169 Starten gehen ins Rennen

Beim Autoslalom am Wolfszipfel sind Speed und Sound ein Muss

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Beim Autoslalom musste schnell aber behutsam gefahren werden.
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Die kleinen Flitzer müssen sich möglichst schnell durch die Hütchen manövrieren lassen.

Smart und Rennen – das sind nicht gerade zwei Begriffe, die man miteinander assoziiert. Aber: Mario Abbate aus Crailsheim-Wallhausen hat mit seinem Smart Roadster am Samstag beim Automobilslalom auf dem Verkehrsübungsgelände auf dem Heilbronner Wolfszipfel den ersten Platz in seiner Klasse belegt. "Wenn man zwei, drei technische Sachen in den Griff bekommt, dann ist der kaum zu schlagen", erklärte der Sieger anschließend grinsend. Denn der Roadster liegt wie ein Brett auf der Straße. Abbate: "Auf der Straße ist er eine Katastrophe, aber für Slalomrennen perfekt."

Besseres Wetter hätte sich der Motorsportclub Heilbronn für die beiden Renntage kaum wünschen können. Strahlender Sonnenschein, da machen fahren und zuschauen Spaß. Am Samstag ging es unter anderem um den Südwestcup, einen Lauf des Deutschen Motorsportbundes, am Sonntag wurden verschiedene regionale Prädikatsläufe ausgetragen. Zusammengenommen kamen an beiden Tagen 169 Starter, um ihr Fahrzeug möglichst schnell durch die Hütchen auf der 900 Meter langen Strecke zu winden.

Strafe ist kaum rausholbar

"Wir haben diesmal keinen Schweizer Slalom, also wenn die Hütchen direkt hintereinander stehen, eingebaut, sondern uns auf Tore und Spurgassen beschränkt", erklärte Organisator Uwe Tiedemann. Um die 150 der rot-weißen Aufsteller standen verteilt, wer einen davon umsäbelte, bekam drei Strafsekunden aufgebrummt – auf der kurzen Strecke war das kaum aufzuholen.

Immer wieder hallte der satte Sound der Motoren durch die Weinberge. "Ich mag alles, was schnell und laut ist", sagte Sascha Schwabe aus Weinsberg. Deswegen war er Samstag schon alleine da und brachte am Sonntag gleich die ganze Familie mit. "Ich bin ein bisschen autoverrückt." Seine Frau Steffi ergänzte augenzwinkernd: "Ein bissle arg."

Wohl schon der nächste Mini-Fan mit dabei

Dort, wo sonst Fahranfänger ihre Runden drehen, war am Wochenende der Parkplatz für die Rennautos. Da standen Porsche-Modelle genauso wie ein alter NSU TT. Und dazwischen alles, was das Rennfahrer-Herz höher schlagen ließ. Viele schlenderten und schauten, ließen sich mit den Fahrern auf Benzingespräche ein. Doch der Großteil wollte die Teile fahren sehen und das möglichst schnell.

Dazu gehörten auch Yannick, Luis und Papa Timo Aßfalg aus Langenbrettach-Brettach: "Da geht es auch um den Sound.". Darauf stehen auch Lean und sein Vater Marcel Frank aus Heilbronn-Biberach. Und Mama Aline musste mit. "Aber wenn ich danach ein Eis bekomme, ist alles gut." Sie nahm das Ganze mit Humor. Schließlich ist sie das gewohnt, mit sonst nur Männern im Haus. "Und der Nächste ist schon unterwegs, wieder keine Unterstützung", erklärte sie und zeigte lachend auf ihren wohlgewölbten Bauch.

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