Drei Menschen durch Briefbombe verletzt

Neckarsulm: Explosion bei Lidl - so schwer wurden Mitarbeiter durch die Briefbombe verletzt

  • Julia Thielen
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In der Konzernzentrale von Lidl explodiert am Mittwoch eine Briefbombe. Nun kommen schockierende neue Informationen zu Tage.

Auch am Morgen danach stehen in der Region um Neckarsulm in Baden-Württemberg immer noch viele Menschen unter Schock. In der Stadt hat Discounter Lidl seinen Hauptsitz - und dort war am Mittwoch, 17. Februar, eine Briefbombe explodiert. Drei Personen wurden dabei zum Teil erheblich verletzt. Wie echo24.de* exklusiv erfuhr, hatte die Briefbombe eine verheerende Wirkung.

Briefbombe bei Lidl/Neckarsulm: So schwer wurden Mitarbeiter verletzt

Am Nachmittag war die Briefbombe in der Zentrale von Lidl hochgegangen. Mehr als 100 Leute hatten sich zu diesem Zeitpunkt im betroffenen Gebäude in der Rötelstraße in Neckarsulm aufgehalten. Drei von ihnen offenbar in unmittelbarer Nähe zur Explosion, sodass sie verletzt wurden. Eine Person wurde „mittelschwer verletzt“, zwei weitere erlitten glücklicherweise nur leichte Verletzungen, wie die Polizei mitteilt.

Wie echo24.de exklusiv aus Konzernkreisen erfuhr, hatte die Briefbombe besonders bei einem Mitarbeiter schlimme Auswirkungen. Er erlitt wohl Verbrennungen an der linken Körperseite und zog sich durch die Explosion offenbar auch Verletzungen am Auge zu. Glücklicherweise bestehe aber keine Gefahr, zu erblinden. Der Schock dürfte dennoch tief sitzen. Die Opfer waren umgehend nach der Detonation medizinisch betreut worden. Auch Seelsorger waren in Neckarsulm vor Ort.

Lidl in Neckarsulm: Briefbombe explodiert - schockierende neue Informationen

Bislang ist weiter unklar, woher der Brief kam, der am Mittwoch bei Lidl explodierte. Auch ein Motiv ist bisher nicht bekannt. „Unsere Ermittlungen dauern an, aber aktuell gibt es da nichts Neues“, erklärte eine Sprecherin der Polizei. Wie heidelberg24.de* berichtet, gibt es aber bereits einen dunklen Verdacht, weil es bereits die zweite Briefbombe in kurzer Zeit war*, die bei einem Konzern explodiert. In Eppelheim, rund 60 Kilometer von Lidl in Neckarsulm entfernt, war es durch eine Paketbombe am Dienstag ebenfalls zu einer Explosion gekommen. Betroffen war da Capri-Sun-Hersteller ADM Wild*.

Bei Lidl war zunächst auch die Rede von einer Paketbombe gewesen. Später teilte der Konzern mit, dass es sich um eine Briefbombe gehandelt hatte. Die Ermittler hatten gemeinsam mit dem Landeskriminalamt und Sprengstoffspürhunden das gesamte Gebäude in Neckarsulm nach der Explosion der Briefbombe durchsucht, wie auch merkur.de* berichtet. Weitere verdächtige Gegenstände waren dabei nicht gefunden worden.

Nach der Explosion der Briefbombe war an der Zentrale von Lidl in Neckarsulm ein Großaufgebot von Einsatzkräften vor Ort.

Die Zentrale von Lidl war nach der Explosion der Briefbombe zunächst evakuiert worden. Lidl hatte seine Mitarbeiter beinahe umgehend per E-Mail informiert, vorerst vorsichtshalber keine weiteren Briefe oder Pakete zu öffnen. Bis zum Wochenende dürfen alle Gebäude von Lidl und der Schwarz Gruppe, zu der der Discounter gehört, nun nicht mehr betreten werden. In wie weit die Briefbombe auch Sachschaden in der Zentrale verursacht hat, blieb bislang unklar. *echo24.de, heidelberg24.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © 7aktuell.de | Simon Adomat

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