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Schüsse und SEK-Einsatz in Heilbronn: Polizei nennt genauen Ablauf – und lässt Täter laufen

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Von: Melissa Sperber, Lisa Klein

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Die Heilbronner Innenstadt war am Donnerstag großräumig abgesperrt. Ein Mann soll in der Innenstadt geschossen und sich anschließen verschanzt haben. Lange war die Situation unübersichtlich.
Die Heilbronner Innenstadt war am Donnerstag großräumig abgesperrt. Ein Mann soll in der Innenstadt geschossen und sich anschließen verschanzt haben. © 7aktuell.de / CVC

Großeinsatz in Heilbronn am Donnerstagabend: Ein Mann soll in der Innenstadt geschossen und sich anschließend verschanzt haben. Lange war die Situation unübersichtlich, erst nach mehreren Stunden konnte ein Verdächtiger festgenommen werden.

Update von 12:24 Uhr: Nach einem SEK-Einsatz in Heilbronn am Donnerstagabend war die Lage lange unübersichtlich. Über mehrere Stunden wurden Straßen in der Innenstadt gesperrt, Polizei und Rettungskräfte waren in der Innenstadt unterwegs. Erst nach mehreren Stunden konnte ein Verdächtiger durch das SEK festgenommen werden, wie echo24.de berichtet.

Mittlerweile ist klar: Bereits gegen 20 Uhr wurde der Polizei Heilbronn durch einen Zeugen eine bewaffnete Person gemeldet, die sich in ein ehemaliges Hotel in der Lohtorstraße begeben haben soll. Ein 34-jähriger Mann hatte im Bereich des Experimenta-Parkhauses in der Bahnhofstraße mit einer Schreckschusswaffe mehrere Schüsse abgegeben.

Von dort machte sich der 34-Jährige auf den Weg in die Lohtorstraße, deren Umgebung durch Einsatzkräfte der Polizei über Stunden hinweg für Passanten und den Autoverkehr gesperrt wurde – „um eine Gefahr für Unbeteiligte zu verhindern“. Das Gebäude, in welches sich der Täter begeben hatte, wurde umstellt. Wie die Polizei erklärt, habe der Mann eine Waffe offen bei sich getragen, bei der es sich „um einen authentischen Nachbau einer Maschinenpistole mit der Bezeichnung PTB im Kreis handelt“.

Der Mann befand sich alleine in einer Wohnung des Gebäudes, konnte dort durch Einsatzkräfte festgenommen und anschließend zu einer Polizeidienststelle gebracht werden. Nach dem Ende des Einsatzes wurde der 34-Jährige wieder auf freien Fuß entlassen. Ihm wird ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Die Schreckschusswaffe wurde sichergestellt. Da in seiner Wohnung Betäubungsmittel aufgefunden wurden, wird er außerdem wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. Die Ermittlungen dauern an.

echo24.de erklärt außerdem, weshalb in der Berichterstattung von einer „aktiven Gefahrenlage“ gesprochen wurde.

echo24.de berichtete live aus der Heilbronner Innenstadt

Schüsse und SEK-Einsatz in Heilbronn: Das ist am Donnerstagabend passiert

+++ Update von 9:30 Uhr: Bei der Tatwaffe handelt es sich um eine Schreckschusswaffe, wie eine Polizeisprecherin gegenüber echo24.de bestätigt.

Erstmeldung am Freitag, 21. Oktober: Der Polizei wurde am Donnerstagabend eine Person gemeldet, die in der Heilbronner Innenstadt geschossen und sich anschließend in ein Gebäude zurückgezogen haben soll. Mehrere Straßen wurden gesperrt, Polizei, Sondereinsatzkräfte und der Rettungsdienst waren in der Innenstadt unterwegs. Letztendlich konnte ein Verdächtiger durch das SEK festgenommen werden, wie echo24.de berichtet.

Bereits gegen 21 Uhr kursierten in den sozialen Medien die Gerüchte, ein bewaffneter Schütze sei in Heilbronn unterwegs. Die Polizei versicherte gegen 21:35 Uhr, dass für die Bevölkerung keine Gefahrenlage besteht, bestätigte gegenüber echo24.de, dass ein Großeinsatz im Bereich der Gerberstraße läuft. Erst knapp vor Mitternacht, etwa drei Stunden nachdem die ersten bewaffneten Polizisten ausrückten, gab es endlich Gewissheit und Entwarnung.

Festnahme in Heilbronn: Mann soll mit Schreckschusswaffe geschossen haben

„Spezialeinsatzkräfte der Polizei konnten gegen 23.30 Uhr in einem Gebäude in der Lohtorstraße einen 34 Jahre alten Mann vorläufig festnehmen“, teilt die Polizei Heilbronn mit. „Dieser räumte ein, am Abend im Bereich der Experimenta mit einer Spielzeug- oder Schreckschusswaffe hantiert und auch geschossen zu haben.“ Inzwischen ist klar: Bei der Tatwaffe handelt es sich um Schreckschusswaffe, wie die Polizei gegenüber echo24.de bestätigt.

Verletzt wurde dabei niemand. Der Mann wurde am späten Donnerstagabend zu einer Polizeidienststelle gebracht. echo24.de berichtet, was bereits über den mutmaßlichen Täter bekannt ist.

Nach Schüssen und SEK-Einsatz in Heilbronn: Bevölkerung war lange verunsichert

In der Bevölkerung herrschte am Donnerstagabend große Unsicherheit. Auf Twitter und Facebook kursierten beinahe den ganzen Abend über Gerüchte eines Amoklaufs, die jedoch zu keinem Zeitpunkt bestätigt werden konnten. echo24.de war vor Ort und berichtete live. Menschen sprachen in der Innenstadt immer wieder Polizisten an und wollten wissen, was los ist.

Ein Beamter vor Ort sprach zwischenzeitlich von einer akuten Gefahrenlage. Erst mit der Festnahme und dem Abrücken der Polizei gegen Mitternacht beruhigte sich die Lage in der Heilbronner Innenstadt.

Hintergründe zu den Schüssen in Heilbronn und der Waffe weiterhin unklar

Am Freitagmorgen gibt es noch keine genaueren Informationen bezüglich der Hintergründe und dem festgenommenen Mann. Es ist davon auszugehen, dass in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Vernehmungen stattgefunden haben. Jedoch konnte auch das die Polizei bislang nicht bestätigen. Verletzte wurden nachträglich nicht gemeldet.

echo24.de berichtet auch am Freitag weiter: Was wir über den SEK-Einsatz nach den Schüssen bislang wissen – und was nicht.

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