Corona-Pandemie nur indirekt schuld

Wieder Lieferengpässe bei Audi! Mitarbeitern droht Kurzarbeit

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Weil wichtige Chips fehlten, meldet Audi für die Standorte in Neckarsulm und Ingolstadt immer wieder Kurzarbeit an. Wird die Kurzarbeit verlängert?

Update, 23. Juli: Seit Monaten hat Audi an seinen Standorten in Neckarsulm und Ingolstadt mit den Folgen der Halbleiterkrise zu kämpfen. Ein Ende der kritischen Liefersituation ist nach wie vor nicht absehbar, weswegen es jederzeit wieder zu Lieferengpässen kommen kann. „Daher haben Unternehmen und Betriebsrat erneut vereinbart, für die Produktion und die tangierten Bereiche in Ingolstadt und Neckarsulm vorsorglich Kurzarbeit anzumelden“, teilte Audi am Donnerstag in einem Schreiben an die Mitarbeiter mit.

Audi betonte zudem, dass es sich um eine vorsorgliche Maßnahme handele und die Kurzarbeit nicht automatisch „in allen Bereichen tatsächlich eintreten“ werde. Am Stammsitz in Ingolstadt passt die Volkswagen-Tochter zudem ab Montag einmal mehr die Fahrweise in der Fertigung an.

Audi passt Fahrweise in Ingolstadt an - Neckarsulm nicht betroffen

„Auf der Montagelinie 1 (A4/A5) ruht die Produktion am 26. und 27. Juli in der Spätschicht sowie vom 28. bis einschließlich 30. Juli in der Früh- und Spätschicht“, schreibt Audi. Die Produktion der Modelle A3, A4 und A5 auf der Montagelinie 2 ruht am 26. und 27. Juli in der Dauernachtschicht sowie vom 28. bis einschließlich 30. Juli in der Früh- und Dauernachtschicht.

Auf der Montagelinie 3 (A3/Q2) findet die Produktion in der kommenden Woche vom 26. bis 30. Juli regulär in allen Schichten statt. Auch im Audi-Werk in Neckarsulm soll die Produktion regulär stattfinden. Audi stellt aber klar: „Aufgrund der angespannten Liefersituation sind weitere Produktionsunterbrechungen auch in Neckarsulm nicht auszuschließen.“ Auf die Absatzzahlen von Audi hat sich die Halbleiterkrise trotz der Produktionsunterbrechungen bislang noch nicht ausgewirkt.

Audi Neckarsulm verlängert Kurzarbeit – welche Modelle betroffen sind

Update, 16. Juli: Erneut stehen die Fließbänder bei Audi in Neckarsulm still. Denn: Es fehlen weiterhin für die Produktion wichtige Halbleiter. Aufgrund dessen sah sich Audi AG gezwungen, zum wiederholten Mal in Neckarsulm Kurzarbeit anzumelden. Das geht aus einer Mitteilung für Mitarbeiter hervor, berichtet der SWR. Welche Modelle sind von Kurzarbeit genau betroffen?

Konkret geht es um die Produktion von  A4- und A5. So werden die Modelle in Neckarsulm nur noch von Montag bis Mittwoch produziert. Bei den Modellen A6 und A7 wird zeitweise nur in einer Schicht gearbeitet. Beim A8-Modell wird Montag und Dienstag gar nicht produziert, am Mittwoch eingeschränkt. Die betroffenen Mitarbeiter seien informiert, teilt SWR weiter mit.

Audi verlängert Kurzarbeit in Neckarsulm - auch Daimler von Halbleiter-Mangel betroffen

Dass es wegen Halbleiter-Mangel zu Kurzarbeit kommen kann, teilte Audi bereits im Juni mit. echo24.de hat bereits darüber berichtet. Deshalb hatten Unternehmen und Betriebsrat vereinbart, vorsorglich Kurzarbeit anzumelden. Doch nicht nur Audi hat mit Produktionsstopp und Halbleiter-Mangel zu kämpfen.

Auch bei Daimler ist der Wurm drin. Ständig fehlen andere Halbeiter-Teile, die die Produktion in den Werken des Autobauers zum Stocken bringen. In Sindelfingen steht die Produktion sogar still.

Audi Neckarsulm: Kurzarbeit wieder verlängert

Update, 24. Juni: Audi kann auch weiterhin keinen Haken hinter das Thema Kurzarbeit machen, stattdessen meldet der bayrische Premiumhersteller vorsorglich auch im Juli Kurzarbeit für seine Werke in Neckarsulm und Ingolstadt an. Die Maßnahme betrifft die Produktion und die produktionsnahen Bereiche.

Wie die Heilbronner Stimme berichtet, bleibt die Teileversorgung auf weiterhin kritisch, weswegen es zu Engpässen kommen kann. Deshalb sei bereits klar, dass es bei den Modellen A6 und A7 zu einer Produktionsunterbrechung kommen wird und Schichten im Neckarsulmer Audi-Werk ausfallen. Am 1., 2. und 5. Juli findet demnach keine Produktion statt. Das gilt auch für bereits geplante Sonderschichten am 3. Juli.

Auch in Ingolstadt steht die Produktion der Montagelinie 3 vom 28. Juni bis zum 2. Juli weitestgehend still. In diesem Zeitraum werden der Audi A3 und Q2 nur in der Frühschicht gefertigt. Eine Audi-Sprecherin stellte laut SWR aber auch klar, dass es nicht in allen Bereichen tatsächlich Kurzarbeit notwendig werde.

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Kurzarbeit auch im Juni - Besserung in Sicht?

Update, 18. Juni: Seit mehreren Monaten gilt bei Audi in der Produktion Kurzarbeit, im Mai wurde diese bis zum 11. Juni verlängert. Doch die wichtigen Halbleiter sind noch immer Mangelware und zwingen inzwischen auch Daimler dazu, in immer mehr Werken die Produktion zu drosseln.

Auch bei Audi ist keine Besserung in Sicht, deswegen wurde nun erneut auf die Situation reagiert. In Ingolstadt entfällt die Produktion auf der Montagelinie 3 (Audi A3/Q2) vom 21. bis 25. Juni. Zudem werden im Stammwerk am 19., 26. und 27. Juni die Zusatzmaßnahmen auf allen drei Montagelinien gestrichen. „In den Gewerken, zum Beispiel im Karosseriebau oder der Lackiererei, kann die Fahrweise abweichen“, erklärt Audi zudem.

Audi: Zusatzmaßnahmen entfallen - Mitarbeiter in kundennahen Bereichen weiter in Kurzarbeit

Im Audi-Werk in Neckarsulm fallen die Maßnahmen nicht ganz so drastisch aus wie in Ingolstadt, hier entfällt lediglich am 26. Juni die Zusatzmaßnahme in der Produktion der B-Reihe (Audi A4/A5). Allerdings betont Audi auch: „Zusätzliche Anpassungen der Produktionsfahrweisen im Monat Juni sind derzeit noch nicht absehbar.“

Neben den Maßnahmen wegen des anhaltenden Halbleitermangels gilt aufgrund der Corona-Pandemie auch für Mitarbeiter in kundennahen Bereichen an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm im Juni weiterhin Kurzarbeit. „Wie und wann Einschränkungen gelockert werden, ist unter anderem abhängig von den Öffnungsschritten, die die Behörden vornehmen und auch davon, wie die Impfkampagne sich entwickelt“, schreibt Audi in einer Mitteilung an seine Mitarbeiter.

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Kurzarbeit bis zu diesem Datum verlängert

Update, 30. Mai: Es war bereits angekündigt worden: Audi schickt seine Mitarbeiter an den Standorten Neckarsulm und Ingolstadt auch im Juni in Kurzarbeit. Grund ist nach wie vor der gravierende Halbleiter-Mangel, der die gesamte Autoindustrie trifft.

Für den Standort in Neckarsulm bedeutet das einen Produktionsstopp der A4 Limousine und des A5 Cabriolet bis einschließlich 11. Juni. Mit der Fertigung geht auch die Kurzarbeit einher, die teilweise bis zum 11. Juni verlängert werden soll.

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Kurzarbeit bis zu diesem Datum verlängert

Noch schlimmer trifft es die Produktionen in Ingolstadt. Hier ruht die Produktion der Fertigungslinien 1 und 2 ebenfalls bis einschließlich 11. Juni. Betroffen sind der A3, der A4 und der A5.

Wie die Heilbronner Stimme berichtet, sei „die Lage weiter angespannt“. Es bleibt also abzuwarten, ob eine neuerliche Verlängerung der Kurzarbeit nötig wird.

Audi: Verlängerung der Kurzarbeit überrascht

Update, 25. Mai: Erst vor wenigen Tagen hatte Audi angekündigt, dass die Kurzarbeit an den Standorten Neckarsulm und Ingolstadt verlängert wurde. Ob es auch im Juni Kurzarbeit geben werde, ließ die Premium-Marke zunächst offen. Inzwischen ist aber klar, dass es so kommen wird.

„Die Corona-Pandemie sorgt weiterhin für Einschränkungen, die dazu führen, dass Beschäftigte in kundennahen Bereichen an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm auch im Juni in Kurzarbeit bleiben“, heißt es in einer Mitteilung von Audi. Wie es mit den Einschränkungen weitergeht, hängt laut Audi auch von den weiteren Öffnungsschritten der Behörden sowie dem Fortschritt der Impfkampagne ab.

Audi: Kurzarbeit am Standort Ingolstadt verlängert - wegen Halbleiter-Mangel

Doch nicht nur die Mitarbeiter in den kundennahen Bereichen müssen länger in Kurzarbeit als bislang gedacht, auch in der Produktion an den Standorten in Neckarsulm und Ingolstadt bessert Audi noch einmal nach. Hier sorgt der Halbleitermangel weiterhin für kurzfristige Arbeitsausfälle.

In Ingolstadt sollte die Fertigungslinie 1, auf der die Modelle A4 und A5 gefertigt werden, ursprünglich ab der Spätschicht vom 20. bis einschließlich 31. Mai still stehen. Wie Audi nun mitteilte, ruht die Produktion bis zum 7. Juni. Auch die Fertigungslinie 2(A3/A4/A5) wird länger still gelegt als zunächst geplant, und zwar bis einschließlich 2. Juni.

Audi: Auch Neckarsulm von Kurzarbeit betroffen

Auch die Produktionsunterbrechungen am Standort in Neckarsulm dauern länger an, als zunächst angekündigt. „Aufgrund fehlender Halbleiter-Teile findet bei den Modellen A4 Limousine und A5 Cabriolet vom 25. Mai bis einschließlich 2. Juni keine Produktion statt. Aus demselben Grund wird beim Audi A8 vom 27. bis 31. Mai nicht produziert“, schreibt Audi an seine Mitarbeiter.

Lediglich in den Böllinger Höfen, wo der R8 und e-tron GT vom Band rollen, enden die Produktionsunterbrechungen planmäßig am 29. Mai. „Die von den Arbeitsausfällen betroffenen Mitarbeitenden gehen für diesen Zeitraum in Kurzarbeit“, betont Audi in der Mitteilung.

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit - auch im Juni? 

Update, 21. Mai: Die Lage beim Autohersteller Audi in der Corona-Pandemie bleibt weiterhin angespannt. Aufgrund dessen bleiben die kundennahen Bereiche an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm auch im Mai in Kurzarbeit. Daneben ist insbesondere im Halbleiter-Bereich die Teileversorgung nach wie vor kritisch. Audi hatte deshalb bereits im April beschlossen, für die Produktion und die betroffenen Bereiche vorsorglich Kurzarbeit für den Monat Mai anzumelden. 

Audi: Kurzarbeit am Standort Ingolstadt - wegen Halbleiter-Mangel

Audi unterbricht die Produktion am Standort Ingolstadt versorgungsbedingt ab Ende dieser Woche. Die Fertigungslinie 1, auf der die Modelle A4 und A5 gefertigt werden, bleibt ab der Spätschicht vom 20. bis einschließlich 31. Mai produktionsfrei. An der Fertigungslinie 2 (A3/A4/A5) ruht die Produktion ab der Dauernachtschicht vom 20. bis einschließlich 31. Mai.

Audi Neckarsulm: Tausende Mitarbeiter in Kurzzeit - auch Böllinger Höfen betroffen

In der letzten Mai-Woche kommt es auch am Standort Neckarsulm zu einem Produktionsstopp. Aufgrund fehlender Halbleiter-Teile findet bei den Modellen A4 Limousine und A5 Cabriolet vom 25. bis 31. Mai keine Produktion statt. Aus demselben Grund wird auch beim Audi A8 vom 27. bis 31. Mai nicht produziert. Sogar in den Böllinger Höfen ruht die Produktion vom 25. bis einschließlich 28. Mai. Die von den Arbeitsausfällen betroffenen Mitarbeitenden gehen für diesen Zeitraum in Kurzarbeit.

Derzeit stimmt Audi die Produktionsfahrweise für seine Standorte Ingolstadt und Neckarsulm ab. Ob dann weitere Bereiche und wenn ja, welche genau im Juni von Kurzarbeit betroffen sein werden, ist momentan noch unklar und hängt von der aktuellen Entwicklung ab. 

Audi Neckarsulm und Ingolstadt: Kurzarbeit droht auch im Mai - wegen Halbleiter-Mangel

Update, 22. April: Und täglich grüßt das Murmeltier - oder im Fall von Audi jeden Monat! Denn die Teileversorgung im Halbleiterbereich ist und bleibt weiterhin kritisch, deswegen kann es laut einer Audi-Mitteilung „jederzeit zu weiteren Engpässen kommen“. Audi hat daher entsprechend reagiert und wie schon im April vorsorglich Kurzarbeit für „die Produktion und die tangierten Bereiche“ angemeldet. Ob diese tatsächlich in allen Bereichen umgesetzt werden muss, ist noch nicht klar. Das hängt von der weiteren Entwicklung ab und entscheidet sich daher kurzfristig.

Sicher ist: Die kundennahen Bereiche an den Audi-Standorten in Neckarsulm und Ingolstadt bleiben wegen der anhaltenden Corona-Pandemie weiterhin in Kurzarbeit. Zudem sorgt der Halbleiter-Mangel dafür, dass die Modelle A6 und A7 in der kommenden Woche (26. bis 30. April) nicht produziert werden. „Die von den Arbeitsausfällen betroffenen Mitarbeitenden gehen für diesen Zeitraum in Kurzarbeit“, heißt es in der Audi-Mitteilung.

Audi Neckarsulm und Ingolstadt: Kurzarbeit droht im April - wegen Halbleiter-Mangel

Update, 30. März: Die nach wie vor angespannte Versorgungssituation mit Halbleitern und elektronischen Bauteilen breitet Audi weiterhin Probleme. Bereits im Januar hatte Audi daher angekündigt die Situation sehr genau zu beobachten und „gegebenenfalls kurzfristig auf mögliche Ereignisse“ zu reagieren.

Und genau das tut Audi jetzt auch. Daher hat der Premiumhersteller in Neckarsulm und Ingolstadt Kurzarbeit für die Produktion und produktionsnahe Bereiche angemeldet. Allerdings heißt das noch nicht, dass es in allen betroffenen Bereichen im April zu Kurzarbeit kommt, erklärt Audi in einer Mitteilung. Diese Entscheidungen trifft Audi demnach kurzfristig. Sicher ist aber, dass die kundennahen Bereiche an den beiden Audi-Standorten wegen der Corona-Pandemie weiterhin in Kurzarbeit bleiben.

Audi Neckarsulm und Ingolstadt: Kurzarbeit-Ende in Sicht – aber nicht für alle!

Update, 27. Januar: Das Coronavirus stellt Audi auch 2021 weiterhin vor große Herausforderungen. Denn: Wie viele Hersteller ist auch Audi von dem Chip-Mangel in der Automobilindustrie betroffen. In der Folge meldete der bayrische Premiumhersteller in seinen Werken in Neckarsulm und Ingolstadt Kurzarbeit an und setzte die Produktion teilweise aus.

Ab dem 1. Februar kehrt Audi hier aber wieder zur Normalität zurück. „Nach aktuellem Stand produzieren im Februar am Standort Neckarsulm alle Baureihen in regulärer Schichtfahrweise, ohne Einschränkungen“, erklärt ein Audi-Sprecher auf Anfrage von echo24.de. Entsprechend werde auch die Kurzarbeit in der Produktion enden.

Audi: Ende der Kurzarbeit auch in Ingolstadt

Auch die Fertigungslinien I und II in Ingolstadt sollen dann wieder anlaufen, sodass auch dort die Kurzarbeit am 1. Februar endet. Die Lage bleibe aber dennoch weiterhin angespannt. Audi beobachte die Situation daher sehr genau und reagiere „gegebenenfalls kurzfristig auf mögliche Ereignisse“.

Die Montage des A8 war von der Kurzarbeit nicht betroffen.

Allerdings endet die Kurzarbeit an den deutschen Standorten vorerst nur in der Produktion, wie Audi in einem Schreiben an seine Mitarbeiter betont, das der echo24.de-Redaktion vorliegt: „Corona-bedingt von Kurzarbeit betroffen bis einschließlich 28. Februar 2021 sind weiterhin rund 500 Beschäftigte, beispielsweise aus dem Mobilitätsservice, der Audi Gastronomie, den Audi Foren sowie der Fahrzeugauslieferung.“ Auch hier beobachte Audi die Situation „an beiden Standorten und arbeitet dabei eng mit dem Betriebsrat zusammen“.  

Kurzarbeit trotz Rekord-Umsatz – warum Audi Neckarsulm Mitarbeiter wieder nach Hause schickt

Erstmeldung, 14. Januar: Eigentlich könnte es für Audi aktuell kaum besser laufen. Das Krisenjahr 2020 ist überstanden und das mit einem Rekord-Absatz im letzten Quartal. Unterm Strich hat Audi zwar weniger Autos verkauft, blickte aber dennoch positiv auf das neue Jahr. Doch nur zwei Wochen nach dem Jahreswechsel steckt die Automobilindustrie wieder in einer handfesten Krise.

Und wieder einmal ist das Coronavirus daran schuld, wenn auch nur indirekt. Denn die Nachfrage nach neuen Autos steigt weiterhin stark an. Und genau das ist das Problem. Denn wegen der Corona-Pandemie war eben die eingebrochen, weshalb die Chip-Hersteller ihre Produktion auf andere Branchen umgestellt hatten.

Audi: Wieder Kurzarbeit – in Neckarsulm stehen die Bänder still

Statt wichtiger Halbleiter wurden jetzt beispielsweise 5G-Chips gebaut. Entsprechend bestehen aktuell Lieferschwierigkeiten, die die Produktion bei Audi schwer treffen. Aber auch Daimler leidet unter dem Halbleitermangel und hat bereits für sein Werk in Rastatt Kurzarbeit angemeldet.

Am Donnerstag zog nun auch Audi nach und schickt seine Mitarbeiter ab Montag in Kurzarbeit. Zudem wird ab Montag, 18. Januar, die Produktion der Modelle A4 und A5 in Neckarsulm eingestellt. In Ingolstadt stehen ab Donnerstag, 21. Januar, die Fertigungslinien I und II still.

Audi: Kurzarbeit und Produktionsstopp – Zusammenarbeit mit Zulieferer

Diese Kurzarbeit soll vorerst bis zum 29. Januar gelten. Allerdings betont Audi in einem Schreiben an seine Mitarbeiter auch: „Die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage über diesen Zeitraum hinaus bleibt sehr komplex. Audi beobachtet die Lage an beiden Standorten weiterhin sehr genau und arbeitet dabei eng mit dem Betriebsrat zusammen.“

Darüber hinaus prüft Audi zudem „fortlaufend Gegenmaßnahmen und Alternativen, um die Auswirkungen des Lieferengpasses und damit die Zahl der betroffenen Fahrzeuge zu begrenzen“. Dabei arbeiten die Ingolstädter Angaben des Autobauers zufolge eng mit ihren Zuliefern zusammen.

Rubriklistenbild: © Ronald Wittek

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