Hoffnung in der Coronavirus-Zeit

Licht in Corona-Krise: So zaubert eine Heilbronner Autorin Kindern ein Lächeln ins Gesicht

Coronavirus Heilbronn: Autorin Gisela Sachs im echo24.de-Interview.
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Autorin Gisela Sachs im echo24.de-Interview: Aktuelle Situation fordert neue Wege.
  • Jason Blaschke
    vonJason Blaschke
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In der Coronavirus-Zeit ist Hoffnung ein wichtiges Gut. Das weiß auch die Buchautorin Gisela Sachs aus Heilbronn. Mit ihren Geschichten und ihrem sozialen Engagement ist sie nicht nur für Kinder ein Lichtblick in dunklen Zeiten.

  • Die Coronavirus-Pandemie ist für alle eine neue Herausforderung, auch für die Heilbronner Autorin Gisela Sachs.
  • Im echo24.de-Interview erzählt die Buchautorin über ihr Leben und ihr soziales Engagement, das ihr sehr am Herzen liegt.
  • In der herausfordernten Coronavirus-Zeit macht Gisela Sachs völlig neue Erfahrung, die ihr teilweise sehr ans Herz gehen.

Coronavirus Heilbronn: Starke Hoffnungsträger in der Corona-Zeit

Die Coronavirus-Pandemie in Baden-Württemberg - sie fordert ihren Tribut. Einerseits durch erschreckende Infektionszahlen, andererseits auch in Form sozialer Brennpunkte. An dieser Stelle ist die steigende Anzahl von Straßenkindern in der Coronavirus-Zeit nur ein Beispiel

Umso wichtiger ist es deshalb, auch von den kleinen Dingen zu berichten, die etwas Licht ins Dunkel der Coronavirus-Zeit bringen. Ein Beispiel dafür ist eine Buchautorin, die schreibt, vorliest und sich auch jetzt für ihre Mitmenschen einsetzt. Ihr Name: Gisela Sachs. 

Coronavirus Heilbronn: Autorin Gisela Sachs im -Interview

Mit echo24.de-Volontär Jason Blaschke spricht Buchautorin Gisela Sachs aus Heilbronn-Sontheim über ihre sozialen Projekte und erklärt, wie sie als Autorin die Coronavirus-Zeit wahrnimmt. Denn klar ist: Solange es weder Medikamente noch Therapien gegen Corona gibt, wird die Pandemie die Menschen weiter beschäftigen.

echo24.de: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Gibt es dazu eine ganz eigene Geschichte?
Gisela Sachs: Ich habe einige Jahre in der katholischen Schule in Heilbronn gearbeitet, dort die Lese-AG gegründet und geleitet. Dafür habe ich eigene Geschichten geschrieben, immer die Kinder in die Handlung mit einbezogen. Und dort, im freien Bildungszentrum St. Kilian, ist die Geschichte "Der Pausenhofbaum erzählt" entstanden.

In den vergangenen Jahren ist die Self-Publishing*-Szene immer weiter gewachsen. Veröffentlichen auch Sie Ihre Werke ohne einen Verlag?
Ich würde nie etwas im Self-Publishing herausgeben. Stattdessen arbeite ich mit verschiedenen Verlagen zusammen. Noch in diesem Monat erscheinen geschlagene zehn Romane von mir im XOXO Verlag Bremen. Alle auf einen Streich und pünktlich zu meinem 67. Geburtstag.

Ganze zehn Romane sind ganz schön viel in einem Monat. Was sind die Inspirationsquellen für Ihre Bücher?
Eine ganz wichtige Inspirationsquelle ist für mich die Natur. Jeden Tag gehe ich spazieren. Und weil wir in Heilbronn-Sontheim wohnen, gehören das ehemalige BUGA-Gelände, der Wertwiesenpark und der Neckar zu meinen liebsten Routen.

Eine besondere Inspirationsquelle für die Buchautorin: Das ehemalige BUGA-Gelände.

Oft sind Sie auch in Heilbronner Schulen zu Besuch, um den Kindern dort vorzulesen. Jetzt in der Coronavirus-Zeit ist das leider nicht möglich. Sind Sie trotzdem mit Ihren jungen Lesern in Kontakt?
Es stimmt leider. Aktuell kann ich die Kinder nicht besuchen. Darum werde ich in diesem Jahr mein E-Book - "Der Pausenhofbaum erzählt" - an die Schüler verschenken. In diesem Buch geht es um einen besonderen Baum mit silbernen Blättern, der die vielen Kinder in sein Herz geschlossen hat, die täglich um ihn herumtoben. Der Baum beobachtet seine jungen Freunde ein ganzes Jahr lang, sieht ihren Kummer, ihre Kulturen und ihre Lebenswelten.

Ist das die Geschichte, die Sie den Kindern sonst vor Ort vorlesen?
Das ist genau das Buch. Was mich besonders fasziniert ist, dass sich die Kinder sehr gut mit meiner Geschichte identifizieren können. Das berichten mir auch immer wieder die Lehrkräfte. Ich sei eine Autorin zum Anfassen. Eine, die eindrucksvoll vorliest und der die Kinder nebenbei ganz viele Fragen stellen können. 

Sind Sie auch in der Coronavirus-Zeit mit ihren jungen Lesern in Kontakt?
Ja - und das freut mich sehr. Die Kinder und ich schreiben uns gegenseitig oft Briefe. Manchmal beschreiben sie mir, wie die Pausenhofbaum-Geschichte weitergehen könnte. In diesen Situationen geht mir das Herz auf. Denn dann weiß ich, was ich mit meiner Geschichten bewirken kann - gerade jetzt in der Coronavirus-Zeit

Wie nehmen Sie als Autorin die Coronavirus-Zeit wahr?
Meine wichtigste Erkenntnis ist: Man findet für alles eine Lösung. Dafür sind die Briefe der Kinder der beste Beweis. Bei mir selbst kann ich kaum Veränderungen feststellen. Noch immer sitze ich zum Schreiben am Tisch und vertrete mir zwischendurch die Beine - und das geht bei mir alles schon um 4.30 Uhr los.

In unserer Region sind Sie sehr stark sozial engagiert. Speziell auch in der Coronavirus-Zeit?
Ja, in Sachen soziales Engagement mache ich viel. In der Coronavirus-Zeit habe ich kürzlich eine Frau in einer Notunterkunft mit Kleidungsstücken und Pflegeartikeln ausgestattet. Auch mein altes Fahrrad habe ich hergegeben. Die Frau war mir so dankbar, dass sie mir ein Bild gemalt hat. Für mich ein sehr berührendes Erlebnis.

Soziales Engagement trotz Corona: Heilbronner Buchautorin im Einsatz 

Ein Lichtblick in der Coronavirus-Zeit - das ist Gisela Sachs ganz bestimmt. Den weder das strenge Coronavirus-bedingte Kontaktverbot noch eine Maskenpflicht halten die Autorin davon ab, auch jetzt ihren sozialen Herzensangelegenheiten nachzugehen. Corona ist ein wichtiges Thema. Doch trotzdem dürfen soziale Brennpunkte dabei nicht untergehen.

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