Damit hat keiner gerechnet

Schock: Die Stadtgalerie-Bienen sind tot!

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Demnächst sollen wieder Bienen das Dach der Stadtgalerie bevölkern.
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Seit gestern brummt und summt es nicht mehr auf dem Dach des Heilbronner Einkaufszentrums.

Es ist ein Morgen wie jeder andere. Techniker Gerhard Heidinger, der sich auch privat mit der Imkerei beschäftigt und gut mit Bienen auskennt, öffnet den Bienenstock auf dem Dach des Heilbronner Einkaufszentrums. Er möchte nach seinen Zöglingen schauen.

Bilder: Das waren die Bienen auf der Stadtgalerie

Doch was er sieht, schockiert ihn: "Damit habe ich nicht gerechnet. Die Bienen sind tot! Für mich ist das selbst unerklärlich, aber ich vermute, dass sie irgendwo eine giftige Blüte gesammelt haben, und es deshalb zum gesamten Volkssterben kam", sagt Heidinger am Montagvormittag betrübt.

Um dem Bienensterben entgegenzuwirken, rief die Stadtgalerie das Bienenprojekt ins Leben. Zusammen mit einem Imkerverein wollte sie die Bienenkultur in Städten erhalten.

Bienensterben mit Folgen

Bereits jetzt sind mehr als die Hälfte aller Bienen in Deutschland vom Aussterben bedroht oder bereits aus unserem Ökosystem verschwunden. Das Bienensterben bleibt auch für die Menschen nicht ohne gravierende Folgen: Sie sind nicht nur Honigproduzenten, sondern sind auch für das Bestäuben unserer nahrungsrelevanten Pflanzen zuständig. 80 Prozent der bei uns heimischen Nutz-und Wildpflanzen sind nach Angaben von Bienenforschern auf die Arbeit der Bienen angewiesen.

Sieben Kilogramm Honig

Alina Fischer, Center-Managerin der Stadtgalerie Heilbronn, erklärt: "Die Bienenstöcke und das Insektenhotel haben die Nachhaltigkeit und die Biokultur des Heilbronner Stadtkerns verbessert. Im vergangenen Jahr hatten wir bereits sieben Kilogramm Honig ernten können."

Heidinger zeigt sich zuversichtlich:"Wir wollen uns auf jeden Fall weiter diesem Projekt widmen und versuchen jetzt, ein neues Volk zu bekommen und anzusiedeln."

Von Alexandra Stegmeier

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