Audi-Werk soll grüner werden

Audi Neckarsulm formuliert ehrgeiziges Klimaziel bis 2025: Das soll sich alles ändern

Ein Audi e-Tron im Werk in Brüssel.
+
Das Audi-Werk in Brüssel dient als Vorbild für den Standort in Neckarsulm.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
    schließen

Audi möchte künftig nur noch Elektroautos bauen. Das hat auch Folgen für das Werk in Neckarsulm, für das der Automobilhersteller einen Klima-Plan hat.

Dank der Elektromobilität sollen sich Autos künftig klimaneutral fortbewegen und somit die Umwelt schonen. Entsprechend legen immer mehr Automobilhersteller ihren Fokus auf die Antriebe der Zukunft. Auch Audi möchte zukünftig nur noch Elektroautos bauen. Doch die Sache hat einen Haken.

Bei Autos mit Verbrennern fällt ein Großteil der Emissionen während der Fahrt an. „Doch mit dem steigenden Anteil an elektrifizierten Autos verschiebt sich das zunehmend in die Herstellungsphase“, erklärt Produktionsvorstand Peter Kössler. Ein Grund dafür ist der hohe CO2-Ausstoß in der Batterie-Herstellung.

Audi Neckarsulm: Automobilhersteller will Werk bis 2025 klimaneutral machen

Aus diesem Grund sollen das Audi-Werk in Neckarsulm und die weiteren Standorte der bayrischen Premiummarke bis 2025 klimaneutral werden. Ein Ziel, das Konkurrent Daimler bereits 2022 erreichen möchte. „Indem wir unsere Produktionsstandorte CO2-neutral stellen und diesen Anspruch konsequent in die Lieferkette tragen, sorgen wir dafür, dass unsere Autos mit einem geringeren CO2-Rucksack beim Kunden ankommen“, sagt Kössler.

Zudem möchte Audi bis 2025 die C02-Emissionen des Autos während des gesamten Lebenszyklus um 30 Prozent senken. An den Standorten in Belgien und Ungarn hat Audi das Ziel der Klimaneutralität bereits erreicht. Aber auch in Neckarsulm ist man auf einem guten Weg. Durch die dort umgesetzten Maßnahmen ist das Werk in Neckarsulm bereits zu 70 bis 75 Prozent klimaneutral. Der Audi-Standort in Brüssel soll dabei als Vorbild dienen. Dort wird die Klimaneutralität durch einen Mix aus Solaranlagen, Biogas und Ausgleichszertifikaten gewährleistet.

Audi Neckarsulm: Weitere Maßnahmen für Klimaneutralität außerhalb des Werks

Doch auch außerhalb der Produktion tut Audi alles, um CO2 einzusparen. So wurden am Standort in Neckarsulm mehrere Ladesäulen für Elektrofahrzeuge aufgestellt. Bis 2022 sollen insgesamt 600 Ladepunkte zur Verfügung stehen. Auch in den anderen Werken sollen Ladesäulen errichtet werden.

Zudem sieht Audi in der Lieferkette eine weitere Möglichkeit, um CO2 zu vermeiden. Gemeinsam mit den Zulieferern wurde hier ein Einsparpotenzial von 1,2 Tonnen ausgemacht, die bis 2025 vermieden werden sollen. Dazu setzt Audi vor allem auf die Schiene, aber auch auf Lkw mit Erdgas oder Elektroantrieben. Außerdem werden 95 Prozent des für den Leichtbau verwendeten energieintensiven Aluminiums wiederverwendet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema