Was ist denn da los?

Buga reagiert: "Uns liegt das Tierwohl sehr am Herzen"

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Erneut sind die Tierretter auf die Buga gerufen worden. Wieder drohen Enten auf dem Buga-See zu ertrinken. Jetzt äußert sich die Buga.

+++ Update: 26.04. 10.30 Uhr +++  Buga reagiert auf Vorwürfe der Tierrettung Unterland

In einem Facebook-Post nimmt die Buga nun Stellung zu den Vorwürfen, dass sich nicht ausreichend um die Sicherhheit der Enten gekümmert wurde. Online heißt es:"Das Wohl der Tiere liegt der BUGA sehr am Herzen, auf dem Gelände hat sie etliche Maßnahmen zu deren Schutz getroffen. Für die Entenküken wurden bereits Ausstiegshilfen ausgelegt. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung werden schnellstmöglich umgesetzt."

Ein Hausverbot für die Tierrettung gebe es nicht. Für die Zukunft wünsche sich Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas in Abstimmung mit den Tierrettern eine dauerhafte und praktikable Lösung bei Einsätzen. Der Buga-Chef wird bei Facebook zitiert:  "Wir schätzen die Arbeit der Tierrettung Unterland e.V. sehr. Wenn das Gespräch zu emotional verlaufen sein sollte, bedauere ich das."

+++ Ursprungsmeldung, 25.04.: Tierrettung Unterland erklärt wie gefährlich der künstliche See auf der Buga ist

Da herrscht richtig dicke Luft! Die Tierrettung Unterland und die Buga sind zurzeit nicht besonders gut aufeinander zu sprechen. Was ist da los? Bereits am ersten Tag der Bundesgartenschau musste die Tierrettung anrücken, da mehrere Küken einer Entenfamilie bereits im angelegten "Floßhafen" ertrunken waren. Die Tiere konnten zwar auf dem Wasser landen oder hineingleiten, da es aber keine Rampe gibt, nicht wieder herauskommen. 

Jan Franke von der Tierrettung Unterland erklärt gegenüber echo24.de: "Bereits nach dem ersten Vorfall haben wir mehrere Buga-Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass der Floßhafen eine große Gefahr für die Tiere darstellt. Besonders für Küken. Diese saugen sich ohne die Möglichkeit, Gefiederpflege an Land zu betreiben, voll und ertrinken jämmerlich." 

Enten in Gefahr: Tierrettung Unterland auf der Buga im Einsatz 

Die Buga zeigt sich scheinbar einsichtig und versichert, Bretter anzubringen, sodass die Tiere sicher das Wasser verlassen können. 

Tierrettung Unterland wird mehrfach wegen Enten zur Buga gerufen

Trotzdem wird die Tierrettung bereits am Mittwoch erneut aufs Gelände gerufen, weil aufmerksame Besucher bemängeln, dass keine Bretter oder Rampen angebracht sind, sich allerdings schon wieder Jungtiere auf dem Wasser festsitzen. 

Am Mittwochabend wendet sich ein besorgter Buga-Besucher an echo24.de: "Ich habe den Artikel über die Entenküken gelesen. Ich war heute dort und habe keine Rampe gesehen. Vor dem Sturm war eine Entenfamilie auf dem See. Danach saßen eine Ente und ein Enterich am Rand und haben ins Wasser geguckt - ich befürchte, die Entchen haben den Sturm nicht überlebt."

Jan Franke: "Uns wurde versichert, dass sofort wieder Bretter angebracht werden. Am Donnerstag dann erneut das gleiche Spiel, obwohl über Facebook mitgeteilt wurde, es ginge den Enten gut."

Tierrettung beobachtet, dass Tiere nicht aus dem Buga-See herauskommen

Der Tierrettung bietet sich beim Einsatz am Wasser ein trauriges Bild. "Wir konnten sehen, wie die Enten einmal am Rand des Sees entlang geschwommen sind und versucht haben die Mauer hoch und aus dem Wasser zu hüpfen, natürlich ohne Chance." 

Beim Einsatz werden eine Enten-Mutter und sechs Küken aus dem Wasser gerettet. Traurig: Am Mittwoch waren noch sieben Jungtiere gesichtet worden. 

Tierrettung Unterland fassungslos über Buga: "Die haben uns einfach rausgeworfen!"

Dann die böse Überraschung: Die Tierretter beenden gerade ihren Einsatz, als sie vom Buga-Chef Hanspeter Faas persönlich des Geländes verwiesen werden. Franke: "Wir wurden gefragt, warum wir hier so ein Tamtam veranstalten und was das für eine Art sei. Dabei haben wir nur unseren Job gemacht. Uns wär's lieber gewesen, wir hätten nicht anrücken brauchen. Dazu hätte die Buga eben wie versprochen vernünftige Rampen anbringen müssen." Besonder ärgert sich Franke über einen Satz: "Da wurde unter Zeugen gesagt 'Das sind doch nur Enten'. Ich dachte ich höre nicht richtig." 

Der Leiter der Tierrettung Unterland ist richtig sauer. "Wir werden uns weiter um Tiere in Not auf der Buga kümmern. Tiere sind keine Sache und wenn sie Hilfe brauchen, können wir nicht warten, bis es bei der Buga jemandem passt." 

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