Für den Schutz der Frau 

Wie Prostituierten in Baden-Württemberg besser geholfen werden soll

Baden-Württemberg: Heilbronn begrüßt "Runden Tisch Prostitution" 
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Prostituierten soll zukünftig in Baden-Württemberg besser geholfen werden.
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Baden-Württemberg gründet "Runder Tisch Prostitution". Die Initiative soll die Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetz begleiten und die Situation von Frauen nachhaltig verbessern. 

  • Auch nach dem Prostituiertenschutzgesetz werden Frauen Opfer von Gewalt und Ausbeutung.
  • Mit heimtückischen Versprechungen werden viele Frauen in die Prostitution gedrängt.
  • Der "Runde Tisch" zum Thema Prostitution soll die Lage der Betroffenen nachhaltig verbessern. 

Prostitution ist das älteste Gewerbe der Welt. Das Thema wird jedoch immer noch weitgehend tabuisiert und totgeschwiegen. Kein Wunder also, dass die Frauen oftmals weiterhin unter Gewalt und Ausbeutung leiden.

Baden-Württemberg: "Runder Tisch" zum Thema Prostitution soll Situation verbessern 

Bereits 2017 wurde das Prostituiertenschutzgesetz eingeführt. Mit dem Gesetz wurden erstmals die Rechte und die Pflichten für Prostituierte und Betreiber von Bordellen verankert. "Grundsätzlich habe das Gesetz Verbesserungen gebracht", sagt Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha, wie der SWR.de berichtet. Bei der Umsetzung des Gesetzes gibt es aber noch Nachholbedarf. Deswegen wurde ein "Runder Tisch Prostitution" ins Leben gerufen. Diese Gründungsversammlungen sollen die Umsetzung des Gesetzes in Baden-Württemberg intensiv begleiten. 

Baden-Württemberg: Prostituiertenschutzgesetz - es besteht Nachholbedarf 

"Unser Ziel ist es, die Situation von Menschen in der Prostitution nachhaltig zu verbessern, sie vor Ausbeutung zu schützen und ihre rechtliche und soziale Situation zu verbessern", erklärt Lucha. Die erste Sitzung zum Thema fand am Donnerstag, 5. Dezember, in Stuttgart statt. An der Sitzung nahmen neben Vertretern aus der Politik, der Verwaltung und dem Hilfesystem auch Prostituierte und Betreiber von Bordellen teil. 

In der Sitzung wurden verschiedene Probleme eingeräumt - auch seitens der Behörde. So fehle es an Räumen, Formularen und Stempeln, vor allem aber fehle Personal und Motivation, um die Situation der Frauen nachhaltig zu verbessern. Trotz der noch bestehenden Problemen wird der "Runde Tisch" von allen Seiten begrüßt. 

Heilbronn: "Runder Tisch" kommt allen zugute 

Auch die Mitternachtsmission der Diakonie Heilbronn befürwortet den "Runden Tisch Prostitution".  "Wir erreichen jedes Jahr über 200 Prostituierte mit unserer Arbeit in Heilbronn, Schwäbisch Hall und Sinsheim. Wir begrüßen die Installation des landesweiten 'Runden Tisches Prostitution' und damit den Ausbau der Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen. Das kommt auch den Menschen, die in Heilbronn arbeiten, zu Gute", sagt Kathrin Geih, Mitarbeiterin der Fachberatungsstelle für Prostituierte der Mitternachtsmission, auf Nachfrage von echo24.de. 

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