Kolumne "Vashionessa"

Bus und Bahn fahren - Zerreißprobe für die Nerven

+
Symbolbild.
  • schließen

Wenn die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Tortur wird.

Wenn man mit Bus und Bahn fährt, bekommt man Dinge mit, die man einfach so gar nicht wissen will. Hans-Jürgen beschwert sich über sein ungerechtes Leben. "Alles ist teurer geworden! Heutzutage kannsch dir doch gar nix mehr leischten!" Neben mir sitzt die kleine Lisa, die genüsslich in ihr Mettwurst-Brot beißt. Mhhh!!! Das ist genau der Geruch, den ich morgens um halb 8 brauche. Und an der nächsten Haltestelle steigt eine Dame ein, die ihren Hund im Kinderwagen herumschiebt. Jaa, richtig gehört! Hunde laufen heutzutage nicht mehr, sie werden geschoben! Und wenn Fiffi keinen Bock mehr auf sein Luxus-Gefährt hat, darf sich der Mischlingsrüde auch gern mal neben Frauchen auf dem Sitz platzieren. Super hygienisch.

Fahren Sie gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

Doch damit nicht genug. Wenn man öffentliche Verkehrsmittel benutzt, wird man automatisch zum Beziehungstherapeuten - gegen den eigenen Willen. "Seine Neue passt doch gar nicht zu dem! Jetzt hat er mich auf Instagram, Facebook und Snapchat gelöscht, ich verstehe gar nicht warum", sagt Chantal. Esra versucht ihre Freundin kaugummikauend zu beruhigen, indem sie sinnig fragt: "Was geht bei dem Otto eigentlich?" Die Fahrgäste wollen mich an diesem Morgen ganz sicher auf die Geduldsprobe stellen. Ich bin mir sicher: Spätestens jetzt müssten die versteckten Kameras zum Vorschein kommen. Kommt schon! Doch Fehlanzeige. Der Morgen im Bus ist wie jeder andere. Halleluja!

Mehr zum Thema:

Kolumne "Vashionessa": "Esst mehr Schokolade!"

Kolumne "Vashionessa": Warum der Herbst gar nicht so doof ist

Kolumne "Vashionessa": Thai-Massage - wie der Drahtzieher einer Massenschlägerei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare