Delta-Mutation breitet sich in Baden-Württemberg aus

Baden-Württemberg im Kampf gegen Delta: So soll Mutation aufgehalten werden

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Die Delta-Mutation breitet sich in Baden-Württemberg immer weiter aus. Mit diesem Plan will die Landesregierung die Ausbreitung aufhalten.

Eigentlich könnte der Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg kaum besser laufen, denn die Infektionszahlen sind niedrig und die 7-Tage-Inzidenz sinkt immer weiter. Alles gut also wäre da nicht die gefährliche Delta-Mutation, die sich immer weiter ausbreitet. Doch das will die Landesregierung verhindern und setzt dabei weiterhin auf Impfungen.

Denn wie Studien zeigen, schützen alle bisher zugelassenen Impfstoffe auch gegen die Delta-Mutation des Coronavirus. Um die Verbreitung schnell in den Griff zubekommen, setzt Baden-Württemberg jedoch hauptsächlich auf den Impfstoff von Johnson und Johnson, von dem der Bund für Anfang Juli eine zusätzliche Lieferung von 30.000 Dosen angekündigt hat.

Kampf gegen Delta-Mutation: Baden-Württemberg setzt auf Impfstoff

„Die große Stärke des Impfstoffs von Johnson & Johnson ist, dass er bereits zwei Wochen nach der einmaligen Impfung vollen Impfschutz bietet. Die Sonderlieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson durch den Bund stellen wir deshalb ganz gezielt den Kreisen zur Verfügung, in denen die Delta-Variante bisher schon einmal nachgewiesen wurde“, erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha am Donnerstag in Stuttgart.

Damit profitieren nahe zu alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg von der Zusatzlieferung des Bundes, denn die Delta-Variante wurde bereits in 40 von 44 Meldekreise festgestellt. Verteilt werden die Dosen nach der Anzahl der Fälle, die bis zum 21. Juni an das Landesgesundheitsamt gemeldet wurden.

Baden-Württemberg verteilt Impfstoff an betroffene Kreise: Delta-Fälle entscheidend

„Der Impfstoff wird anhand eines Schlüssels auf die Kreise verteilt, der sich an der Anzahl der nachgewiesenen Fälle mit der Delta-Variante oder – sofern die Kreise einen geringeren Bedarf an Impfdosen von Johnson & Johnson gemeldet haben – an dieser Bedarfsmeldung orientiert“, heißt es in einer Pressemeldung des Gesundheitsministeriums.

Kreise mit weniger als 20 Fällen der Delta-Mutation erhalten 700 Impfdosen des Vakzins von Johnson & Johnson, hier zu zählt auch der Stadtkreis Heilbronn. Wurden mehr als 20 Fälle nachgewiesen, steigt die Zahl der Impfdosen auf 1.000, sind es mehr als 40 Fälle gibt es 1.500 zusätzliche Dosen des Impfstoffs.

„Die Kreise und Impfzentren bitten wir, den Impfstoff mit Vor-Ort-Impfterminen in Stadtteilen und Quartieren und durch ähnliche Aktionen gezielt einzusetzen. Er eignet sich besonders gut für Vor-Ort-Verimpfungen, weil die jeweilige Einrichtung oder das Quartier nur einmal angefahren werden muss“,  betonte Gesundheitsminister Lucha.

Rubriklistenbild: © National Institute of Infectious Diseases/AP/dpa

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