Lockerungen für Audi-Mitarbeiter

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Neue Corona-Arbeitsschutzverordnung ab heute

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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  • Simon Mones
    Simon Mones
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In ganz Deutschland sinken die Inzidenzen, darauf hat auch Audi reagiert. In Neckarsulm und Ingolstadt gelten ab 1. Juli diese Corona-Regeln.

Update, 30. Juni: Das Bundeskabinett hat eine Anpassung der Corona-Arbeitsschutzverordnung beschlossen. Nachdem Audi die Maskenpflicht in den Außenbereichen an den deutschen Standorten am 24. Juni gelockert hat, passt das Unternehmen ab dem 1. Juli weitere Schutzmaßnahmen mit Augenmaß an, heißt es in einer Mitteilung an die Mitarbeiter, die echo24.de in Auszügen vorliegt.

Da sich die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus in Deutschland immer weiter ausbreitet, soll die Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales für die Dauer der pandemischen Lage bis einschließlich 10. September 2021 verlängert werden. Die Änderungen treten am 1. Juli 2021 in Kraft. Doch was heißt das im Klartext?

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Neue Corona-Arbeitsschutzverordnung - Homeoffice wird weiterhin maximal genutzt

Im Unternehmen selbst müssen die Mitarbeiter an Standorten Neckarsulm und Ingolstadt weiterhin betriebsbedingte Kontakte und die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen auf das notwendige Minimum reduzieren. Dazu kann auch weiterhin das Arbeiten im Homeoffice einen wichtigen Beitrag leisten. Audi empfiehlt allen Beschäftigten dringend, weiterhin mobil von zu Hause zu arbeiten, wenn sie dies können und ihre Anwesenheit im Betrieb nicht zwingend erforderlich ist.

Außerdem bittet der Autohersteller Audi seine Mitarbeiter auch künftig auf vermeidbare Kontakte zu verzichten. Dies trägt dazu bei, dass die derzeit niedrigen Corona-Infektionszahlen niedrig bleiben. Wer mobil von zu Hause arbeitet, reduziert das Ansteckungsrisiko, schützt sich selbst und auch diejenigen, für die es aufgrund ihrer Arbeitsaufgabe unvermeidbar ist, ins Werk zu kommen.

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Neue Corona-Arbeitsschutzverordnung - Maskenpflicht und Zehn-Quadratmeter-Regel

An der Maskenpflicht in Innenräumen ändert sich, laut der Mitteilung an die Mitarbeiter, vorerst nichts: Alle Beschäftigten sind weiterhin dazu verpflichtet, in allen Innenräumen auf dem gesamten Werkgelände einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen. Dies gilt für den Weg zum Arbeitsplatz und immer dann, wenn die Beschäftigten ihn verlassen - beispielsweise auf dem Weg zur Toilette oder zum Betriebsrestaurant. Eine etwaige MNS-Pflicht besteht auch am Arbeitsplatz, jedoch immer nur dann, wenn der Abstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann.

Obwohl die Zehn-Quadratmeter-Vorgabe mit dem Auslaufen der „Bundesnotbremse“ nicht mehr Teil der Arbeitsschutzverordnung ist, gilt sie bei Audi weiter. Befinden sich also mehrere Personen gleichzeitig in Büros sowie anderen Räumen, darf bei Audi Neckarsulm und Ingolstadt bis auf Weiteres die Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person nicht unterschritten werden. Sofern die Tätigkeiten dies natürlich zulassen.

Dies gilt auch für Besprechungsräume. Eine Ausnahme bilden feste Gruppen im Rahmen von Ausbildungsmaßnahmen im Bildungswesen, bei denen die Mitglieder nicht wechseln. Die Auszubildenden müssen dann aber den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten und einen MNS tragen.

Audi reagiert: Diese Corona-Lockerungen gelten in Neckarsulm und Ingolstadt

Erstmeldung, 24. Juni: Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt immer weiter und somit können auch immer mehr Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus gelockert werden. Auch Audi reagiert auf die niedrigen Infektionszahlen und beginnt, die Corona-Regeln für seine Standorte in Neckarsulm und Ingolstadt zu lockern.

Bereits am Donnerstag, 24. Juni, wurde daher das Audi Forum in Neckarsulm wieder für die Öffentlichkeit geöffnet, doch auch im Werk greifen nun weitreichende Lockerungen. Wie aus einer Mitteilung an die Mitarbeiter hervorgeht, die echo24.de in Auszügen vorliegt, wird beispielsweise die Tragepflicht von Mund-Nasenschutz-Masken auf Außengelände gelockert.

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Keine Maskenpflicht mehr - Lockerungen auch bei Dienstwagen

Künftig besteht auch bei Audi in Neckarsulm und Ingolstadt auf den Außengeländen keine generelle Maskenpflicht mehr. Lediglich wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten werden kann, bleibt die Maske Pflicht. Für die Innenräume bleiben die bisherigen Regeln bestehen.

Zudem erhöht Audi auch die Anzahl der Personen, die bei Dienstfahrten in einem Fahrzeug sitzen dürfen, auf zwei Insassen. Allerdings muss die Inzidenz unter 35 liegen und eine Maske getragen werden. Bislang durften „Mitarbeitende, die ein Abteilungsfahrzeug, einen Dienstwagen oder ein Flurförderfahrzeug für dienstliche Fahrten innerhalb oder außerhalb des Werkgeländes“ in Neckarsulm oder Ingolstadt nutzen, nur allein fahren, wie es in der Mitteilung heißt. Die Lockerungen gelten seit Donnerstag, 24. Juni, 6 Uhr.

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Kommen weitere Lockerungen für Mitarbeiter?

Audi stellt darüber hinaus weitere Lockerungen und mögliche Anpassungen für die Werke in Neckarsulm und Ingolstadt in Aussicht, allerdings können diese erst „erst nach der Neufassung der gesetzlichen Regelungen getroffen werden“. In diesem Fall will die bayrische Premiummarke seine Mitarbeiter sofort informieren.

„Bis dahin gelten Schutzmaßnahmen für Betriebe, wie etwa die aktuellen Regelungen zu mobiler Arbeit, soweit möglich, unverändert fort“, heißt es von Audi. Ähnlich sieht es auch beim Thema Kurzarbeit aus: Nachdem es bereits so ausgesehen hatte, als würde sich die Situation bessern, musste Audi nun erneut die Kurzarbeit für sein Werk in Neckarsulm verlängern.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat

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