber echo24.de erklärt: "Wir reden nicht nur, sondern versuchen anderen zu helfen." Doch die Beschaffung der Schutzbrillen stellte auch ihn vor ein großes Problem. Allerdings nicht wegen des Preises: "Unser großes Problem war, solche Schutzbrillen überhaupt auf dem Markt zu bekommen. Wir haben hierzu schließlich unsere Kontakte in der Bau- und Zulieferindustrie genutzt." Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Rubriklistenbild: © Pixabay

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