Vorgaben werden eingehalten

Heilbronns OB Mergel und Polizeipräsident ziehen erste Corona-Bilanz

  • Marc Thorwartl
    vonMarc Thorwartl
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Oberbürgermeister Harry Mergel und Polizeipräsident Hans Becker loben die reibungslose Zusammenarbeit von Ordnungsamt und Polizei.

  • Polizei und Ordnungsamt überwachen gemeinsam die Corona-Auflagen.
  • Heilbronner Bevölkerung hält sich an die Coronavirus-Vorgaben.
  • Bei Verstößen wird zuerst das Gespräch gesucht.

    Am Montag sind sie in Kraft getreten: die neue Coronavirus-Verordnung für die Menschen in Baden-Württemberg. In Heilbronn werden ihre Durchführungen gemeinsam vom Ordnungsamt der Stadt und dem Polizeipräsidium Heilbronn überwacht. 

"Wir wollen zeigen, dass wir uns gemeinsam dieser Aufgabe stellen", erklärt Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel im Rahmen eines Pressegesprächs. "Wir sind den Kollegen des Polizeipräsidiums dankbar für ihr Engagement. Heilbronn ist ja eh die sicherste Großstadt Baden-Württembergs - und das ist vor allem ein Verdienst der Heilbronner Polizei."

Coronavirus: Heilbronner Bürger handeln verantwortungsbewusst

Oberbürgermeister Mergel zieht bereits eine erste Bilanz zu den Corona-Auflagen: "Ich kann sagen, dass wir in den ersten beiden Tagen noch keine einzige Straftat anzeigen mussten. Die Bevölkerung verhält sich sehr diszipliniert und verantwortungsbewusst. Ich hoffe, das bleibt auch die kommenden 14 Tage so, dann könnten wir möglicherweise weitergehende Restriktionen, zum Beispiel eine Ausgangssperre, auch verhindern."

Die gute Zusammenarbeit betont auch Hans Becker, Polizeipräsident des Präsidiums Heilbronn: "Wir wollen alles zum Schutz der Bevölkerung tun. Stadt und Polizei stimmen sich ab, damit wir möglichst viel Personal auf den Straßen haben. Durch das Zeigen verstärkter Präsenz sorgen wir automatisch auch für mehr Sicherheit. Das betrifft sowohl die Verbreitung des Coronavirus als auch Straftaten." 

Coronavirus: Heilbronner Polizei sucht erst das Gespräch

Dabei lobt Becker auch das Verhalten der Bürger: "Seit dem Wochenende stellen wir immer weniger Verstöße fest. Das ist sicherlich auch ein Verdienst der Öffentlichkeitsarbeit auf allen Kanälen. Die Menschen halten sich weitgehend an die verschärften Vorgaben. Wir müssen nur selten belehrende Gespräche führen."

Die Gesprächs-Strategie hat sich bewährt und ist bei den Beamten eh die erste Wahl. Becker: "Da haben wir ihnen klare Leitlinien mit auf den Weg gegeben. Wir suchen zuerst das Gespräch. Wenn die Leute einsichtig sind, dann ist der Fall auch erledigt. Falls nicht, dann wird entsprechend sanktioniert und das Vergehen zur Anzeige gebracht." Nur bei einer Sache kennt die Polizei kein Pardon: "Wenn wir auf irgendwelche Corona-Partys stoßen, wird nicht mehr gesprochen, sondern sofort sanktioniert." Das kann empfindliche Strafen nach sich ziehen. Becker: "Unsere Aufgabe ist es, Verstöße zur Anzeige zu bringen. Das Strafmaß legt die Bußgeldbehörde der Stadt, in schlimmeren Fällen die Strafverfolgungsbehörde fest." 

Heilbronn steht voll hinter den Coronavirus-Auflagen des Bundes

Da das Polizeipräsidium zusätzliches Personal - Polizeischüler und -lehrer sowie Studenten der Polizeihochschule - bekommen hat, ist sich Becker sicher: "Klar ist die Belastung der Beamten derzeit hoch, aber wir werden den Kontrollaufgaben auch über einen längeren Zeitraum nachkommen können." Oberbürgermeister Mergel steht voll hinter den Krisenplänen des Bundes: "Sie schaffen so viel Sicherheit wie möglich, geben den Bürgern aber auch weiterhin die Möglichkeit, sich in Maßen frei zu entfalten." 

Das Coronavirus-Abstrichzentrum in Heilbronn in der Lichtenbergerstraße.

Auch beim Nachschub, beispielsweise mit medizinischer Ausrüstung wie Atemschutz oder Schutzbrillen, blickt er positiv in die Zukunft: "Ich habe das Gefühl, dass das jetzt besser klappt, in Heilbronn verläuft alle sehr ordentlich. Die SLK-Kliniken oder unsere Corona-Teststelle funktionieren sehr gut." 

Rubriklistenbild: © Thorwartl

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