Impfung für Mitarbeiter

Audi Neckarsulm: Corona-Impfungen für Mitarbeiter - Priorisierung erweitert

Audis neuer Pilotbetrieb in München.
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Seit dem 8. Juni impft Audi seine Mitarbeiter gegen das Coronavirus.
  • Simon Mones
    vonSimon Mones
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Die Mitarbeiter von Audi können sich seit dieser Woche auch beim Betriebsarzt impfen lassen. Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken.

Update, 10. Juni: Seit dem 7. Juni ist die Priorisierung bei den Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland aufgehoben, nur einen Tag später hat Audi begonnen, seine Mitarbeiter zu impfen. Dazu bekam der Premiumhersteller 3.400 Dosen von Biontech/Pfizer, 2.500 davon gingen an das Werk in Ingolstadt und 900 an den Standort in Neckarsulm.

Allerdings setzt auch Audi zunächst auf strenge Priorisierungen und informierte die Mitarbeiter, die sich impfen lassen konnten, per Brief. „Wir rechnen mit wöchentlichen Lieferungen von jeweils einigen Hundert Impfdosen. Damit können wir unsere Mitarbeiter Stück für Stück und nach einem kontrollierten Plan zu einem Impftermin einladen“, erklärte Dr. Werner Tilling, Leiter Gesundheitsschutz Audi Neckarsulm das Vorgehen. „Mit unserer internen Impfaktion unterstützen wir die bundesweite Corona-Impfkampagne und so den Impffortschritt in der Region.“ Wie viele Impfdosen Audi jedoch erhält, erfährt der Premiumhersteller erst „rund ein bis zwei Tage vorher“, wie eine Sprecherin erklärte.

Audi: Impfungen in Neckarsulm und Ingolstadt - Resonanz positiv

Nur wenige Tage nach dem Start der Impfungen hat Audi heute (Donnerstag, 10. Juni) die Impfpriorisierung für den Standort Neckarsulm erweitert, das geht aus einem Schreiben an die Mitarbeiter hervor. Nun können auch „auch Beschäftigte einen Impftermin buchen, die dem Gesundheitswesen gemeldet wurden, weil sie bei ihrer Tätigkeit durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen“.

„Insgesamt ist die Resonanz der Mitarbeitenden auf das Angebot durchweg positiv und wird sehr gut angenommen. Auch auf der Warteliste sehen wir eine starke Nachfrage“, betonte die Audi-Sprecherin. Die Impfdosen sollen auch weiterhin schnellstmöglich verimpft werden. „Aus diesem Grund können alle Mitarbeitenden sich, wie bisher auch weiterhin, per E-Mail am jeweiligen Tag für kurzfristig nicht verimpfte Impfdosen melden“, heißt es von Audi.

Audi: Impfungen in Neckarsulm und Ingolstadt - Datum steht

Erstmeldung, 2. Juni: Ab dem 7. Juni fällt die Priorisierung bei den Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland weg, somit kann sich ab der kommenden Woche jeder impfen lassen, der möchte. Dafür ist dann aber nicht unbedingt ein Termin beim Hausarzt oder im Impfzentrum nötig, immer mehr Unternehmen bieten auch Impfungen beim Betriebsarzt an - wie zum Beispiel Audi.

Die Mitarbeiter des Premiumherstellers aus Bayern können sich ab dem 8. Juni an den Standorten in Neckarsulm und Ingolstadt impfen lassen. Zunächst gilt das aber nur für „Beschäftigte mit besonderer gesundheitlicher Gefährdung“, wie Audi mitteilte, weitere Termine sollen dann in den kommenden Wochen folgen.

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: 2.500 Impfdosen von Biontech/Pfizer

Um die Impfkampagne zu starten, erhält der Audi Gesundheitsschutz eine Lieferung mit 2.500 Impfdosen von BioNTech/Pfizer. In einem Schreiben an die Mitarbeiter - das echo24.de auszugsweise vorliegt - weist der Premiumhersteller aber darauf hin, dass die „Art und Menge der Impfstoffe, die die Gesundheitszentren wochenweise erhalten, variieren“ werde.

Die Mitarbeiter würden daher im Audi mynet „wöchentlich über die aktuelle Situation und die Freischaltung weiterer Zielgruppen im Online-Terminierungstool“ informiert. Bei der Priorisierung der Mitarbeiter gibt es jedoch Unterschiede zwischen den beiden Standorten in Neckarsulm und Ingolstadt.

Audi Neckarsulm/Ingolstadt: Priorisierung der Mitarbeiter - Warteliste für alle

„In Neckarsulm bietet Audi Impftermine priorisiert allen Beschäftigten mit besonderer gesundheitlicher Gefährdung an. In Ingolstadt impft Audi priorisiert sowohl alle Beschäftigten mit besonderer gesundheitlicher Gefährdung als auch Beschäftigte, die bei ihrer Tätigkeit dauerhaft einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen“, heißt es in dem Schreiben an die Mitarbeiter.

Die entsprechenden Mitarbeiter sind bereits von Audi erfasst und werden im Online-Terminierungstool zur Terminbuchung freigeschaltet. Die impfberechtigten Personen am Standort in Neckarsulm werden laut Audi per Brief informiert. Grund für das unterschiedliche Vorgehen an den beiden Standorte ist eine Pilotaktion mit AstraZeneca in Ingolstadt, die mit dem Beginn er regulären Impfungen endet. „Die bereits vereinbarten Impftermine der Pilotaktion führen die Betriebsärzte selbstverständlich noch durch“, teilt Audi in dem Schreiben mit.

Ähnlich wie beim Kreisimpfzentrum in Heilbronn bietet Audi zudem eine E-Mail-Warteliste für die Impfdosen an, die am jeweiligen Tag möglicherweise nicht verimpft wurden. Darauf können sich die Mitarbeiter an beiden Standorten – unabhängig von der jeweiligen internen Impfpriorisierung – eintragen.

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