Was ist denn da los?

Buga reagiert auf Enten-Diskussion: "Küken können sicher aus dem Wasser heraus"

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Nachdem im Netz ein Shitstorm tobt, präsentiert die Buga eine Lösung. Die Tierrettung hat diese bereits begutachtet. 

+++ Update: 26.04., 16 Uhr +++ Buga schüttet Steine auf, um Enten zu schützen

Nachdem die Tierrettung Unterland am Donnerstagabend wiederholt zur Buga gerufen wurde, weil mehrere Entenküken in einem angelegten See festsaßen und zu ertrinken drohten, empörten sich im Netz hunderte Nutzer.

Damit die Enten und ihre Küken nun sicher wieder aus dem Wasser gelangen können, hat die Buga vier Schotter-Inseln erschaffen. Dazu wurden 2,6 Tonnen Schotter aufgeschüttet. Es gibt außerdem sechs Ausstiegshilfen. 

Jan Franke, Leiter der Tierrettung Unterland, sagt zu der neuen Lösung: "Das ist genau das, was wir uns gewünscht hatten. Es kommt zwar neun Tage und über zehn tote Küken später, aber aus Tierretter-Sicht ist diese Lösung nun optimal." 

Das erste Küken erkundet die neue Rampe bereits. 

+++ Update: 26.04., 10.30 Uhr +++ Ertrunkene Entenküken - Buga reagiert auf Vorwürfe der Tierrettung Unterland

In einem Facebook-Post nimmt die Buga nun Stellung zu den Vorwürfen, sich nicht ausreichend um die Sicherheit der Enten auf dem Gelände gekümmert zu haben. Online heißt es:"Das Wohl der Tiere liegt der BUGA sehr am Herzen, auf dem Gelände hat sie etliche Maßnahmen zu deren Schutz getroffen. Für die Entenküken wurden bereits Ausstiegshilfen ausgelegt. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung werden schnellstmöglich umgesetzt."

Ein Hausverbot für die Tierrettung gebe es nicht. Für die Zukunft wünsche sich Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas in Abstimmung mit den Tierrettern eine dauerhafte und praktikable Lösung bei Einsätzen. Der Buga-Chef wird bei Facebook zitiert:  "Wir schätzen die Arbeit der Tierrettung Unterland e.V. sehr. Wenn das Gespräch zu emotional verlaufen sein sollte, bedauere ich das."

+++ Ursprungsmeldung, 25.04.: BUGA 2019: Tierrettung Unterland hält künstlichen See für gefährlich für Enten

Da herrscht richtig dicke Luft! Die Tierrettung Unterland und die Buga sind zurzeit nicht besonders gut aufeinander zu sprechen. Was ist da los? Bereits am ersten Tag der Bundesgartenschau musste die Tierrettung anrücken, da mehrere Küken einer Entenfamilie bereits im angelegten "Floßhafen" ertrunken waren. Die Tiere konnten zwar auf dem Wasser landen oder hineingleiten, da es aber keine Rampe gibt, nicht wieder herauskommen. 

Jan Franke von der Tierrettung Unterland erklärt gegenüber echo24.de: "Bereits nach dem ersten Vorfall haben wir mehrere Buga-Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass der Floßhafen eine große Gefahr für die Tiere darstellt. Besonders für Küken. Diese saugen sich ohne die Möglichkeit, Gefiederpflege an Land zu betreiben, voll und ertrinken jämmerlich." 

Enten in Gefahr: Tierrettung Unterland auf der Buga im Einsatz 

Die Buga zeigt sich scheinbar einsichtig und versichert, Bretter anzubringen, sodass die Tiere sicher das Wasser verlassen können. 

Wegen gefährdeter Entenküken: Mehrere Tierrettungs-Einsätze auf BUGA 2019

Trotzdem wird die Tierrettung bereits am Mittwoch erneut aufs Gelände gerufen, weil aufmerksame Besucher bemängeln, dass keine Bretter oder Rampen angebracht sind, sich allerdings schon wieder Jungtiere auf dem Wasser festsitzen. 

Am Mittwochabend wendet sich ein besorgter Buga-Besucher an echo24.de: "Ich habe den Artikel über die Entenküken gelesen. Ich war heute dort und habe keine Rampe gesehen. Vor dem Sturm war eine Entenfamilie auf dem See. Danach saßen eine Ente und ein Enterich am Rand und haben ins Wasser geguckt - ich befürchte, die Entchen haben den Sturm nicht überlebt."

Jan Franke: "Uns wurde versichert, dass sofort wieder Bretter angebracht werden. Am Donnerstag dann erneut das gleiche Spiel, obwohl über Facebook mitgeteilt wurde, es ginge den Enten gut."

BUGA 2019: Entenküken schaffen es nicht aus künstlichem See

Der Tierrettung bietet sich beim Einsatz am Wasser ein trauriges Bild. "Wir konnten sehen, wie die Enten einmal am Rand des Sees entlang geschwommen sind und versucht haben die Mauer hoch und aus dem Wasser zu hüpfen, natürlich ohne Chance." 

Beim Einsatz werden eine Enten-Mutter und sechs Küken aus dem Wasser gerettet. Traurig: Am Mittwoch waren noch sieben Jungtiere gesichtet worden. 

BUGA 2019: Diskussion um ertrunkene Entenküken eskaliert: "Haben uns rausgeworfen"

Dann die böse Überraschung: Die Tierretter beenden gerade ihren Einsatz, als sie vom Buga-Chef Hanspeter Faas persönlich des Geländes verwiesen werden. Franke: "Wir wurden gefragt, warum wir hier so ein Tamtam veranstalten und was das für eine Art sei. Dabei haben wir nur unseren Job gemacht. Uns wär's lieber gewesen, wir hätten nicht anrücken brauchen. Dazu hätte die Buga eben wie versprochen vernünftige Rampen anbringen müssen." Besonder ärgert sich Franke über einen Satz: "Da wurde unter Zeugen gesagt 'Das sind doch nur Enten'. Ich dachte ich höre nicht richtig." 

Der Leiter der Tierrettung Unterland ist richtig sauer. "Wir werden uns weiter um Tiere in Not auf der Buga kümmern. Tiere sind keine Sache und wenn sie Hilfe brauchen, können wir nicht warten, bis es bei der Buga jemandem passt." 

Neue Küken-Diskussion bei der BUGA 

Erneut sind Küken ein Thema auf der BUGA Heilbronn, dieses Mal geht es um Wanderfalken. Die haben auf einem Siloturm in direkter Nachbarschaft zum BUGA-Gelände gebrütet. Vogelschützer mahnten an, dass die Tiere durch die Installation einer Lichtanlage für die BUGA auf dem Dach des Turms in der Brut gestört worden seien. Nach einer Begehung hieß es dann: Entwarnung, drei junge Wanderfalken saßen im Nest.

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