Gemeinsame Plattform mit Porsche

Alles auf Elektro: Audis ehrgeizige PPE-Pläne für A4 und Co.

Das Audi Logo auf dem Heck eines Audi e-Tron GT.
+
Audi will sein Elektroangebot weiter ausbauen. (Symbolbild)
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
    schließen

Audi setzt weiterhin voll auf die Elektromobilität. Eine wichtige Rolle spielt dabei die gemeinsam mit Porsche entwickelte PPE-Plattform.

An der Elektromobilität führt kein Weg vorbei, doch die Umstellung ist für viele Hersteller alles andere als einfach. Umso besser, wenn man auf Hilfe aus dem eigenen Konzern zurückgreifen kann, wie Audi es tut. Gemeinsam mit Porsche entwickelt der bayrische Premiumhersteller aktuell die Plattform Premium Electric (PPE).

Diese soll künftig bei allen Audi-Modellen vom B- bis zum D-Segment zum Einsatz kommen, darunter fallen Modelle vom A4 bis hin zum A8 oder auch Q7/Q8. Denn die PPE hat laut Welt einen großen Vorteil, sie kann für Flach- als auch Hochboden-Konzepte genutzt werden und ist damit sowohl für Limousinen als auch SUV oder Crossover-Autos kompatibel.

Audi-Plan für Elektromobilität: PPE für Mittel- und Oberklasse - MEB für kompakte Elektroaustos

Doch auch schon bei den bestehenden Elektroautos wie dem e-tron hat sich Audi im Konzern bedient und unter anderem eine Adaption des Modularen Längsbaukastens (MLB) verwendet. Immerhin hat es schon Tradition, dass die Marke auf die Baukästen der Konzernmutter Volkswagen zurückgreifen kann. Bei Audi e-tron GT kam indes die Plattform J1 von Porsche zum Einsatz.

Auch in Zukunft wird Audi weiterhin zweigleisig fahren: Während die Elektroautos der Mittel- und Oberklasse auf die PPE-Architektur setzen, kommt in der Kompaktklasse der Modulare Elektrobaukasten (MEB) von Volkswagen zum Einsatz - auf dem die komplette ID-Familie aufbaut.

Audi: A6 kommt als Elektroauto - auf PPE-Basis

Das erste Audi-Modell, das auf der PPE aufbaut, ist der Q6 e-tron, der 2023 auf den Markt kommt und noch im kommenden Jahr vorgestellt werden soll. Wie die Welt berichtet, dürfte noch im selben Jahr auch eine Sportback-Version des Elektro-SUV erscheinen, ähnlich hat es Audi zumindest beim e-tron und dem Q4 e-tron gehandhabt.

Schon 2023 soll die Elektroauto-Studie A6 e-tron concept als Serienfahrzeug auf den Markt kommen.

Auch der A6 e-tron - den Audi auf der Auto Shanghai als Studie vorgestellt hat - soll bereits 2023 seinen Weg zu den Händlern finden. Dank einer Batteriekapazität von rund 100 kWh soll eine Reichweite von gut 700 Kilometern möglich sein. Wer lieber etwas mehr Platz möchte, der muss sich bis 2024 gedulden, dann folgt die Avant-Version des A6 e-tron.

Audi: Trotz Fokus auf Elektromobilität - A4 als Verbrenner und Elektroauto

Beim kommenden A4 dürfte Audi demnach wohl ähnlich vorgehenden. Wie die Welt berichtet, soll der A4 aber erst mal weiterhin als Verbrenner erhältlich ein und wird dafür auf der MLB Evo II weiterentwickelt. Unklar ist derweil noch, ob es auch den A5 Sportback als Elektroauto geben wird, entsprechende Pläne dürfte es aber geben.

Anders sieht es beim A8 aus, dessen Tage wohl gezählt sind. An die Stelle der Oberklassen-Limousine soll das neue Elektroauto treten, das Audi derzeit im Projekt Artemis entwickelt. Erste Skizzen des A8-Nachfolgers zeigen bereits, dass Audi völlig neue Wege gehen wird. Doch ob das Elektroauto mit dem Projektnamen Landjet wie geplant Ende 2024 auf den Markt kommt, ist noch unklar. Für den Q8 sieht die Zukunft ebenfalls nicht rosig aus, denn es scheint eher unwahrscheinlich, dass Audi ein elektrisches Pendant auf den Markt bringt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema