Finanzspritze für Kleinunternehmen 

Soforthilfe für Unternehmen in Corona-Krise: HWK Heilbronn-Franken reagiert auf Antragsflut

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Aktuell kommt es bei der Bearbeitung deshalb zu Verzögerungen.

  • Vor allem kleine Unternehmen in der Region Heilbronn kämpfen mit den finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie.
  • Ein Soforthilfe-Programm, das eine einmalige Zuschuss-Zahlung beinhaltet, kann jetzt bei der Handwerkskammer Heilbronn-Franken beantragt werden.
  • Aufgrund vieler Anträge aus Heilbronn und Region kommt es zu Verzögerungen bei der Bearbeitung.    

Coronavirus/Heilbronn: Fake-Anbieter für Soforthilfe rufen bei Heilbronner Unternehmen an

Update vom 27. März, 17 Uhr: Alle Kleinunternehmen und Selbstständigen können ab sofort die wegen der Coronavirus-Pandemie eingeführten Zuschuss-Zahlungen bei der Handwerkskammer (HWK) Heilbronn-Franken beantragen. Aber Achtung: Aktuell gibt es schon erste Fake-Anbieter, die bei Unternehmen anrufen und behaupten, die einzig offizielle Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe zu sein. 

In diesem Zusammenhang weist die HWK Heilbronn-Franken nochmals ausdrücklich darauf hin, dass ein Antrag auf Soforthilfe - online und unkompliziert - über die Homepage des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums heruntergeladen und per E-Mail an die Handwerkskammer geschickt werden kann. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) fürchtet fast jedes fünfte deutsche Unternehmen, dass die Corona-Krise die Insolvenz der eigenen Firma zur Folge hat.

Alle wichtigen Informationen sind auf der Homepage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken nochmals zusammengefasst. Für Fragen sind zudem zwei Info-Hotlines geschaltet, wo das Soforthilfe-Team der HWK bei Fragen gerne weiterhilft. Telefonnummer: 07131/791177 oder 07131/791178

Coronavirus/Heilbronn: Soforthilfe ab sofort bei der Handwerkskammer beantragbar

Erstmeldung vom 27. März: Für viele Unternehmen aus der Region ist das Coronavirus ein Desaster. Vor allem Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige leiden unter der Kontaktsperre in Baden-Württemberg, die von heute auf morgen für leere Auftragsbücher und wegbrechende Einnahmen sorgt. Und vor allem die Dienstleistungsbetriebe wie Friseursalons, Fitnessstudios oder Tanzschulen, die fast ausschließlich von den Einnahmen der Kunden leben, stehen oft kurz vor der Insolvenz. echo24.de hatte bereits über die Soforthilfen für Kleinunternehmen berichtet, die unter der Coronavirus-Pandemie mit finanziellen Einbußen zu kämpfen haben. Schon damals war klar: Ohne finanzielle Hilfe aus der Politik werden viele Betriebe nicht überleben können.

Um das zu verhindern, hat die Bundesregierung ein Soforthilfe-Paket für Selbstständige und Kleinunternehmen ins Leben gerufen. Eine einmalige Finanzspritze, die - abhängig von der Anzahl der Mitarbeiter - Hilfszahlungen in Höhe von 9.000 bis 30.000 Euro pro Unternehmen vorsieht. Mittlerweile ist das Soforthilfe-Projekt der Landesregierung angelaufen und beschert den Handwerkskammern im Land jede Menge Verwaltungsarbeit. Grund: Die Soforthilfe muss von jedem einzelnen Unternehmen bei der zuständigen Handwerkskammer (HWK) individuell beantragt werden. Auch die HWK Heilbronn-Franken ist bereits mit Hunderten von Anträgen aus der Region Heilbronn geflutet worden.

Coronavirus/Heilbronn: Mehr als 1.000 Anträge auf Soforthilfe aus der Region eingegangen

Ralf Schnörr, Hauptgeschäftsführer der HWK Heilbronn-Franken, erklärt: "Es geht schwer rund bei uns." Besonders viele Anträge kommen laut Schnörr von den Handwerksbetrieben. Aktuell ist von 1.100 Anträgen die Rede (Stand: 27. März). Und die Zahl dürfte in den kommenden Wochen noch rasant steigen. Schnörr: "Das wird eine logistische Herausforderung." Aktuell sei ein Team aus 20 Mitarbeitern im Einsatz, das die Anträge nacheinander abarbeitet. Zwar sei die Antragstellung, laut baden-württembergischem Wirtschaftsministerium, unbürokratisch, trotzdem kommt es aufgrund der vielen Anträge aktuell zu Wartezeiten.

Um dennoch ein schnelles und unkompliziertes Verfahren zu ermöglichen, sind bei der HWK Heilbronn-Franken zwei Info-Hotlines geschaltet, an die sich Unternehmen aus der Region bei Fragen wenden können. Unter den Telefonnummern  07131/791177 und 07131/791178 ist das Soforthilfe-Team der Handwerkskammer von Montag bis Freitag, in der Zeit von 8 bis 18.30 Uhr, erreichbar. Auch samstags besteht die Möglichkeit, die Heilbronner HWK telefonisch zu kontaktieren. Aber Achtung: Samstags ist die Info-Hotline nur von 8 bis 15 Uhr besetzt. Auch auf der Homepage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken finden Antragsteller viele nützliche Informationen und wichtige Hinweise zur Soforthilfe in Baden-Württemberg. Das erklärt eine Sprecherin auf echo24.de-Anfrage.

Insbesondere die kleinen Betriebe in Heilbronn und Region kämpfen mit den finanziellen Folgen der Corona-Krise.

Coronavirus/Heilbronn: Soforthilfe-Antrag bei der Handwerkskammer - und so geht es weiter

Nachdem der Antrag bei der HWK eingegangen ist, wird er auf die Mitarbeiter verteilt und geprüft. Anschließend wird er per Mailan die Landesbank weitergeleitet, die die Soforthilfe anschließend ausbezahlt. "Das geht hoffentlich schnell", erklärt Schnörr gegenüber demSWR zum Thema Soforthilfe für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige. Schnell - ein Wort das sich vor allem viele kleine Betriebe in Heilbronn zu Herzen nehmen werden. Denn aktuell ist ein Ende der Coronavirus-Pandemie in Baden-Württemberg noch nicht absehbar. Ein echo24.de-Übersichtsartikel zum Coronavirus informiert aber täglich über die neusten Entwicklungen im Land.

Rubriklistenbild: © Handwerkskammer Heilbronn-Franken

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