Langfristige Investition in die Stadtentwicklung

Millionen-Aufwand für die BUGA Heilbronn - Fazit fällt positiv aus

Blühende Tulpen sind bei der Eröffnung der Bundesgartenschau in Heilbronn 2019 zu sehen.
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Die Bundesgartenschau hat in Heilbronn war zwar teuer - doch es hat sich gelohnt.
  • Daniel Hagmann
    vonDaniel Hagmann
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  • Julia Thielen
    Julia Thielen
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Die Bundesgartenschau hat im vergangenen Jahr in Heilbronn Millionen gekostet. Die Stadt zieht ein positives Fazit.

Update, 26. September: Zwar hat die BUGA 2019 Heilbronn eine ganze Stange Geld gekostet, der Eindruck, dass dadurch ein Millionen-Defizit entstanden sei, ist nicht korrekt. Schließlich hat die Stadt Heilbronn in die BUGA Millionen investiert - für eine langfristig positive Wirkung in Sachen Stadtentwicklung. Die dafür aufgewendeten Kosten deckt die Stadt Heilbronn komplett ab - und das war im Vorfeld des Blumen-Events etatmäßig auch so vorgesehen.

„Die Bundesgartenschau Heilbronn 2019 GmbH war für die Menschen in der Region ein unvergessliches Sommermärchen und machte Heilbronn überregional bekannt. Für die Stadtentwicklung war die BUGA ein dynamischer Motor“, erklärt Suse Bucher-Pinell von der Stadt Heilbronn. „Auf dem ehemaligen BUGA-Gelände im Neckarbogen wird schon bald weitergebaut und es entstehen dort in den nächsten Jahren Wohnraum für bis zu 3.500 Menschen sowie bis zu 1.000 Arbeitsplätze." Für die Stadt ist das ausgegebene BUGA-Geld also ganz klar eine Investition in die Zukunft der Stadt Heilbronn.

Bucher-Pinell: „Stadt und BUGA GmbH haben jetzt im Gemeinderat eine äußerst erfreuliche Bilanz vorgelegt: Die BUGA hat mit 2,3 Millionen Besuchern ihr Ziel mehr als erreicht. Und sie hat ihr etatisiertes Budget eingehalten, obwohl sie größer und umfangreicher geworden ist als ursprünglich in der Leitentscheidung 2012 definiert war. Einzelne Ausstellungsbereiche, Wasserspiele, Campuspark oder Kraneninsel wurden erst später aufgenommen. Gegenüber der Leitentscheidung entsteht kein Minus für die Stadt.“ 132 Millionen Euro habe die Stadt im Rahmen der BUGA in Daueranlagen investiert. Die Kosten der Durchführung in Höhe von 51 Millionen Euro wurden durch die Einnahme von Eintrittsgeldern, Mieten, Pachten oder Sponsoring ausgeglichen. Das Land förderte die BUGA mit 61 Millionen Euro.“

BUGA 2019: Trotz Millionen-Aufwand für Stadt Heilbronn im Etat-Rahmen 

Erstmeldung, 25. September: Der Heilbronner Gemeinderat hat dem Jahresabschluss der Bundesgartenschau 2019 zugestimmt, die Stadt sieht laut SWR „alles im Rahmen“. Zwar fällt der Jahresabschluss mit 28,5 Millionen negativ aus - die BUGA war auch finanziell ein großer Aufwand. Doch der Millionen-Aufwand der BUGA in Heilbronn befindet sich absolut im Plan. „Mit dem finanziellen Aufwand blieb die BUGA im etatisierten Rahmen“, erklärt Suse Bucher-Pinell von der Pressestelle der Stadt Heilbronn.

Bundesgartenschau 2019: Millionen-Aufwand in Heilbronn

Mit 28,5 Millionen Euro fällt die Bilanz des Geschäftsjahres 2019 der BUGA in Heilbronn negativ aus. Doch das war von vornherein auch nicht anders zu erwarten. Schließlich soll die BUGA 2019 als zukunftsorientiertes Projekt Heilbronn ja langfristig nach vorne bringen. Der finanzielle Aufwand steckt auch im neu entstehenden Stadtteil Neckarbogen. Für dessen Entwicklung gab es sogar mehrere Auszeichnungen. Auch der Tourismus der Stadt hatte profitiert.

BUGA in Heilbronn: Millionen-Aufwand, aber nachhaltige Stadtentwicklung?

Künftig soll der Neckarbogen mit einer imposanten Brücke auch noch mehr in den Fokus rücken. Außerdem wird dort eines von Deutschlands größten Schulbauprojekten realisiert.

Damit setzt Heilbronn den Trend fort, die der Spiegel den Bundesgartenschauen schon 2010 attestierte: Alles andere als ein Geldsegen, dafür aber langfristiges Aufbauprogramm und sogar Selbstbewusstseins-Anschub. Wie nachhaltig die BUGA in Heilbronn wirkt, wird sich aber wohl erst noch zeigen.

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