Volkswagen-Skandal - VW und Audi

Nach Dieselgate: Nächster Skandal bei Volkswagen - auch Audi betroffen

Ein Audi parkt vor einem Volkswagen-Gebäude.
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Audi und Volkswagen haben erneut mit einem Skandal zu kämpfen. (Symbolbild)
  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Volkswagen und Audi sind erneut von einem Skandal in Nordamerika betroffen. In den USA und Kanada waren teilweise sensible Daten von Tausenden Kunden im Internet abrufbar.

Sechs Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals hat Volkswagen in Nordamerika einmal mehr mit einem schweren Skandal zu kämpfen, auch wenn der Wolfsburger Automobilkonzern in diesem Fall nicht die Schuld trägt. Stattdessen ist einem Geschäftspartner eine folgenschwere Panne unterlaufen, wegen der die Daten von mehr als 3,3 Millionen Menschen fast zwei Jahre lang ungesichert im Internet abrufbar waren.

Doch das Datenleck betrifft nicht nur Volkswagen, sondern vor allem dessen Premium-Tochter Audi, wie „TechCrunch“ berichtetet. Der US-Blog veröffentlichte zudem einen Brief an die Kunden sowie ein entsprechendes Anwaltsschreiben. In den meisten Fällen handle es sich laut Volkswagen jedoch lediglich um Kontaktinformationen.

Audi/Volkswagen: Datenleck in Nordamerika - Millionen Kunden betroffen

Wie TechCrunch berichtet, umfasse dieser Teil des Leaks etwa Namen, E-Mail-Adressen, Telefon- und teilweise Fahrzeugnummern von rund 3,1 Millionen Audi-Kunden in den USA und 163.000 in Kanada. In den USA sind zudem 3.330 Volkswagen-Kunden von dem Datenleck betroffen.

Allerdings sind nicht alle Informationen so harmlos gewesen, denn auch vertrauliche Daten von rund 90.000 Audi-Kunden aus den USA und Kanada haben demnach ungeschützt im Netz gestanden. Zumeist habe es sich dabei um die Führerscheinnummer gehandelt, doch in einigen wenigen Fälle seien auch hochsensible Angabe wie US-Sozialversicherungs- und Kontonummern betroffen.

Audi/Volkswagen: Brief an Behörden ein formaler Schritt

Zudem teilte eine internationale Anwaltskanzlei in einem Schreiben an die Generalstaatsanwaltschaften in den USA vom 10. Juni im Auftrag von Audi und Volkswagen mit, dass sich Dritte unbefugt Zugriff auf die Kundendaten verschafft hatten. Die betroffenen Daten wurden laut Volkswagen zwischen 2014 und 2019 aus Vertriebs- und Marketinggründen von einem Geschäftspartner gesammelt.

„Wir haben auch die zuständigen Behörden einschließlich Strafverfolgungs- und Aufsichtsbehörden informiert und arbeiten mit externen Cybersicherheitsexperten und dem Lieferanten zusammen, um diese Situation zu bewerten und darauf zu reagieren“, erklärte ein Volkswagen-Sprecher. Es handle sich bei dem Schreiben der Anwälte lediglich um einen formalen Schritt handle, da Unternehmen in den USA bei solchen Kundendatenlecks verpflichtet sind, diese zu melden. Bei welchem Geschäftspartner das Datenleck aufgetreten ist, teilt Volkswagen nicht mit.

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