Lokale Produktion

Fokus auf Elektromobilität: Audi will Arbeit mit wichtigem Partner ausbauen

Ein Audi e-tron fährt über eine Brücke.
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Audi lässt künftig auch in China E-Autos bauen.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Audi fokussiert sich weiterhin auf die Elektromobilität. Bei der Produktion soll jetzt ein Partner aus China helfen.

Wie bei vielen anderen Herstellern auch hat bei Audi in den vergangenen Jahren ein Umdenken stattgefunden. Lange wurde das Thema Elektromobilität bei der Volkswagen-Tochter allenfalls stiefmütterlich behandelt. Inzwischen genießt das Thema höchste Priorität und wird im Rahmen des Artemis-Projekts konsequent vorangetrieben.


Alleine in diesem Jahr bringt Audi mehrere neue Stromer auf den Markt und bietet an seinen Werken auch gleich die entsprechende Ladeinfrastruktur an. Während die neuen E-Autos in Heilbronn, Zwickau und Mexiko gebaut werden, soll ab 2024 zudem ein neues Luxus-Elektroauto in Hannover vom Band rollen.

Audi: Neues Gemeinschaftsunternehmen in China

Künftig sollen zudem auch in China vermehrt Elektroautos vom Band laufen. Dazu gründen Audi und Volkswagen gemeinsam mit dem chinesischen Partner FAW ein Gemeinschaftsunternehmen. Erstmals wird Audi dabei die Führung innehaben. Mit 60 Prozent werden Audi und Volkswagen die Mehrheit an dem Unternehmen halten. Wie das Manager Magazin berichtet, entfallen davon 55 Prozent auf Audi.

Der Sitz des neuen Unternehmens wird in Changchun sein, dort wo auch der chinesische Partner FAW sitzt. Dort sollen ab 2024 verschiedene Audi-Modelle auf Basis der Premium Plattform Electric (PPE) - die zusammen mit Porsche entwickelt wird - vom Band laufen.

Audi: Markt in China wichtig für Volkswagen-Tochter

„Mit dem neuen Audi-FAW-Unternehmen in Changchun bauen wir unsere Präsenz im chinesischen Markt weiter aus und stärken durch die Produktion vor Ort unsere Positionierung als Hersteller vollelektrischer Premiumfahrzeuge“, sagt Audi-Chef Markus Duesmann.

Wie wichtig der Markt in China für Audi ist, zeigt das vergangene Jahr. Trotz der Corona-Pandemie verkaufte Audi rund 727.000 Autos und profitierte dabei von einem starken letzten Quartal. Die Gründung des neuen Unternehmens soll noch im ersten Quartal 2021 erfolgen, „sobald die Zustimmung aller Beteiligten und der chinesischen Aufsichtsbehörden vorliegt.“

Bis Ende des Jahres soll das lokal produzierte Produktangebot auf zwölf Modelle ausgebaut werden. Im kommenden Jahr soll dann auch die Produktion des zweiten Partners in China SAIC Volkswagen hinzukommen und die Produktionskapazitäten weiter steigern.

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