Allrad fürs E-Auto

Ist das die Zukunft für E-Autos? So revolutioniert Audi den elektrischen Allradantrieb

  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Beim Allradantrieb war Audi mit dem quattro einer der Vorreiter. Das will man mit dem e-tron nun auch bei den Elektroautos sein.

  • Audi gilt als Vorreiter beim Allradantrieb.
  • Nun soll der quattro elektrifiziert werden.
  • Audi setzt dabei neue Maßstäbe.

Ingolstadt/Neckarsulm - Mit der Einführung des permanenten Allradantriebs quattro hat Audi vor rund vierzig Jahren die Antriebstechnik in der Automobilindustrie und dem Motorsport revolutioniert. Um zu demonstrieren, wie gut der Antrieb funktioniert, ließ man in der Werbung einen Audi 100 mit quattro-Antrieb eine Ski-Sprungschanze hochfahren.

Ganz nach dem Werbeslogan „Vorsprung durch Technik“ - den Audi bis heute verwendet - nimmt sich der Automobilkonzern aus Bayern jetzt auch den Allradantrieb bei Elektroautos vor und setzt dabei auf das seit 1980 gesammelte Wissen. Das Ziel: Der elektrische quattro soll Fahrspaß und Effizienz vereinen.

Audi: Aktuelle e-tron noch ohne quattro unterwegs

„Der elektrische quattro ist für uns die perfekte Kombination aus starker Performance und hoher Effizienz“, erklärt Michael Wein, Projektleiter Allradregelsysteme. „Wir verbinden die Effizienzvorteile von einer angetriebenen Achse mit der Traktion und der Dynamik eines Allradantriebs.“

Die aktuelle e-tron-Baureihe wird - bei guten Traktionsbedingungen - nur an den Hinterrädern angetrieben, während der Motor für den Antrieb der Vorderachse stromlos mitläuft. Entsprechend entsteht bei diesem Asynchron-Motor kein Schleppverlust - heißt im Klartext: Dieses Antriebslayout benötigt wenig Energie. Der Motor an der Vorderachse greift nur dann ein, wenn es nötig ist - beispielsweise bei niedrigen Reibwerten wegen Regen oder Schnee. Das berichtet echo24.de*.

Audi: So funktioniert die quattro-Revolution an der Hinterachse

Im e-tron S ermöglicht der bayrische Autohersteller Audi, der wegen der Coronakrise einen Millionenverlust hinnehmen musste, als erster Hersteller eine variable Momentenverteilung an der Hinterachse. Dazu verwendet der Hersteller, neben dem Motor an der Vorderachse, zwei weitere E-Maschinen in einem Gehäuse an der Hinterachse. Zusammen mit „einer intelligenten Steuerung und Reglung“ löst der elektrische quattro mit einem Einachsbetrieb den Konflikt aus Dynamik und Effizienz.

So funktioniert der elektrische quattro-Antrieb von Audi.

Diese beiden Motoren lassen sich separat ansteuern und ermöglichen Funktionen, wie das elektrische Torque Vectoring, wodurch sich laut Audi die Vorteil eines herkömmlichen Sportdifferenzials ins Elektro-Zeitalter überführen lassen. Das Torque Vectoring und zusätzliche Funktionen - wie eine hohe Energierückgewinnung - in einen elektrischen Antriebsstrang. Darüber hinaus kann der Fahrer das System an seine Wünsche anpassen.

Audi/Neckarsulm: Vorteile des elektrischen quattro

Ähnlich wie beim bisherigen Antrieb der Audi e-tron-Modelle, die in Zukunft auch im Audi-Wek in Neckarsulm vom Band rollen sollen, ist auch der elektrische quattro „bei nachlassender Haftung auf Fahrbahnen mit niedrigem Reibwert“ aktiviert sowie in Situationen wo der Fahrer besonders dynamisch unterwegs ist. Außerdem greift der elektrische quattro, wenn eine hohe Antriebsleistung oder die maximale Rekuperation - die Rückgewinnung der Energie beim Bremsen - benötigt wird.

Dabei hat der elektrische quattro laut Audi gleich mehrere Vorteil gegenüber einem konventionellen Allradantrieb. Durch das elektrische Torque Vectoring kann an der Hinterachse sowohl rechts wie auch links gezielt ein Antriebsmoment aufgebaut werden, wordurch der Allradantrieb noch agiler wird. Zudem wird ohne eine mechanische Verbindung zwischen den beiden Elektromotoren die Funktion der Quersperre sowie des Sportdifferenzials innerhalb des Systems alleine durch die Software übernommen. *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netwerks.

Rubriklistenbild: © Audi AG

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